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Unlautere Geschäftspraktiken: EU-Kommission begrüßt Zustimmung des Parlaments zur neuen Rechtsvorschrift

Markos Kyprianou, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar, begrüßte die heutige Zustimmung des Europäischen Parlaments zu einer neuen EU-Rechtsvorschrift zum Verbot aggressiver Geschäftspraktiken und irreführender Werbung. Die neue Vorschrift zur Harmonisierung der Bestimmungen der Mitgliedstaaten in Bezug auf unlautere Geschäftspraktiken hatte die Kommission im Juni 2003 vorgeschlagen (siehe IP/03/857). Sie wird die Rechte der Verbraucher klarer fassen und den grenzüberschreitenden Handel durch gemeinsame, EU-weite Bestimmungen gegen aggressives und irreführendes Marketing im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern erleichtern. Damit haben die Verbraucher überall – ob beim Einkauf im Laden um die Ecke oder auf einer Website aus einem anderen Mitgliedstaat – denselben Schutz gegen „harte“ Geschäftspraktiken und unseriöse Geschäftemacher. Unternehmen, die die Regeln einhalten, werden in allen EU-Mitgliedstaaten tätig sein können. Nach unabhängigen Wirtschaftsstudien wird die neue Rechtsvorschrift die Auswahl für den Verbraucher erweitern, den Wettbewerb anregen und für kleine und mittlere Unternehmen in Europa den Horizont erweitern. Der Text dürfte vom Rat in den kommenden Wochen formell verabschiedet werden und sollte ab 2007 EU-weit gelten.

„Dies bedeutet einen großen Schritt vorwärts für die Verbraucher und die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Die Vorschrift stärkt den Schutz der Verbraucher in der gesamten Union und vereinfacht gleichzeitig das Regelungsumfeld für die Unternehmen“, so Markos Kyprianou, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Die Verbraucher werden die Vorteile des EU-Binnenmarktes nur nutzen, wenn wir sie davon überzeugen können, dass ihre Rechte geschützt sind. Verschiedene europaweite Umfragen belegen, dass unlautere Geschäftspraktiken das Vertrauen der Verbraucher untergraben, wenn sie nicht mit wirksamen Verbraucherschutzmaßnahmen angegangen werden (siehe Eurobarometer 57.2 und Flash Eurobarometer 128).

Ziel ist es, eine begrenzte Zahl „harter“ Praktiken festzulegen, die EU-weit untersagt werden. Dazu gehören:

* Aggressive Geschäftspraktiken
* Herbeiführen des Eindrucks, der Verbraucher könne den Verkaufsraum nicht verlassen,    ohne einen Kaufvertrag abgeschlossen zu haben.
* Persönliche Besuche in der Wohnung des Verbrauchers unter Nichtbeachtung der          Aufforderung durch den Verbraucher, die Wohnung zu verlassen oder nicht wieder zu     kommen.
* Irreführende Praktiken
* Behauptung, zu den Unterzeichnern eines Verhaltenskodex zu gehören, wenn dies nicht der Fall ist.
* Beschreibung des Produkts als „gratis“, „frei", „kostenlos“ oder ähnliches, wenn der Verbraucher irgendwelche Kosten außer den unvermeidlichen Kosten im Zusammenhang mit der Reaktion auf ein Angebot, mit der Abholung oder dem Versand des Produkts tragen muss. 

Weiterhin werden allgemeine Grundsätze festgelegt, nach denen entschieden werden kann, ob andere Geschäftspraktiken als unlauter verboten werden sollen. Testkriterium ist in meisten Fällen die Frage, ob eine Praxis das Verhalten eines „durchschnittlichen“ Verbrauchers in unfairer Weise beeinflussen würde; zusätzlich gibt es Bestimmungen, die besonders gefährdete Verbraucher schützen sollen.

Dadurch, dass die Rechtsvorschrift lediglich definiert, welche Praktiken verboten werden, und den Unternehmen nicht vorschreibt, wie sie ihr Geschäft betreiben sollen, lässt sie genügend Freiraum für Innovation und Entwicklung neuer, lauterer Geschäftspraktiken.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://europa.eu.int/comm/consumers/cons_int/safe_shop/fair_bus_pract/index_en.htm


 

Unfair commercial practices: Commission welcomes Parliament’s approval of new law

Markos Kyprianou, the European Commissioner for Health and Consumer Protection, has welcomed today’s vote by the European Parliament approving a new EU law to ban pressure selling and misleading marketing. The new legislation to harmonise Member States’ rules on unfair commercial practices was proposed by the Commission in June 2003 (see IP/03/857). It will clarify consumers' rights and facilitate cross-border trade by establishing common, EU-wide rules against aggressive or misleading business-to-consumer marketing. This will give consumers the same protection against sharp business practices and rogue traders whether they buy from the shop around the corner or from a website in another Member State. Companies who comply with the rules will be able to do business in all EU countries. Independent economic studies predict the new law will increase consumer choice, stimulate competition and enlarge the horizons of small and medium sized businesses in Europe. The law is expected to be formally endorsed by the Council of Ministers in the coming weeks and should be implemented EU-wide by 2007.

"This law marks a big step forward for consumers and for EU competitiveness. It boosts the protection consumers enjoy across the EU, while simplifying the regulatory environment for businesses" said Health and Consumer Protection Commissioner Markos Kyprianou.

Consumers need to be convinced that their rights will be protected if they are to take advantage of the potential benefits of the EU’s Internal Market. Several pan-European surveys confirm that unfair commercial practices undermine consumer confidence if they are not addressed by effective consumer protection (see e.g. Eurobarometer 57.2 and Flash Eurobarometer 128).

The law defines a limited range of "sharp practices" which are to be prohibited EU-wide. These include:

* “Pressure selling”
* Implying that the consumer cannot leave the shop until they sign a contract.
* Conducting personal visits to the consumer’s home and ignoring the consumer's request to leave or not to return.
* Misleading marketing
* Claiming to be a signatory to a code of conduct when the trader is not.

- Describing a product as “gratis”, “free”, “without charge” etc. if the consumer has to pay anything other than unavoidable delivery or collection costs.

It also lays down general principles which can be used to assess whether other types of practices should be prohibited as unfair. The key test, in most cases, is whether the practice would unfairly distort the behaviour of an ‘average’ consumer; though there are also provisions aimed at preventing exploitation of particularly vulnerable consumers.

By defining only what should be prohibited rather than telling firms how to go about their business, the law leaves room for business to innovate in developing new, fair commercial practices.

Further Information
For more details see:

http://europa.eu.int/comm/consumers/cons_int/safe_shop/fair_bus_pract/index_en.htm


                                                                          

 

 

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Stand: 30.12.2008