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Leserbrief15.08.2008 Online-Kommentar zu: "Trinken wie in Amerika" Artikel in "Der Tagesspiegel" vom 15.8.08
(Via Internet)
Im Prinzip richtig
Allen persönlichen Erfahrungen zum Trotz, je höher das Einstiegsalter, desto
weniger später Alkoholprobleme. Durchsetzungsschwierigkeiten gibt es bei
jeder Altersgrenze. Tatsache ist auch, dass in den USA der pro
Kopf-Verbrauch wesentlich tiefer liegt als in Deutschland, nicht zuletzt aus
dem erwähnten Grund, aber auch dank der vielen unterschiedlichen
Bestimmungen als Überbleibsel aus der Prohibitionszeit, die gar nicht so
nutzlos war, wie immer gerne von Alkoholinteressenten berichtet wird.
Das Hauptproblem ist aber, dass keine richtige Alkoholpolitik betrieben wird. Die Interessen der Alkoholindustrie wiegen immer noch schwerer als die der Volksgesundheit. Man kann nicht erwarten, dass ein paar wenige Massnahmen das Problem lösen. Es braucht eine abgestimmte vernetzte Lösung, die vom Volk getragen wird. Die immer wieder zitierte Alkoholkultur ist eine Scheinkultur, die von der Industrie und der Werbung in den letzten gut 50 Jahren hochgejubelt wurde.
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