Leserbrief                     

 

27.07.2007                               (nicht veröffentlicht)

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
Leserbriefe
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Leserbrief zu « Weitere Alkoholverbote in Planung » vom 26.7.07

 

Mitten in der Ferienzeit sind Informationen über das vom Bundesamt für Gesundheit entwickelte Nationale Programm Alkohol (NPA) 2007-2011 in die Medien gelangt. Es soll im Herbst dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt werden.

Vor allem eine Massnahme erregt nun die Gemüter der Journalisten: Ein Alkohol-Verkaufsverbot zwischen 21 und 07 Uhr. Es soll dem Rauschtrinken der Jugendlichen entgegenwirken. Die ganze Aufregung scheint mir etwas gekünstelt. Diese Massnahme könnte nur als Empfehlung an die Kantone gemeint sein. Der Weg wäre also noch lang.

Dass FDP-Nationalrat und Ständeratskandidat Felix Gutzwiller sich dazu skeptisch geäussert haben soll, überrascht nicht: Es ist Wahlkampf, und da will er seine Klientele nicht vor den Kopf stossen. Traurig, dass Leben und Gesundheit der Bevölkerung unter der Politik leiden muss, statt von ihr geschützt zu werden. Felix Gutzwiller, als einer der höchsten Präventionsfachleute des Landes weiss natürlich genau wie jeder andere, der sich ein bisschen mit Alkoholprävention befasst, dass die Einschränkung der Erhältlichkeit, wie auch die Verteuerung durch Steuern, zu den wirksamsten Massnahmen zählt, um den Alkoholkonsum zu steuern. Dass es auch Erwachsene treffen würde, wäre nicht mehr als gerecht. Sie sind es doch, die der Jugend ein alkoholbetontes Vorbild abgeben, die für eine ungenügende Alkoholgesetzgebung verantwortlich sind und zu einem zu grossen Prozentsatz ihren Alkoholkonsum nicht im Griff haben und damit unserer Gesellschaft immense Schäden und grosse Not auferlegen.

Dass nun alle möglichen Organisationen und Verbände der Alkoholindustrie Sturm laufen, ist verständlich. Sie bangen um ihre Gewinne. Wenn sie behaupten, diese Massnahme würde nichts nützen, ist das der beste Beweis für das Gegenteil; sonst müssten sie sich ja nicht aufregen. Um die Gesundheit der Bevölkerung haben sie sich noch nie gekümmert.

 

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

                                                                                      

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Stand: 30.12.2008