Leserbrief

16.12.2004            veröffentlicht: --

 

Redaktion FACTS
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Leserbrief zu „Eine Schnaps-Idee“ vom 16.12.2004

Ihre Berichterstattung zur neuen Promillegrenze ist gelinde gesagt widersprüchlich. Mit dem reisserischen Titelblatt, das als ganzseitiges Inserat weite Verbreitung findet, bestärken Sie die notorisch Uneinsichtigen im Parlament und am Steuer. Im Artikel selber, den viele nicht zu lesen bekommen, orientieren Sie korrekt über den Pferdefuss des neuen Gesetzes, dass nämlich die Durchsetzung durch die Polizei auch finanziert werden muss. 

Die Parlamente aller Stufen müssten einsehen, dass gleichzeitig mit dem Erlass neuer Gesetze auch die nötigen Mittel gesprochen werden. Bei Bundesgesetzen, deren Vollzug bei den Kantonen liegt, dürfte eine Kostenteilung sinnvoll sein. Jedenfalls sollte es nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, dass die kantonalen Polizeistellen den Vollzug, d.h. vermehrte Kontrollen, verweigern, ohne dass ernsthaft über die Finanzierung verhandelt wird, wie es jetzt den Anschein hat.  

Die Polizeidirektionen haben bereits erreicht, dass die Inkraftsetzung um ein Jahr hinausgezögert wurde, jetzt sollten Sie sich schon etwas mehr bemühen, die Verkehrssicherheit zu verbessern. Allein schon mehr gezielte Kontrollen bei allgemein bekannten Alkohol-„Grosstankstellen“ mit grossen Parkplätzen würde die Abschreckung erhöhen und die Kassen so füllen, dass die Kontrolltätigkeit  sich selber finanzieren würde. Es sollte auch nicht der Eindruck entstehen, dass die Polizei mit dem Gastgewerbe unter einer Decke steckt. Dieses hat sich das Überangebot mit der Liberalisierung der Gastgewerbegesetze bekanntlich selber eingebrockt.  

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

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Stand: 30.12.2008