Leserbriefe

7.11.2006                                (nicht veröffentlicht. Siehe unten die Antwort des Redaktors und unser Kommentar.)

 

Redaktion Migros-Magazin
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per e-mail

 

Leserbrief zu „Migros steigt in Grosshandel ein“ vom 6.11.06

Die Hiobsbotschaft ist bereits durch die Tagespresse gegangen: Die Migros beteiligt sich mit 30% an Cash & Carry Angehrn und hat damit einen weiteren Fuss ins Alkoholgeschäft gesetzt. Nach Globus, Tankstellennetz und e-shop nun der vierte Alkoholverkaufskanal. Ganz abgesehen davon, dass man sich richtig Mühe geben muss, bei Glacé-Torten oder Praliné-Schachteln eine ohne Alkohol zu finden. Gottlieb Duttweiler würde sein Erbe nicht wieder erkennen. Kennt die Migros keine Kontrollorgane? Und die Adele Duttweiler Stiftung, die über das geistige Erbe des Migros-Gründers wacht? Nennt man das geistige oder moralische Korruption?

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer

 

 

Antwort des Redaktors per e-mail am 23.11.06:

Sehr geehrter Herr Meyer

Sie haben bei der Migros-Auskunftsstelle angefragt, weshalb Ihr Leserbrief zur Uebernahme der 30-Prozent-Beteiligung an der Cash&Carry-Gruppe Angehrn nicht veröffentlicht worden ist. Darauf kann ich Ihnen kurz Antwort geben:

Wir erhalten pro Woche zwischen 100 bis 250 Leserbriefe. Wir veröffentlichen schon mal nur eine bescheidene Auswahl. Weiter versuchen wir nur Briefe zu publizieren, die sich mit einem schwergewichtigen Thema des Migros-Magazins auseinandersetzen. Politische Leserbriefe sowie Leserbriefe, die die allgemeine Geschäftspolitik der Migros betreffern, veröffentlichen wir nicht.

Mit freundlichen Grüssen

Hans Schneeberger

> Hans Schneeberger
> Chefredaktor
> MIGROS MAGAZIN

 

Kommentar: Besten Dank für Ihre Auskunft. (Die Anfrage kam nicht von uns.) Man kann sich fragen, ob es richtig ist, so wenig Platz für Leserbriefe bereitzustellen, wenn die Nachfrage doch offensichtlich gross ist. Dass Leserbriefe, die die allgemeine Geschäftspolitik der Migros betreffen, nicht veröffentlicht werden, ist allerdings sehr bedenklich. Wird doch das Migros Magazin damit zum exklusiven Sprachrohr der Geschäftsleitung, wo es doch eigentlich einmal als Kontaktmittel Mitglied-Geschäftsleitung gedacht war. Wobei auch Kritik ihren Platz haben sollte. Die ist offenbar nicht mehr erwünscht.

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Stand: 30.12.2008