Leserbrief

31.10.2003

Beitrag zum Online-Forum der Basler Zeitung

Betreff:betr.Jugendalkoholismus
Autor:HermannT.Meyer   (mhmeyer@freesurf.ch)
Datum:31.10.03/16:23:30
Es gibt mehrere Gründe, weshalb er in den letzten Jahren zunimmt. Deshalb muss auch auf verschiedenen Ebenen dagegen vorgegangen werden:
Auch wenn der Gesamtkonsum dank Modetrends (Sport, Gesundheit) und Wirtschaftskrise etwas rückläufig war, hat in vielen Bereichen die die Erwachsenenwelt immer noch das Image der Trinkfreudigkeit, das von der Werbung noch intensiv gepflegt wird. Man spricht sogar vom Recht auf Rausch und wundert sich, wenn die Jungen das imitieren. In diesem Umfeld ist Prävention bei der Jugend unglaubwürdig und deshalb fast wirkungslos. Zuerst muss also dieses Umfeld für die Jugend glaubwürdig werden, d.h. Werbeverbote, massive Steuern auf allen alkoholischen Getränken nach dem Verursacherprinzip zur Schadensverminderung.
Alle Arten von Alcopops erleichtern den Jungen den Zugang zum Alkohol(geschmack). Sie müssten so stark besteuert werden, dass auch die bisherigen Konsumenten davon ablassen. Diese Getränke müssten vom Markt verschwinden. 6,5 Mia. Sozialkosten wegen Alkohl sind mehr als genug! Auch die Handels- und Gewerbefreiheit hat dort Grenzen, wo sie andere, ja sogar die Allgemeinheit schädigt.
Die Erhältlichkeit aller alkoholischen Getränke muss endlich wieder eingeschränkt und Übertretungen der Gesetze massiv bestraft werden. Mehr dazu auf der privaten und unabhängigen Webseite www.alkoholpolitik.ch

Kommentar: Die folgenden Beiträge kamen meist von Jugendlichen, die selber starke Konsumenten sind. Der Haupttenor       
war nicht überraschend der, dass sie Repression ablehnen und darauf setzen, dass sie später schon wieder vom Alkohol
wegkämen. Früher sei auch viel getrunken worden. Das Forum diente weitgehend dazu, dass sich die jugendlichen Rauschtrinker
gegenseitig in ihrem Verhalten bestärken konnten. Das war ja wohl nicht die Absicht der Zeitung. 

Die Erfahrung zeigt leider immer wieder, dass viele Jugendliche auch später risikohaft Alkohol konsumieren. Dazu kommt die
Gefahr der ungewollten HIV-Ansteckung oder eine unerwünschte Elternschaft. Und die Folgen tragen nicht immer nur die
Konsumenten alleine, wie sie gerne verkünden. 

 

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Stand: 30.12.2008