Leserbrief

03.07.2008                    

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich

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Leserbrief zum Leserbrief „Eifrige Weltverbesserer“ vom 3.7.08

Der Leserbriefschreiber Reinhard Obermüller findet, ob Präventionskampagnen erfolgreich seien oder nicht, sei letztlich eine Glaubenssache. Dazu gibt es mindestens zwei Gegenargumente: a) Schon der Volksmund sagt: „Vorbeugen ist besser als heilen“ und b) Mindestens bei Alkohol und Tabak gibt es genug wissenschaftliche Untersuchungen, die bei uns in einigen Fällen durch die Erfahrung in jüngster Zeit belegt sind, dass die richtigen Massnahmen von Verhältnisprävention deutlich positiv oder auch negativ wirken. Beispiel: Tabaksteuer, Sondersteuer Alcopops, Steuerreduzierung bei Spirituosen, Promillegrenze senken.

Ob ein zentrales Präventionsinstitut eine Verbesserung bringen kann, hängt von den Massnahmen ab, die es verfügen kann. Da immer noch die rechtsbürgerliche Mehrheit, inklusive der Liberalen, die Suchtpolitik in Bern bestimmt, können im Alkoholbereich leider wirklich nichts anderes als die bisher nutzlosen Kampagnen erwartet werden.

Wie weit eine Rückkehr zu liberaler Politik  eine bessere Gesundheitspolitik bringen könnte, bleibt fraglich. Sie hat ja schon bisher mit wenig Erfolg (Ausnahmen vorher erwähnt) die Suchtpolitik bestimmt. Immerhin haben anfangs des letzten Jahrhunderts liberale Kreise die erste Alkoholgesetzgebung in der Schweiz durchgesetzt. Die damaligen Liberalen waren eben fortschrittlich gesinnt und setzten nicht das Wohl der Suchtmittellobby über dasjenige des Volkes.

Freundliche Grüsse

Hermann T.  Meyer

 

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Stand: 30.12.2008