Leserbrief    

19.09.2003

mit freundlicher Kopier-Genehmigung des Autors

Erschienen im Tages-Anzeiger vom 15.9.2003

 

Leserbrief betr. "Schockbilder sollen Raucher stoppen" vom 9.9.03

TA-Überschrift: Abschreckung funktioniert nicht

Wann begreifen die Macher von Anti-Rauch-Kampagnen endlich, dass durch Schockbilder nichts erreicht wird? Man erinnere sich an die erfolglose Kampagne im Fernsehen in den 70er-Jahren. Auch Verbote (Verkauf an Jugendliche) und Warnungen auf Zigarettenschachteln haben eher einen kontraproduktiven Trotzeffekt zur Folge. Dass Rauchen schädlich ist, ist unbestreitbar. Mir ist aber kein Fall bekannt, dass ein Raucher im Nikotinrausch sein Gehirn zerstört hat, schwere Autounfälle verursacht hat, seine Familie finanziell zu Grunde gerichtet hat, seine Ehefrau zu Tode geprügelt hat oder gar die ganze Familie ausgelöscht hat. Tragödien, die man über Alkoholiker fast täglich in den Medien mitbekommt. 

Wenn schon Schockbilder von Raucherlungen und sterbenden Krebskranken auf jeder Packung Zigaretten, so sollte man auch auf jede Flasche Bier, Wein, und Spirituosen entsprechende Schockbilder aufdrucken. Nebenbei: Kein Exponent des öffentlichen Lebens lässt sich mit einer brennenden Zigarette ablichten, aber jederzeit und bei jedem Anlass mit einem mit der Droge Nr. 1 gefülltem Glas in der Hand.

                                                                Josef Pfeifer, Therwil

 

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Stand: 30.12.2008