
Leserbrief
Othmar Beerli, Gründer und seit anfang 2005 wieder
Herausgeber des Musenalp-Express legt Wert darauf festzustellen, dass im neuen Musenalp-Express
im Impressum vermerkt sei, dass keine Alkohol- und Tabakreklame aufgenommen
werde. Die Jugendzeitschrift lag 1997 in andern Händen.
17.3.97
Musenalp Express
Betr. Bier aus der
Spaghettipfanne (Nr. 1, 1997)
Sehr geehrte Damen und Herren,
In Ihrem Impressum weisen Sie darauf hin,
dass Sie auf Alkohol- und Tabakwerbung verzichten. Der obige Artikel passt nun
zu dieser Aussage schon ganz und gar nicht. Besser für Bier werben als mit
diesem redaktionellen Text kann man kaum. Sie missbrauchen damit Ihre Stellung
als unter Jugendlichen weitverbreitete Zeitschrift in übelster Weise. Dazu
machen Sie alle Schulleitungen und LehrerInnen, die den Musenalp-Express gutgläubig
an ihre Schüler weiterleiten, zu Komplizen.
Mit Ihrer Impressum-Notiz erwecken Sie den
Anschein, vom schlechten Einfluss der Alkohol- und Tabakwerbung auf die Jugend
überzeugt zu sein. Dieser Artikel zeugt deshalb von einem erstaunlichen
Zynismus. Gerade in einer Zeit, wo der vermehrte Alkoholkonsum unter Jugendlichen sogar in den Medien erwähnt wird, erwartete man von einer der Jugend
gewidmeten Zeitschrift im Gegenteil Artikel, die vom Alkoholkonsum wegführen
statt ihn zu verharmlosen und zu empfehlen.
Wir erwarten zum mindesten, dass Sie in
Bezug auf Alkohol- und Tabak eine deutliche Kehrtwende vollziehen und unter
Beizug von Fachleuten Artikel bringen, die Sie vor unserer Jugend verantworten können.
(Und, falls noch aktuell, vor Ihren Subventionsgebern.)
Mit freundlichen Grüssen
Hermann Meyer, Reallehrer
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