www.alkoholpolitik.ch - Newsletter - April/Mai 2004

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Aktuell                                                                   

Datum Thema Kommentar
09.05.2004 Die Aktion "nez-rouge" verliert ihren Hauptsponsor, berichtet der Tages-Anzeiger online Der Fonds für Verkehrssicherheit hat das Gesuch um einen Unterstützungsbeitrag von 150’000 Franken für 2004/2005 abgelehnt. Die Aktion wirke nicht präventiv, im Gegenteil. Nez Rouge wird dagegen rekurrieren. 
Kommentar: Die Argumentation ist verständlich. Auch hat der Fonds andern Vereinen, die präventiv wirken, den Hahn zugedreht. 
08.05.04 Das Programm der Sommersession der Eidg. Räte ist erschienen. Im NR: 14.6.04, 14.30-19.00: Änderung des                 Betäubungsmittelgesetzes
            18.6.04, 8.00-11.00: Parl.Init. Aufhebung des Absinthverbotes im Gesetz
Im SR:  9.6.04, 8-11.30: Parl.Init. Hegetschweiler: Ladenöffnungszeiten in Zentren des öffentlichen Verkehrs
08.05.04 Die Parlamentarische Staatssekretärin und Drogenbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, hat sich in Bern mit Bundesrat Pascal Couchepin getroffen.

Deutsche Pressemitteilung

Anlass des Treffens war ein Informationsaustausch zu gesundheits- und drogenpolitischen Themen, wie zum Beispiel Alkopops, Tabak- und Drogenkonsum, Gesundheitsförderung und grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung. Sie sind sich einig, dass die Prävention des Alkohol- und Tabakkonsums bei Jugendlichen Priorität hat. Dazu gehört insbesondere die Warnung vor süßen und aromatisierten alkoholischen Mixgetränken, den so genannten Alkopops. Jeder zweite Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren trinkt.

02.05.04 Als Gegenstück zur rechtslastigen Stiftung Avenir Suisse wurde "Denknetz" gegründet.

Das "Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft

Die Initianten kommen aus Wissenschaft und Forschung, aus Gewerkschaften, politischen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen sowie kritischen Zeitschriften und Verlagen. Zu ihnen gehören alt Bundesrätin Ruth Dreifuss und SGB-Präsident Paul Rechsteiner.
Tagung: Der neue Glanz der Gleichheit
30.04.04 Die Neue Zürcher Zeitung on-line veröffentlicht einen interessanten Kommentar zur Drogenpolitik.

"Drogenpolitik löst sich in Rauch auf"   


NZZ on-line

Kommentar: Deutlicher Hinweis auf die Rolle der generellen Drogenfreundlichkeit unserer Gesellschaft. Deshalb bleibt Drogenpolitik, die sich nur auf die Jugendlichen konzentriert, unglaubwürdig und somit aufklärende Prävention unwirksam. Leider tönt der Abschnitt über die Beschränkung der Erhältlichkeit ganz nach Alkohollobby; Angebotsverknappung wird mit den Erfahrungen mit der Prohibition (USA?) gleichgesetzt. Dabei sollte heute allen klar sein, dass nur damit ein messbarer Konsumrückgang erreicht werden kann. (Preis und Erhältlichkeit) Die Kosten/Nutzenschwelle muss dabei berücksichtigt werden.
29.04.2004 Die Rechnung der Eidgenöss. Alkoholverwaltung pro 2003 wurde veröffentlicht. Eidg. Alkoholverwaltung Geschäftsbericht 2003

(alter Link: www.eav.admin.ch/d/pdf/gb03.pdf)
28.04.04 Der Bundesrat setzte an der heutigen Sitzung die 0,5 Promillegrenze auf den 1.1.05 in Kraft Ebenso gibt es strengere Bestimmungen betr. andere Drogen am Steuer und für Wiederholungstäter

Artikel Tages-Anzeiger

15.04.2004 In einer Interpellation im Nationalrat wird angefragt, ob der Bundesrat die Steuern auf Spirituosen anheben wolle. In der Begründung werden eindeutig falsche Angaben gemacht. Z.B. sei trotz höherer Steuern der Alkoholkonsum in Skandinavien höher als bei uns. 
Interpellationstext vom 19.3.04
05.04.2004 Die Revision des Betäubungsmittelgesetzes erleidet einen Rückschlag
(Quelle: Tages-Anzeiger vom 2.4.04)
Die Gesundheitskommission des Nationalrates beantragt mit 13:12 Stimmen dem Nationalrat, auf die Revision nicht einzutreten. Folgt dieser seiner Kommission in der Maisession, ist die Entkriminalisierung des Cannabis-Konsums gescheitert.
31.03.2004 Neue Gestaltung des Tages-Anzeigers ab 30.3.04 mit einer neuen "Analyse-Seite" Zitat: "Plattform für Debatten
In einer immer komplexer werdenden Welt steigt das Bedürfnis der Menschen nach Orientierung, nach Einordnung und dem Verstehen von Zusammenhängen." Sie möchten spannende Persönlichkeiten ins Rampenlicht rücken, wichtige Ereignisse und Problemstellungen analysieren, umstrittene Themen konträr behandeln. ...
Kommentar: Ob das Alkoholproblem wichtig genug ist?

Internationales   

Hier folgen in chronologischer Reihenfolge des Eingangs Neuigkeiten aus andern Ländern, die für die Schweiz auch interessant sein könnten.

Zeitpunkt Thema Beschreibung
10.05.2004 Die englische Regierung hat das seit 1998 erwartete Strategiepapier "The Alcohol Harm Reduction Strategy for England" am 15.3.04 herausgebracht.
Siehe "alcohol ALERT" 2004/1
Wie befürchtet, erweist es sich als Produkt einer engen Zusammenarbeit der Regierung mit der Alkoholindustrie. Weitere Untersuchungen werden in Aussicht gestellt, aber kaum konkrete Massnahmen in Angriff genommen. Der Zusammenhang des Gesamtkonsums mit der Schadenmenge und der Einfluss der Erhältlichkeit werden in Abrede gestellt.
10.05.2004 CSPI und MADD reagieren auf den Lobbying Blitz der Bierindustrie in USA mit Grossinserat und Flugblättern. Kürzlich wimmelte es im US Capitol von Repräsentanten der Bier Industrie, die ihre Generalversammlung abhielten und dazu ein grosse Lobbying-Aktion veranstalteten. Aktions-Aufruf (d/e)
08.05.04 Deutscher Bundestag verabschiedet „Gesetz zum Schutz junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums“ Sondersteuer auf Alkopops und Kleinstverkaufsmengen für Zigaretten festgelegt.
Inkraftsetzung auf 1.7.04 (Der Bundestag ist nicht zustimmungspflichtig)
08.05.04 Eine neue Studie zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung eine Erhöhung der staatlichen Alkoholsteuern unterstützt.  Die am 4.5.04 veröffentlichte Studie der American Medical Association Office of Alcohol and Other Drug Abuse zeigt, dass 90% der Bevölkerung über den Alkoholkonsum von Jugendlichen und Minderjährigen besorgt ist und im Verhältnis von 2:1 eine Erhöhung der Alkoholsteuern zu Gunsten von Präventionsprogrammen unterstützen.
Ganzer Zeitungsartikel
08.05.04 Kontrollen übers Wochenende in Douglas und Sarpy counties in Nebraska, USA bei 273 Geschäften fanden die bisher geringste Zahl von Alkoholverkäufen an unter 21-Jährige.
(Quelle: Marin Institut News Digest)
Gerade 9,5% der Betriebe verkauften an Minderjährige während der Kontrollen im Rahmen des Projekts Extra Mile. Dieser erreichte Fortschritt ist gewaltig. 8 Vollzugs-Agenturen im Omaha Metro Gebiet und 19 junge Erwachsene waren an den Kontrollen beteiligt. 98% der Betriebe prüften Identität und Alter der jungen Käufer. 42% der fehlbaren Geschäfte überprüften das Alter nicht, 58% überprüften das Alter und verkauften trotzdem.
See full text of article
08.05.04 Paul Evans, Boston's Polizeikommissär konnte mit Erfolg das Trinken von Minderjährigen reduzieren, indem er eine Politik der "alkoholfreien Zonen" und "Party-Patrouillen" einführte.  Im Jahrzehnt seines Wirkens wurde die Mordrate seiner Stadt um Zweidrittel gesenkt. Er arbeitete eng mit den Universitäten zusammen.

Bericht: TIMES ONLINE (Quelle: Marine Institute News Digest)

08.05.04 In den Parlamenten verschiedener Staaten der USA wird über die Erhöhung der Alkoholsteuern verhandelt.

Washington Report April 04

Z.B. in Connecticut +10%; in Kentucky Ersatz der Alkoholsteuern durch eine erhöhte Umsatzsteuer auf allen Getränken, dadurch würden die Steuern bei Preiserhöhungen ebenfalls ansteigen; in Michigan wurde die Erhöhung von 64 auf 75% abgelehnt; in Maryland, Hawaii, Iowa, Missouri und New Mexico befinden sich Vorlagen in den Kommissionen. In Maryland steht eine Verdreifachung der Steuern zur Diskussion.
01.05.04 Die Los Angeles Times, CA schrieb am 25.4.04, die meisten im Staat Kalifornien erwarteten eine Steuererhöhung. Vier Jahre nacheinander erlebt der Staat Kalifornien eine Budgetkrise. Die meisten Kalifornier unterstützen nun Steuererhöhungen. 80% unterstützen eine Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuern.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
01.05.04 Eine Studie unterstützt die Bestrebungen, gegen die 116 Mia.$-Alkoholindustrie in USA gerichtlich vorzugehen, weil sich deren Marketing auch an Minderjährige richtet. Die Studie des Center on Alcohol Marketing and Youth (CAMY), die kürzlich vom Georgetown University's Center on Alcohol Marketing and Youth vorgestellt wurde, sagt,dass die Alkohol-Industrie im Jahr 2002 mehr als $990 Mio. für Fernsehreklame ausgab, die vom Publikum im Alter von 12 bis 20 gesehen wurde.  Siehe auch Seite Forschungsergebnisse
Washington Times (Quelle: Marin Institute News Digest)
24.04.04

 

Das staatliche Komitee für Regierungs-Organisation in San Francisco lehnte ein Gesetz ab, das die Öffnungszeiten für Bars und  Restaurants von 02.00 auf 04.00 Uhr verlängern sollte.  Dem Gesetz wurde mit 12:5 Stimmen die Unterstützung verweigert; damit sollte es chancenlos sein. Gegner argumentierten, dass die Verlängerung grössere medizinische und Sicherheitskosten bringen würden, die höher wären als der Nutzen für den Staat. 
(Quelle: Marin Institute News Digest/Independent Journal, CA, April 20, 2004)
24.04.04 Drogenbericht der deutschen Bundesregierung Maßnahmen gegen Alkoholkonsum bei Jugendlichen - Zahl der Drogentoten auf tiefstem Stand seit 1989
Pressemitteilung
15.04.04 Im führenden Wissenschaftsmagazin "Nature" erschien am 8.4.04 ein grosser Artikel über die gesundheitliche Bedeutung der alkoholischen Getränke Volksgesundheit: Der Dämon Alkohol. In unserer Presse erschienen in den letzten Tagen kurze Artikel, die sich hier orientierten. Die wichtigen Stellen liessen sie meistens aus.
Kurz: Nur eine kleine Gruppe kann vom positiven Effekt fürs Herz profitieren. Das zu kommunizieren ist kaum möglich. Die Politiker versagen, obwohl die Mittel vorhanden wären, die Schäden einzudämmen.  Hier der Originalartikel der auf Untersuchungen von Prof. J. Rehm, Zürich, basiert.
14.04.2004 Im amerikanischen Repräsentantenhaus wurde am 25.3.04 die Resolution Nr. 575 eingebracht.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Darin wird die National Collegiate Athletic Association (NCAA) aufgerufen, mit jedweder Alkoholwerbung während Radio- und Fernsehsendungen über College-Sportsanlässe aufzuhören. 

See the Campaign for Alcohol-Free Sports TV
10.04.2004

 

15.04.04

Im Mai findet die 57.  Generalversammlung der WHO statt (Quelle: The Ottawa Citizen/fasae)
Resolutionstext
Zum ersten Mal in 20 Jahren steht das Thema Alkohol auf der Traktandenliste. Kanada und 4 andere Mitgliedsländer haben eine Resolution eingebracht, dass Alkoholwerbung mit einem Hinweis zum Gesundheitsrisiko versehen werden soll. Grundlagenreport  A57/11 des Sekretariats (engl. 5 S. pdf)
10.04.2004 Das amerikanische Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau (TTB) hat eine öffentliche Erklärung und vorübergehende Regeln herausgegeben. (Quelle: The Center for Science in the Public Interest, Washington, DC) Es geht um die Werbung und Etikettierung mit Angaben von Kalorien und Gehalt an Kohlehydraten in alkoholischen Getränken. TTB will vermeiden, dass die Alkoholindustrie mit dem tiefen Kohlehydrat-Anteil ihrer Getränke als Teil einer gesundheitsfördernden Diät oder einer Abmagerungskur wirbt, wie es in den letzten Monaten viele Brauer und Schnapsproduzenten getan haben.
TTB Press Release:    TTB Ruling 2004-1:     (Übersetzung auf Wunsch zustellbar)
10.04.2004 Die deutsche Staatssekretärin und Drogenbeauftragte besuchte die Schweiz

Marion Caspers-Merk, hat sich in Bern mit Bundesrat Pascal Couchepin zum Informationsaustausch zu gesundheits- und drogenpolitischen Themen, wie zum Beispiel Alkopops, Tabak- und Drogenkonsum, Gesundheitsförderung und grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung getroffen. 

06.04.2004 Das Departement zur Kontrolle alkoholischer Getränke in Kalifornien startet im April, dem Alkohol-Bewusstsein-Monat, ein Programm, das helfen soll, die Jugend nüchterner zu machen und Alkoholhändler einzuschüchtern. Wenn bei jugendlichen (unter 21) Beteiligten eines Unfalles ein Zusammenhang mit Alkohol gefunden wird, werden staatliche Untersuchungsbeamte aktiv, die nachforschen, wo der Alkohol illegal an die Jugendlichen verkauft wurde. Erweist sich ein lizenziertes Geschäft als überführt, den Alkohol an Minderjährige verkauft zu haben, wird die Lizenz auf Zeit oder endgültig entzogen.
(Quelle: Marin Institur News Digest)
01.04.2004 Am 4. Juli, dem amerikan. Unabhängigkeitstag, wird an den städtischen Stränden von San Diego, Kalif., eine Menge Leute erwartet, die dem Alkohol frönen werden.
(Quelle: Marin Institute News Digest) 
Eine Gruppe von Einwohnern verlangt nun ein Alkoholverbot an diesen Stränden an diesem Tag. Sie erwarten Krawalle. Einige Gemeinden wehren sich aber dagegen. Letztes Jahr zählte die Polizei 289'000 Menschen. Sie nahm 14 Verhaftungen vor und verhängte 552 Bussen wegen Vergehen im Zusammenhang mit Alkohol. Es sei der strengste Tag im Jahr für sie.
Originalartikel

Zitate    


    Für Leserinnen und Leser mit Sinn für Ironie:

Auszüge aus: "Alkoholpolitik für Ahnungslose" (mit freundlicher Genehmigung) von Frank Lindemann, Neuland-Verlag, Hamburg  (Die bisherigen werden im Archiv aufbewahrt.)

Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol: Statistische Grösse, mit der sich die sozialen und wirtschaftlichen Folgen näherungsweise ermitteln lassen. Als Faustregel gilt: Verdoppelter Konsum vervierfacht Schäden (Exponentialfunktion). Länder mit Alkoholpolitik haben einen niedrigen (Skandinavien), Länder ohne einen hohen (Deutschland). Dort stagniert er seit Ende der 70er Jahre um 12 Liter.

Zitate für Normalverbraucher

Jean-Martin Büttner zitiert im Tages-Anzeiger vom 24.4.04 die Lausanner Soziologin Viviane Prats im Artikel "Sinnlos, immer dieselben Kiffer zu verzeigen": "Je mehr man mit Drogenproblemen zu tun habe, desto mehr wünsche man sich eine andere Politik."
Kommentar: Es rächt sich halt immer wieder, dass sich viele Drogenfachleute nicht mit Politik befassen und hoffen, andere holten die heissen Kastanien aus dem Feuer. Sie sehen auch die Drogenproblematik nur im Bereich der illegalen Drogen und merken nicht, dass unsere tabak- und alkoholgeschädigte Gesellschaft den Nährboden für die Nachfrage nach illegalen Drogen darstellt und den Konsum "legitimiert". 
Zuletzt noch:            
Daniel Bächtold in seinem Kommentar "Publizieren, was passt" im Tages-Anzeiger vom 27.4.04 zur Publikationspraxis der Pharmakonzerne, Hersteller von Antidepressiva: "Die Publikationspraxis ist besonders verwerflich, weil der Profit über die Gesundheit von jungen Menschen gestellt wird."
Kommentar: Sehr einverstanden. Nur lässt sich dasselbe von vielen, auch angesehenen, Presseerzeugnissen sagen, die den Profit über die Gesundheit ihrer Leser stellen und nicht genug Lifestyle-Reklame für den Alkoholmarkt bringen können, obwohl er ihnen an Inseraten gar nicht viel bringt. Auch ihr bei Feierstunden selbst hochgelobte Recherchier-Journalismus wagt es nicht, hinter die Kulissen zu schauen und Klartext zu schreiben.

Leserbriefe

Link Datum Thema Veröffentlicht in   ((noch) nicht veröffentlicht) Datum/Nr.
Leserbrief 30.04.04 Drogenpolitik löst sich in Rauch auf  (Neue Zürcher Zeitung Online) ?
Leserbrief 15.04.04 Problematik des Gesetzesvollzugs (Kosten) (Tages-Anzeiger) -

List of English texts

German text

English translation

Die englische Regierung hat ihre "Alcohol Harm Reduction Strategie for England" herausgebracht. The British Governmet has finally published "the Alcohol Harm Reduction Strategy for England on March 15, 2004.
See "alcohol ALERT" 2004/1
CSPI und MADD kontern die PR-Offensive der Bier Lobby und rufen zur Mithilfe auf.      Einzelheiten ***CSPI and MADD Counter Beer Industry Lobbying Blitz; Join Us!***
Details and links
Eine neue Studie zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung eine Erhöhung der staatlichen Alkoholsteuern unterstützt.  Americans overwhelmingly support increase in State Alcohol Taxes; new poll shows voters want to use funds for health-related, other programs
U.S. Newswire, DC, May 4, 2004
Kontrollen übers Wochenende in Douglas und Sarpy counties in Nebraska, USA bei 273 Geschäften fanden die bisher geringste Zahl von Alkoholverkäufen an unter 21-Jährige. Alcohol Checks Yield Best Results Ever
Omaha Channel.com, NE, May 3, 2004
OMAHA, Neb. -- A weekend check of 273 businesses found the fewest number ever selling alcohol to minors.
See full text of article
Burlington,MA, USA plant für ein alkoholfreies Wochenende als Massnahme gegen den Alkoholkonsum Minderjähriger. Burlington prepares for an alcohol-free weekend Community members will be asked to take a pledge to stay alcohol-free for the weekend lasting through May 2. 
Burlington Union online (Marin Institute News Digest)
Eine Studie liefert Material für ein gerichtliches Vorgehen gegen die Alkoholindustrie, deren Marketing sich auch an Minderjährige richtet. A study targeting the effect of the alcohol industry's television advertising on youth is adding fuel to lawsuits blaming underage drinking on the $116 billion alcohol industry.
The Washington Times    (Quelle: Marin Institute News Digest)
Das Komitee für Regierungsorganisation von San Francisco lehnte es ab, die Alkohol-Ausschankzeiten von 02.00 auf 04.00 Uhr zu verlängern. The Committee on Governmental Organization of San Francisco was considering a bill that would extend the closing time of drinking establishments in the city and county of San Francisco from 2 a.m. to 4 a.m. They voted 12-5 against moving the bill out of committee, effectively killing it.
An der 57. WHO Generalversammlung ist erstmals seit 20 Jahren das Thema Alkohol traktandiert. Kanada und 4 weitere Länder brachten eine Resolution ein. At the WHO General Assembly in May "Alcohol" will be on the agenda, for the first time in 20 years.
 
Resolution
Ein Artikel im renommierten Magazin "Nature" zeigt die Gefährlichkeit von Alkohol auf und wie die Politiker versagen.

Article in "Nature" am 8.4.04: Public health: The demon drink. Alcohol and tobacco are the dangerous twins of public health. But taking into account the social ill-effects and the acceptance in public, alcohol is even worse than tobacco.

Im amerikanischen Repräsentantenhaus wurde eine Resolution gegen Alkoholwerbung bei Radio- und TV-Sendungen von College-Sportsanlässen eingereicht. House Resolution in the House of Representatives, USA, calling upon the National Collegiate Athletic Association (NCAA) to end all alcohol advertising during radio and television broadcasts of college sporting events.
See the Campaign for Alcohol-Free Sports TV
Wir haben die Projekt-Idee wieder aufgeschaltet We have published our Project-Idea again.
Das Departement zur Kontrolle alkoholischer Getränke in Kalifornien startet im April, dem Alkohol-Bewusstsein-Monat, ein Programm, das helfen soll, die Jugend nüchterner zu machen und Alkoholhändler einzuschüchtern. To raise the visibility of Alcohol Awareness Month in April, the Department of Alcoholic Beverage Control is rolling out a new program that could help sober California's youth by scaring alcohol vendors and making drinks very hard to come by.
See full text of article
Einwohner von San Diego verlangen am Unabhängigkeitstag ein Alkoholverbot an den städtischen Stränden. Sail Bay residents want the city to ban alcohol on all city of San Diego beaches on the Fourth of July, but some beach communities oppose the prohibition.
Original Article

Forschungsergebnisse

Datum Thema (Link)
09.05.2004 Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum (Tabakmonitoring)
09.05.2004 The Limited Relevance of Drug Policy: Cannabis in Amsterdam and in San Francisco
01.05.2004 Television, Alcohol Ads and Youth in 2002 (CAMY, 1.5.04)

Veranstaltungen

July 12, 2004

Integrity in Science

Corporate and Political Influence on Science-Based Policymaking

 Washington DC

Details und Anmeldung

Learn how corporate-funded science is being wielded to frustrate regulation, thwart
research on health risks, corrupt evidence-based medicine, suppress information about
toxic products, and falsely reassure the public about product safety. Learn more about
the latest political and corporate manipulation of the federal scientific advisory process
and corporate harassment of scientists.

Dossier Absinth

08.05.04 Das Programm der Sommersession der Eidg. Räte ist erschienen. Im NR: 14.6.04, 14.30-19.00: Änderung des                 Betäubungsmittelgesetzes
            18.6.04, 8.00-11.00: Parl.Init. Aufhebung des Absinthverbotes im Gesetz
Im SR:  9.6.04, 8-11.30: Parl.Init. Hegetschweiler: Ladenöffnungszeiten in Zentren des öffentlichen Verkehrs

Dossier Alcopops

08.05.04 Deutscher Bundestag verabschiedet „Gesetz zum Schutz junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums“ Sondersteuer auf Alkopops und Kleinstverkaufsmengen für Zigaretten festgelegt.
Inkraftsetzung auf 1.7.04 (Der Bundestag ist nicht zustimmungspflichtig)
Pressemitteilung

Dossier Suchtmittelwerbung

01.05.04 Eine Studie unterstützt die Bestrebungen, gegen die 116 Mia.$-Alkoholindustrie in USA gerichtlich vorzugehen, weil sich deren Marketing auch an Minderjährige richtet. Die Studie des Center on Alcohol Marketing and Youth (CAMY), die kürzlich vom Georgetown University's Center on Alcohol Marketing and Youth vorgestellt wurde, sagt,dass die Alkohol-Industrie im Jahr 2002 mehr als $990 Mio. für Fernsehreklame ausgab, die vom Publikum im Alter von 12 bis 20 gesehen wurde.  Siehe auch Seite Forschungsergebnisse
Washington Times (Quelle: Marin Institute News Digest)
14.04.2004 Im amerikanischen Repräsentantenhaus wurde am 25.3.04 die Resolution Nr. 575 eingebracht.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Darin wird die National Collegiate Athletic Association (NCAA) aufgerufen, mit jedweder Alkoholwerbung während Radio- und Fernsehsendungen über College-Sportsanlässe aufzuhören. 

See the Campaign for Alcohol-Free Sports TV

Parlamentsdebatten

Kantonsrat ZH 26.04.2004 Der Zürcher Kantonsrat beschloss heute, dass Bahnhof- und Tankstellenshops an Sonntagen mit dem vollen Sortiment geöffnet haben dürfen.
Kommentar: Das dürfte den Alkoholkonsum, vor allem bei Jugendlichen, erneut steigern. Ob der Kantonsrat auch die nötigen Mittel bewilligt, damit die nötigen Kontrollen durchgeführt werden können?
Kantonsrat ZH 06.04.2004 Die Zürcher Regierung will im neuen Gesundheitsgesetz ein Werbeverbot für alle Suchtmittel auf öffentlichem Grund sowie auf einsehbarem Privatgrund einbauen. Die Gesundheitsdirektorin will auch prüfen, ob das Verbot auf öffentliche Veranstaltungen, wie Kinos, ausgedehnt werden kann. Alle Parteien, bis auf die SVP, unterstützten an der gestrigen Sitzung das Vorhaben. 
Kommentar: Mit KR Amstutz, EVP, der sich über die Realisierung skeptisch äusserte, muss man sich fragen, ob dieses Werbeverbot je realisert werden wird, hat das Gesundheitsgesetz doch schon verschiedene Anläufe hinter sich, und die Alkohollobby wird alles versuchen, das Werbeverbot zu hintertreiben. Schön wärs natürlich, ein Meilenstein!     (Quelle: Bericht Tages-Anzeiger vom 6.4.04; Bericht  NZZ
Kantonsrat ZH 05.04.2004 Der Regierungsrat beantwortete eine Anfrage von KR Thomas Hardegger und Erika Ziltener (SP), die Auskunft wünschten, ob Prof. Dr. F. Gutzwiller, Leiter des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin an der Uni Zürich, diese Aufgabe noch wahrnehmen könne in Anbetracht seiner vielen Nebenbeschäftigungen. Die Regierung bezweifelt dies. Prof. Gutzwiller reagierte erstaunt.
Text der Anfrage          (Quelle: Bericht im Tages-Anzeiger v. 5.4.04)

Projekt-Idee (Überarbeitet)

Noch nie war die Zeit reifer:  
Zur wünschbaren Realisierung eines Projektes mit grossen Vorteilen für fast alle.  

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Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Stand: 30.12.2008