www.alkoholpolitik.ch - Newsletter - August 2004

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Top aktuell:  JJ

Die Weltwoche berichtet am 26.8.04:

Die Hicks-Society (Von Peter Holenstein)

Wein oder Schnaps? Egal. Die Schweiz gehört zu den führenden Säufernationen der Welt. Doch der Staat bekämpft lieber das kleinere Übel – Nikotin. Na dann prost.

Mit dieser Einleitung kommt ein fulminanter Artikel daher, wie man einen solchen seit vielen Jahren in der Schweiz nicht mehr gesehen hat. Unvorstellbar, dass sich darauf das Parlament nicht regen könnte. Es wäre eine Bankrotterklärung. Leider lässt er die Profiteure des Alkoholelends kommentarlos ihre Sache verteidigen, lässt am Ende den anfänglichen Schwung vermissen, der doch zu Taten mindestens aufrufen müsste. Man darf auf das Echo gespannt sein. (Ist dies vielleicht nur ein Ablenkungsmanöver der Tabak- und Werbeindustrie?) Ausführlicher Kommentar    Leserbrief unterwegs

aktuell: J  Die rechtsbürgerliche französische Regierung hat eine Ergänzung des Gesetzes für die Volksgesundheit durchgedrückt, die per 1.1.05 eine Ausweitung des Begriffs Alcopops einführt, so dass Umgehungen der Steuer weniger möglich sind und die Steuer auf 11 €/dl reinen Alkohol verdoppelt. Ziel ist die vollständige Eliminierung der Alcopops.                  Siehe Internationales mit Gesetzestext.
Protokoll des franz. Senats
Kommentar: Wo sind unsere bürgerlichen Politiker??


Aktuell:  L  Die am 2.8.04 bei unsern Forschungsergebnissen vorgestellte europäische ESPAD-Studie wurde nun den Medien vorgestellt. Fernsehen und die Presse berichten kommentarlos und gehen zur Tagesordnung über.
Die Schweizer Jugend steht beim Alkoholkonsum an der Spitze in Europa! Ein Hoch und Prosit auf unsere Politik!

Das aktuelle Zitat

Aus "Weiterlesen fördert die Gesundheit", einer an die Haushalte (21.8.04) verteilten Broschüre der "Gesundheitsförderung Kanton Zürich" mit vielen Tipps zu Bewegung, Ernährung, Entspannung: "Seien Sie masslos. Beim Trinken von ungesüssten, nicht-alkoholischen Getränken. Mindestens 2 Liter am Tag." / "Sagen Sie ruhig mal Nein. An zwei Tagen pro Woche oder öfters zu Alkohol."
Kommentar: Gut gemeint und aufgemacht. Nur haben leider aufklärende Prävention und Ratschläge von Behördenseite praktisch keinen Einfluss auf das Verhalten von Alkoholkonsumenten. (d.h. Alibiübung oder Vorbereitung wirksamer Massnahmen in 50? Jahren?)

Auf die Interviewfrage "Wo sehen Sie den grössten drogenpolitischen Handlungsbedarf" antwortete Prof. Ambros Uchtenhagen im Tages-Anzeiger vom 11.8.04:
"Das Bundesamt für Gesundheit hat ja kürzlich angekündigt, den Kampf vermehrt auf Alkohol- und Tabaksucht auszurichten. Die grössten Zuwachsraten gibt es nicht bei den Junkies, sondern beim Durchschnittsbürger. Alkohol ist ein Riesenthema, etwa das Rauschtrinken von Jugendlichen..."


"Glaubwürdig als Reformkraft ist nur jene Partei, die auch die eigenen Pfründen in Frage stellt und ihre Basis Veränderungen aussetzt. Für eine Politik der Erneuerung ist dies der Lackmustest." Matthias Baer im Tages-Anzeiger vom 11.8.04 in: Wer profiliert sich zuerst als Reformpartei?

Zitate
              Für Leserinnen und Leser mit Sinn für Ironie:

Auszüge aus: "Alkoholpolitik für Ahnungslose" (mit freundlicher Genehmigung) von Frank Lindemann, Neuland-Verlag, Hamburg  (Die bisherigen werden im Archiv aufbewahrt.)

Suchtprävention: Vorbeugen, dass Menschen in Abhängigkeit geraten. Beliebte Nebenbeschäftigung von Suchtberatern und -Therapeuten. Müssen sich also selbst arbeitslos machen. Wird dann wohl nichts.

Neuer Link zu Dokument

Das European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs (ESPAD) in der Schweiz  (deutsch)

Aktuell                                                                   

Datum Thema Kommentar
31.08.2004 Migros lanciert die M-Budget-Party. Nach dem Grosserfolg in Luzern geht die M-Budget-Party auf Tournee. Der Eintritt kostet Fr. 9.90, die Softdrinks sind M-Budget und gratis. Dazu kann man Alkoholisches beim Veranstalter kaufen.
Kommentar: In diesem Fall ist dieser Getränke-Mix vielleicht sogar sinnvoll.... 
31.08.2004 Bundesrat Couchepin betont die Wichtigkeit einer verstärkten Familienpolitik.
(Quelle: Neue Zürcher Zeitung)
Auf seinem Marsch auf der Petersinsel entwickelte er neue Ideen zur Familienpolitik. Kommentar: Er "vergass" zu erwähnen, dass eine Verminderung der Alkoholschäden gleichzeitig die Situation in vielen Familien verbessern würde.
27.08.2004 Der Tages-Anzeiger berichtet über die Entwicklung des Convenience-Geschäfts.

L

Migros will mit Valora zusammen 400 Mio.Fr. umsetzen, 1/3 des Marktes von ca 1,25 Mia.Fr. Coop kam letztes Jahr auf rund 210 Mio.Fr.  Kommentar: Diese Tankstellen- und Bahnhofsläden mit ihren langen Öffnungszeiten und Alkoholverkauf sind nach wie vor ein Ärgernis ...
26.08.2004 JDie Weltwoche bringt heute einen Super-Artikel über die Alkoholfrage in der Schweiz. Kommentar: (siehe auch Top-aktuell auf der Homepage oben) Wenn jetzt die Politik nicht aufwacht, ist das eine Bankrotterklärung. Ausführlicher Kommentar
24.08.2004 Die ständerätliche Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) hat den Entwurf zum neuen Radio- und Fernsehgesetz beraten. LSie sprach sich mit grosser Mehrheit für die Alkoholwerbung auf Privatsendern aus. Religiöse Werbung soll dagegen ausgeschlossen werden.
24.08.2004 Am 17.6.04 hat NR P. Vollmer ein Postulat im Nationalrat eingereicht betr. Werbung im Fernsehen. Postulat Nr. 04.3360. In der Begründung verweist er auf die zunehmende versteckte Alkoholwerbung in Sitcoms wie  "Lüthi und Blanc".
20.08.2004 Laut Tages-Anzeiger von heute arbeiten in der Schweiz 12% oder 430'000 aller Beschäftigten im Gesundheitssektor. ...  Kommentar: Es ist anzunehmen, dass mindestens 15% der Gesundheitskosten auf das Konto Alkohol gehen. Würde eine konsequente Suchtpolitik betrieben, gäbe es hier bedeutendes  Sparpotenzial, das wenigstens den jährlichen Anstieg aufhalten .... 
17.08.2004 Walliser Wein-Lobbyist wirbt im Zürcher Kantonsrat. Der Tages- Anzeiger titelt heute: "Kantonsräte helfen Weinsee austrinken." Kommentar: Mineralwasser, vom Kanton bezahlt, sei an diesem traditionellen Nach-Ferien-Apéro auch getrunken worden. Traubensaft leider nicht. Dabei gibt es ja einen ausgezeichneten aus der Zürcher Staatskellerei. Hoffen wir für die Kantonsräte ... 
14.08.2004 Die am 2.8.04 bei unsern Forschungsergebnissen vorgestellte europ. ESPAD-Studie wurde nun der Presse vorgestellt.  Fernsehen und Presse zitieren u.a. daraus, dass 80% der 15-jährigen Schweizer Jugendlichen im letzten Monat Alkohol konsumierten, obwohl sie in ihrem Alter noch keinen Alkohol kaufen dürften. Mehr als die Hälfte der 16- Jährigen betrinkt sich .... 
14.08.2004 Die Zürcher kantonalen Suchtpräventionsstellen wollen mit der Kampagne «massvoll – lustvoll» zur kritischen Betrachtung des eigenen Suchtmittelkonsums anregen.  Ein neuer Test im Internet soll dabei helfen.
Kommentar: Die Suchtpräventionsstellen sind nicht zu beneiden. Auf immer wieder neue Art versuchen sie, ihre Botschaft ins Volk zu bringen. Leider weiss man heute, wissenschaftlich breit abgestützt, dass dies fast nichts bringt. ... (Tages-Anzeiger, 14.8.04)
14.08.2004 Die SVP der Stadt Zürich widersetzt sich der Vorlage der staatlichen Heroinabgabe.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.8.04)
Deren Präsident R.A.Siegenthaler sagte, "Drogen töteten und seien deshalb von Gesetzes wegen verboten. Aufgabe des Staates sei es, das Gesetz konsequent durchzusetzen." Kommentar: Wenn die SVP nur beim Alkohol auch so konsequent wäre!"  (Siehe Leserbrief)
13.08.2004 Der Zürcher Stadtrat erstattet Bericht über seine Drogenpolitik und beantwortet damit ein SVP- Postulat vom Febr. 2003.
(Quelle: Tages-Anzeiger, heute)
(Nicht identisch mit Druckausg.)
U.a. will der Stadtrat die Drogenberatungsstellen in polyvalente Suchtberatungsstellen umwandeln. Es soll ein Konzept für die Früherfassung von suchtgefährdeten Personen und für den Jugendschutz erstellt werden. Kommentar: Nicht sehr mutig. Weiterhin dem Staat die Kosten, den Gewinn für Produzenten und Handel. 
12.08.2004 Das Bundesamt für Strassen (Astra) veröffentlichte einen Katalog von 60 Massnahmen, um die Zahl der Verkehrstoten und -Verletzten zu senken. Aus der Vision Zero seien diese realistischen Massnahmen übriggeblieben. in Bezug auf Alkohol heisst es (evtl. u.a.): 
"Für Berufschauffeure und Neulenker gilt ein generelles Alkoholverbot. - Wer angetrunken oder unter Drogen erwischt .... 
12.08.2004 PHILIP MORRIS lanciert fast seitengrosse Zeitungsinserate, in denen sie sich das Recht vorbehalten, schadstofffreiere Zigaretten zu entwickeln und darüber zu inform....
(Inserat gesehen im TA vom 11.8.04)
Sie bestätigen darin, dass sie ein gesundheitsschädliches Produkt verkaufen. "Doch selbst, wenn eine solche Produktentwicklung möglich sein sollte, wollen wir den Verbraucher wissen lassen, dass die einzige Möglichkeit, gesundheitliche Auswirkungen des Rauchens zu verringern oder zu vermeiden, darin besteht, das Rauchen .... aufzugeben oder gar nicht erst anzufangen." ....
11.08.2004 Basel-Stadt soll eine neue Polizeistunde light erhalten.  ....
Basler Zeitung online
(Siehe Leserbrief)
 Generell sollen Gaststätten unter der Woche um 01.00 Uhr schliessen, am Wochenende um 02.00 Uhr. Die im Entwurf vorgesehene Abgabe wurde von der Kommission gestrichen. Grund: Die Stadt würde keine Gegenleistung dafür erbringen. ....
11.08.2004 Alkohol an der Zürcher Street- Parade. Bisher waren die Organisatoren der Street-Parade stolz auf deren friedlichen Charakter.  Nun erlaubte die Stadt den Wirten an der Route auch an die Street-Parade- Teilnehmer Alkohol abzugeben, worauf die Organisatoren eigene Verkaufsstände mit Bier aufstellten. Ergebnis wie befürchtet: "An der Street Parade wurde mehr geprügelt" (Tages-Anzeiger, 10.8.04)

Internationales   

Hier folgen in chronologischer Reihenfolge des Eingangs Neuigkeiten aus andern Ländern, die für die Schweiz auch
interessant sein könnten.

Zeitpunkt Thema Beschreibung
28.08.2004 Der Absturz von Matti Nykänen, titelt die Berliner Morgenpost heute. Der finnische Skispringer-Nationalheld ist wieder in eine Messerstecherei verwickelt. Er hat seit seinen ersten Erfolgen mit 18 Jahren ein Alkoholproblem. 
Kommentar: U.a. bei der Hälfte der Gewaltvergehen oder -Verbrechen ist Alkohol im Spiel. Aber nur bei bekannten Namen gibt es deswegen eine Schlagzeile. Wir zahlen Notfallstationen, Polizei und Justiz, das Alkoholgewerbe hat den Profit.
26.08.2004 An der Konferenz in San Diego wird die neueste, wirksamste Waffe im Kampf gegen das jugendliche Trinken vorgestellt. Durch die amerikanischen Partner der Kampagne "Prevent underage Drinking" des Institute for Alcohol Awareness (IIAA). Im Kongress soll ein Gesetz eingebracht werden, das u.a. die Installation von lebensrettenden elektronischen Technologien in Restaurants, Bars, Detailläden und andern Verkaufsstellen vorsieht, mit denen das Alter überprüft werden kann.  (Quelle: Marin Institute News Digest)
26.08.2004 Diese Woche versammeln sich gegen 1000 Fachleute in San Diego, um die Umsetzung der Empfehlungen des "National Academy report" zu besprechen.  Der Kongress nahm die Empfehlungen zu einer nationalen Strategie zur Reduzierung des jungendlichen Alkoholkonsums nicht an, und seither wurden mehr als 3000 Amerikaner getötet und fast 1 Mio. verletzt: im Verkehr, bei Schiessereien, Messerstechereien, durch Ertrinken, bei Feuer, durch Selbstmord und Alkoholvergiftung - alle im Zusammenhang mit Trinken unter der Altersgrenze. 
(Quelle: Marin Institute News Digest) The New York Times, 25.8.04)
24.08.2004 In Hannover kamen zur Reincarnation Techno-Parade 100'000 statt erwartete 400'000 Teilnehmer.  Regen, Kälte und Alkohol - Knapp 100 000 Besucher bei Technoparade titelte die Braunschweiger Zeitung, online.  Die Ordnungshüter sorgen sich um die steigende Gewaltbereitschaft und die immer jüngeren Alkoholopfer. Kommentar: Kein Wunder, wenn die Stadt vor einem Jahr einem Schnapsbrenner erlaubte, Gratis- Muster abzugeben. Jetzt durfte er seinen Schnaps im Fläschchen verkaufen!L
20.08.2004

 


27.08.04    

Der Tages-Anzeiger berichtet heute, dass Schweden die Schnaps-Steuern auf den 1.1.05 um 40% senken werde. (Parlamentsentscheid noch ausstehend)  "Die nordischen Staaten geben sich im Kampf gegen den Alkohol geschlagen", heisst es im Untertitel. 
Kommentar:  Ob der Staat mit der Steuersenkung finanziell besser fährt, darf bezweifelt werden. Die Logik des Reporters ist wenig nachvollziehbar. Verlierer ist jedenfalls die Volksgesundheit, die Gesellschaft. Häme ist fehl am Platz. Die EU ist daran, ihre Gesundheitspolitik zu überdenken. Die gegenwärtigen Erfahrungen der nordischen Länder geben genug Stoff für neue Überlegungen.
Auch die NZZ berichtet darüber, allerdings neutraler.
19.08.2004 Die rechtsbürgerliche französische Regierung hat eine Ergänzung des Gesetzes für die Volksgesundheit betr. Alcopops durchgedrückt, die per 1.1.05 in Kraft tritt.   JFrankreich führt den europaweiten Kampf gegen die Alcopops an. Alarmiert durch den starken Konsumanstieg in mehreren Nachbarländern wurde eine Sondersteuer eingeführt. Nun hat das Parlament den Begriff Alcopops ausgeweitet, um Umgehungen zu erschweren und die Steuer auf 11 €/dl reinen Alkohol verdoppelt. Die Mehreinnahmen gehen an die Zentrale der Sozialversicherungen. 
Gesetzestext
14.08.2004 In den USA sank die Zahl der Toten und Verletzten auf den Autobahnen 2003, ....
Nachdem die letzten 14 Staaten die Promillegrenze auf 0,8! gesenkt hatten, um nicht Staatsbeiträge zu verlieren, sanken die Alkoholunfälle zum ersten Mal seit 1999, obwohl die Verkehrsdichte zunahm.
MSNBC News, Original          (Quelle: Marin Institute News Digest)
14.08.2004

Die EU veröffentlichte früher erstellte Dokumente: Partnerships for Health in Europe." engl., pdf Arbeitspapier von 2002 und die Gesundheits Strategie 2000-2006, deutsch

Im Arbeitspapier heisst es S. 25 unter Vorgeschlagenen Aktionen: Analyse possible common approaches to key health determinants, in particular on tobacco and alcohol (Analysieren von gemeinsamem möglichen Vorgehen bei massgeblichen Gesundheitsfaktoren, speziell bei Tabak und Alkohol.

13.08.2004 Der neue Präsident der EU- Kommission hat die Ressorts den neuen Kommissären zugeteilt.  Das EU-Parlament beschliesst am 1.11.04  Mitteilung der EU Das Ressort Gesundheit und Verbraucherschutz erhält der Zypriote Markos Kyprianou.  Er wird Nachfolger des Iren David Byrne. Es ist zu hoffen,  dass er dessen engagierte Arbeit ebenso weiterführt.
Fotos und Namen der neuen Kommission
12.08.2004 Namibia unternimmt Anstrengungen, um das Alkoholproblem einzudämmen.
Die Gesundheitsministerin hat eine Bewegung gegründet, die Koalition für verantwortungsbewusstes Trinken (CORD) um das Trinkverhalten der Bevölkerung zu beeinflussen. (Quelle: Marin Institute News Digest)      
Kommentar: Die Alkoholindustrie ist darin massgeblich vertreten, was in Bezug auf den Erfolg nicht gerade zuversichtlich stimmt.
12.08.2004 Der französische Gesundheitsminister will dafür sorgen, dass Etiketten von ....  Nur einen Tag nach der Meldung aus Lille (siehe letzter Text) reagiert die französische Regierung. Weinexporte nach den USA tragen den Warnhinweis bereits. Auch eine Präventionskampagne soll folgen. (Quelle: Marin Institute News Digest)   Artikel auf englisch
12.08.2004 Ein französischer Staatsanwalt in Lille prüft ein Klage gegen den Staat und die Alkoholindustrie.  Es geht um die Alkoholschäden beim ungeborenen Kind.
6000 Kinder werden in Frankreich jährlich mit Alkoholschäden geboren. Schwangere würden nicht vor dem Alkoholkonsum gewarnt.
Original text UPI
(Quelle: Marin Institute News Digest)
12.08.2004 Guter Artikel über die jetzige Alkoholproblematik in England. (Quelle: Marin Institute News Digest) Fakten: Sozialkosten 35 Mia.$/Jahr. Pro Kopf-Konsum seit 1951 fast verdoppelt. Der Konsum junger Frauen seit 1992 66% höher auf 12.6 Drinks pro Woche. Leberzirrhose-Tote seit 1950 mehr als verfünffacht.
Full text (free inscription necessary)
12.08.2004 Die Duma, das russische Parlament behandelte am 5.8.04 die Einschränkung der Bierreklame am TV. Hauptbeweggrund dafür ist die besorgniserregende Zunahme der Zahl alkoholabhängiger Kinder.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Full text (free inscription necessary) (englisch)
02.08.2004 Das deutsche Gesundheits- Ministerium meldet, dass ab heute die Alkopop-Steuer wirkt. Die Sondersteuer wird für Alkohol-Prävention verwendet. Die Steuer beträgt 80 - 90 Cent pro Flasche, je nach Grösse und Gehalt. Die Länder werden aufgerufen, die Kontrollen zu verstärken. Eine neue Broschüre ist erhältlich.  Pressemitteilung

List of English texts

German text

English translation

Im Kongress soll ein Gesetz eingebracht werden, das u.a. die Installation von lebensrettenden elektronischen Technologien in Restaurants, Bars, Detailläden und andern Verkaufsstellen vorsieht, mit denen das Alter überprüft werden kann. (Quelle: Marin Institute News Digest) America's Partners to Prevent Underage Drinking (AP), a campaign of the International Institute for Alcohol Awareness (IIAA), will introduce the newest, most effective weapon in the battle to save lives by preventing underage drinking at the U.S. Justice Department's underage drinking prevention conference entitled "Recognizing Our Collective Responsibility: Kicking Things Up a Notch" from Aug. 25-28, 2004 in San Diego and push in Congress for legislation aimed at combating the crisis of underage drinking. 
Diese Woche versammeln sich gegen 1000 Fachleute in San Diego, um die Umsetzung der Empfehlungen des "National Academy report" zu besprechen.  This week, nearly 1,000 prevention advocates and alcohol law enforcement officers are meeting at a conference in San Diego to promote the recommendations from the National Academy report.
The New York Times, 8/25, 2004
(Source: Marin Institute News Digest)
Die rechtsbürgerliche französische Regierung hat eine Ergänzung des Gesetzes für die Volksgesundheit durchgedrückt, das per 1.1.05 eine Verdoppelung der Steuern auf Alcopops vorsieht. Die Änderung weitet nun den Begriff Alcopop aus, um der Umgehung der Steuern vorzubeugen.
Internationales Gesetzestext

France to increase tax on alcopops
Sunday Herald, Scotland, August 15, 2004
France is leading a European fightback against the alcopop.
Alarmed by the rapid inroads made by pre-mixed alcoholic cocktails in many neighbouring countries, President Jacques Chirac’s centre-right government has pushed through an amendment to its public health bill which will double the tax on all sales from January. The amendment widens the definition of alcopops to prevent avoidance of the tax.  Full text of bill (French)

Die EU veröffentlichte früher erstellte Dokumente: "Partnerschaft für Gesundheit in Europa" Arbeitspapier von 2002 und die "Gesundheits-Strategie 2000-2006" The EU published a "Non Paper" from 2002: "Partnerships for Health in Europe." Actions on alcohol proposed on page 25/30, pdf.
Based on the Health Strategy 2000-2006
In den USA sank die Zahl der Toten und Verletzten auf den Autobahnen 2003, vor allem dank häufigerer Benutzung der Gurten und geringerer Zahl von alkoholbedingten Unfällen. Death, injury rates on U.S. highways drop in ’03
MSNBC News, Original The Associated Press, August 10, 2004. Due to better use of belts and a decrease in accidents involving drunken drivers, for the first time since 1999. 
Der neue Präsident der EU- Kommission hat die Ressorts den neuen Kommissären zugeteilt. Das EU-Parlament beschliesst am 1.11.04   EU-President-designate Barroso unveils his team. The parialment will decide on Nov. 11, 2004. Commissionar for Health and Consumer Protection will be Markos Kyprianou from Cyprus.
EU-Information               Names and Photos of new Commission
Namibia unternimmt Anstrengungen, um das Alkoholproblem einzudämmen.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
NAMIBIA has started to curb drinking, which drains the country of millions of dollars, destroys family relationships, harms children's upbringing and accelerates the spread of HIV/AIDS, etc. Full text
Comment: In the new coalition for responsible drinking the alcohol industry plays an important role. That means not much hope.
Der französische Gesundheitsminister will dafür sorgen, dass Etiketten von alkoholischen Getränken einen Warnhinweis erhalten. Only one day after the news from Lille, France, the French minister of Health announced to introduce warning labels on alcoholic beverages and a prevention campaign aimed at pregnant women and adolescents.  Arti
Ein französischer Staatsanwalt in Lille prüft ein Klage gegen den Staat und die Alkoholindustrie. France probes alcohol damage to unborn
Original text UPI
 (Quelle: Marin Institute News Digest)
Guter Artikel über die jetzige Alkoholproblematik in England. (Quelle: Marin Institute News Digest) British struggle against increased public drinking.
Full text (free inscription necessary)
Die Duma, das russische Parlament behandelte am 5.8.04 die Einschränkung der Bierreklame am Fernsehen. Russia restricts TV beer ads to curb growing army of child alcoholics
Full text (free inscription necessary)  

Forschungsergebnisse

Datum Thema (Link)
02.08.2004 Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen (ESPAD) aus Schweizer Sicht

Dossier Alcopops

18.08.2004 Internationales Die rechtsbürgerliche französische Regierung hat eine Ergänzung des Gesetzes für die Volksgesundheit durchgedrückt, das per 1.1.05 eine Verdoppelung der Steuern auf Alcopops vorsieht. Der Begriff Alcopops wird ausgeweitet, um Umgehungen zu verhindern.

Dossier Suchtmittelwerbung

24.08.2004 Aktuell Am 17.6.04 hat NR P. Vollmer ein Postulat im Nationalrat eingereicht betr. versteckter Alkohol-Werbung im Fernsehen.
12.08.2004 International Die Duma, das russische Parlament will die Bierreklame am Fernsehen einschränken. (5.8.04)

Parlamentsdebatten

Kantonsrat SH

(Quelle: 

(Basler Zeitung)

30.08.2004 Der Schaffhauser Kantonsrat hat die Öffnungszeiten für Bars und Restaurants neu auf 5.00 Uhr festgelegt, wenn sich diese an gewisse Auflagen halten. Die Bewilligungen sind befristet auf 6 Monate. ....
Kommentar: Es wird also angenommen, die Gäste seien um fünf so müde und voll, dass sie nicht mehr aggressiv und laut sind. Dass zusätzlicher Alkoholkonsum damit .... 
Duma, das russische Parlament 12.08.2004 Am 5.8.04 behandelte die Duma ein Gesetz zur Einschränkung der Bierreklame am Fernsehen. 
Full text (free inscription necessary)
 

Leserbriefe

Link Datum Thema Veröffentlicht in   ((noch) nicht veröffentlicht) Datum/Nr.
Leserbrief 27.08.04 Die Hicks-Society. Das schweiz. Alkoholproblem (DIE WELTWOCHE)
Leserbrief 24.08.04 Alcopopsteuer in Deutschland, Biersteuer in Russland, Werbeeinschränkungen (DIE WELT.de online)
Leserbrief 18.08.04 ESPAD-Studie, erschreckender Befund (Zürcher Oberländer) online
Leserbrief 16.08.04 SVP gegen Heroinabgabe, Suchtpolitik Tages-Anzeiger 19.08.04
Leserbrief 11.08.04 Neue Polizeistunde "light" im Kt.  Basel-Stadt gepl. Basler Zeitung  13.08.04


Hinweise für Unterrichtende

Die Wirksamkeit der schulischen Prävention

Gemäss letzter Studien (Babor u.a.: "No ordinary Commodity") ist die Schulprävention praktisch wirkungslos, was den Einfluss auf die Konsummenge angeht. Siehe auch oben unter "Grundsätzliches". Trotzdem kann sie sinnvoll sein als kritische Auseinandersetzung mit unserer Gesellschaft. Allerdings muss die Lehrperson in ihrem Konsumverhalten selber glaubwürding und von den Schülern akzeptiert sein.

Projekt-Idee

Argumente, die für das Projekt sprechen:

Zitat aus dem Tages-Anzeiger vom 30.8.04 "Wie man Bundesgenossen verprellt" von Hans-Peter Bieri:

"...die Schweiz ist, um es nochmals zu sagen, ein Land des politischen Kuhhandels."
Kommentar: Das könnte der Realisierung dieses Projekts förderlich sein.



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Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

Parlamentsdebatten

Zitatensammlung

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Forschungsergebnisse

Archiv

English Texts      

Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

Geschichten

Interventionen

Wir über uns

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Stand: 30.12.2008