Leserbrief

14.03.2005        veröffentlicht: 20.03.05

 

Redaktion SonntagsZeitung
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Leserbrief betr. „Bald dürfen wir nur noch müssen“ vom 13.3.05

Wir seien am Ende der Spassgesellschaft, und wir lebten in einer fürsorglichen Zeit, wird uns da vorgetäuscht. Was da in düsteren Farben heraufbeschworen wird, ist zum grossen Teil die Horrorvorstellung der Werbe- und Suchtmittelindustrie, die sich vor den kommenden Werbeeinschränkungen fürchtet. (Die ja angeblich nichts bringen!)

Tatsache ist doch, dass sich die Politik noch mit Händen und Füssen dagegen wehrt, die Verantwortung für die Fehlentwicklungen und Schäden zu übernehmen, die sie durch die selbstverschuldete Liberalisierung auf sozialem Gebiet verursacht hat.

Um der Suchtmittel- und der Werbeindustrie zu weiterer lukrativer Entwicklung zu verhelfen, muss der Staat, die Wirtschaft und die Bevölkerung jährlich Milliarden aufwenden, Konkurrenznachteile in Kauf nehmen und einen hohen Blutzoll und Leidensdruck verkraften. Dass irgendwann das Fass überläuft und das Pendel zurückschlägt, ist doch selbstverständlich. Je früher desto besser.

                                                                                                 Mit freundlichen Grüssen

                                                                                                     Hermann T. Meyer

 

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Stand: 30.12.2008