Leserbrief

14.09.2008                    

Online-Kommentar zu: Alkoholpolitik in Österreich: Die Grünen im Interview, auf Haarspalter, 13.9.08

Die Stellungnahme der Grünen wird dem Problem leider in weiten Teilen nicht gerecht. Die Strafen werden bei Alkohol am Steuer nächstes Jahr erhöht. Ob diese Massnahmen genügen, ist zu bezweifeln. Wichtig wäre eine grosse Kontrolldichte.
Eine Kriminalisierung der Jugendlichen will wahrscheinlich niemand. Wenn die Jugendschutzbestimmung schärfer durchgesetzt werden sollen, braucht es einigen Mehraufwand, der finanziert werden muss. Z.B. viele Testkäufe und Bestrafung der fehlbaren Verkäufer. Auch die Anhebung des Mindestalters und ein Verbot der Weitergabe an Jugendliche wären sinnvoll. Die Jugendlichen profitieren von den tiefen Alkoholpreisen, die seit dem Weltkrieg gemessen an der Kaufkraft immer billiger wurden. Durch Steuern erhöhte Preise würden den Gesamtkonsum reduzieren und damit die Schäden allgemein, auch bei den Jugendlichen. Mindestpreise sollten für alle Produkte gelten, die durch Steuern belegt sind, damit die Händler die Preiserhöhung nicht verhindern können, indem sie die Steuern selber tragen.
Die Werbung sollte generell eingeschränkt werden. Sie generiert ein alkoholgesättigtes Klima, das jede Prävention bei den Jugendlichen unglaubwürdig und damit erfolglos macht. Dazu trägt natürlich auch die Erwachsenengesellschaft mit ihren Trinkgewohnheiten bei, die sich einmal ihrer Verantwortung der Jugend gegenüber bewusst werden sollte.

(Via Internet)
 

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Stand: 30.12.2008