Leserbrief

25.04.2008                    

Leserbrief zu "Deutschland ist nach wie vor Bierland" bei WELT ONLINE, 23.4.08

(Via Internet)

Dass der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes für Bier Reklame macht, überrascht ja nicht. Nur sollte er es mit den Fakten etwas genauer nehmen. Dass es in Skandinavien auch Alkoholmissbrauch gibt, ist offensichtlich. Dass aber die skandinavischen Länder mit hohen Steuern einen gesamthaft nur halb so hohen Konsum oder noch weniger haben wie z.B. Deutschland und damit auch viel weniger Schäden, weiss Herr Weber sicher auch. Jetzt leidet z.B. Schweden darunter, dass die Steuern wegen der EU gesenkt werden mussten.
Ein Trend zur Überregulierung ist nicht feststellbar. Einzig ein grosses Raten, wie der katastrophale Jugendalkoholismus vermindert werden könnte, ohne die Gewinne der Alkoholindustrie zu schmälern, die davon gut lebt, dass sie unsere Jugend kaputt macht. Sollten die richtigen Massnahmen getroffen werden, z.B. massive Alkoholsteuern, Einschränkung der Erhältlichkeit, Senkung der Promillegrenze im Verkehr, Heraufsetzung des Mindestalters (alles Massnahmen, die nachweislich den Konsum vermindern), wären dies längst fällige Regulierungen und keine Überregulierung. Der Widerstand der deutschen Brauer gegen solche Massnahmen in der EU verhindert auch, dass die andern EU-Länder ihre Alkoholprobleme in den Griff bekommen. Der Preis sind gegen 100'000 Alkoholtote im Jahr in der EU. Beihilfe zum Mord oder schwere Körperverletzung mit Inkaufnahme von Todesfolge. Die billige Ausrede ist immer die gleiche: Wir verkaufen nur ein legales Kulturgut.

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Stand: 30.12.2008