Forschungsergebnisse / Research results

06.01.2006  (forsch93.htm)
18.01.2006

 

Source/Quelle:

Join Together / BBC / AScribe The Public Interest Newswire

Authors/Verfasser:

Paul Gruenewald, University of Texas Prevention Research Center

Theme/Thema:

Alcohol Prices, Beverage Quality and the Demand for Alcohol: Quality Substitutions and Price Elasticities / Alkoholpreise, Getränkequalität und die Nachfrage nach Alkoholika

 

Link to Alcoholism: Clinical and Experimental Research (January issue, not yet online)

Link to BBC, 01/04/06 Article

Link to Join Together,01/04/06 (Abstract)

Link to AScribe The Public Interest Newswire

             

Raising Alcohol Prices Doesn't Always Cut Consumption (by Join Together, part)

Raising alcohol prices can be effective in lowering consumption, but not always, according to a new study from the University of Texas Prevention Research Center.

The BBC reported Jan. 4 that researchers tracked alcohol sales and prices in Sweden from 1984 and 1994 and concluded that some price hikes actually led to more consumption because drinkers switched to cheaper brands. For example, when prices in Sweden were raised across the board by 10 percent, alcohol sales fell 1.7 percent. But when price increases were weighted towards more expensive drinks, overall alcohol sales rose 2.8 percent. When the price of the cheapest drinks was raised, sales fell 4.2 percent.

"Our results show that higher alcohol prices may and may not cause reductions in alcohol sales and related problems," said study author Paul Gruenewald. "The same tax may have different impacts in different markets and with different distributions of prices." .....

Setting Minimum Prices for Alcohol: A More Effective Strategy to Reduce Drinking (by AScribe The Public Interest Newswire)

       BERKELEY, Calif., Jan. 3 (AScribe Newswire) -- Research has shown that increasing price is a promising approach to reducing alcohol consumption and related problems. However, a new study finds that price increases may not always have the intended effects on alcohol sales because the price and availability of alcohol can have a complex relationship to consumption. Instead, the most effective strategy may be the establishment of minimum prices for each type of alcoholic beverage.

Comment: The observations by the author are correct. But even more interesting would be to learn about the development of consumption measured in pure alcohol. The raise of sales of 2,8% (in Swedish crowns) could quite possibly mean a reduction of consumption in pure alcohol, which is a positive effect, also for the states income in taxes. Such a study should include the development of the consumption in pure alcohol; otherwise it is not much worthwhile and may lead to wrong consequences. By the way it seems, that such a small tax rise has very (or too) little results. 

This study gets even more importance in Switzerland, as just now the big tobacco multis are reducing prices on cigarettes as a result of a tax and price increase and reductions of prices by big retailers on their cheap own products. Also here minimum prices and tax increase must be the solution.

 

Deutsche Übersetzung von H.T. Meyer  

Die Erhöhung der Alkoholpreise reduziert nicht immer den Konsum (von Join Together, Ausschnitt)

Eine Erhöhung der Alkoholpreise kann wirksam den Konsum verringern, aber nicht immer, gemäss einer neuen Studie der University of Texas Prevention Research Center.

Die BBC berichtete am 4. Januar, dass Forscher Alkoholverkäufe und -Preise in Schweden von 1984 bis 1994 verfolgten und zum Ergebnis kamen, dass einige Preiserhöhungen tatsächlich zu einem Mehrkonsum führten, weil die Konsumenten zu billigeren Marken wechselten. zum Beispiel, wenn in Schweden die Preise generell um 10% angehoben wurden, fielen die Verkäufe um 1,7%. Aber wenn die Preiserhöhungen mehr auf die teureren Getränke verlagert wurden, stiegen die Gesamtverkäufe um 2,8%. Wenn der Preis der billigsten Getränke verteuert wurde, sanken die Verkäufe um 4,2%.

"Unsere Resultate zeigen, dass höhere Alkoholpreise zu Reduktionen der Alkoholverkäufe und diesbezüglichen Problemen führen können oder auch nicht," sagt der Studienautor Paul Gruenewald. "Die gleiche Steuer kann verschiedene Folgen haben in verschiedenen Märkten und mit verschiedener Verlagerung der Preise.".....

Festsetzung von minimalen Preisen für Alkoholika: Eine effektivere Strategie, um den Alkoholkonsum zu reduzieren. (Von AScribe The Public Interest Newswire)

BERKELEY, Calif., Jan. 3 (AScribe Newswire) -- Die Forschung hat gezeigt, dass Preiserhöhungen ein vielversprechender Weg sind, den Alkoholkonsum und damit verbundene Probleme zu reduzieren. Nun findet eine neue Studie, dass Preiserhöhungen nicht immer die angestrebten Auswirkungen auf die Alkoholverkäufe haben, weil der Preis und die Erhältlichkeit alkoholischer Getränke eine komplexe Beziehungen zum Konsum haben kann. 
Stattdessen könnte die Festlegung von minimalen Preisen für jeden Getränketyp die effektivste Strategie sein.

Kommentar:

Die Beobachtungen des Autors sind sicher korrekt. Interessant(er) wäre aber zu wissen, wie sich der Konsum in Prozent von reinem Alkohol entwickelt hat. So könnte der Anstieg von 2,8% der Verkäufe (in schwedischen Kronen) durchaus eine Reduzierung des Konsums in reinem Alkohol bewirkt haben und somit doch einen positiven Effekt bedeuten, auch für das staatliche Einkommen aus Steuern. Eine solche Studie sollte die Auswirkungen auf den Konsum in reinem Alkohol einschliessen; andernfalls ist sie ziemlich wertlos und führt eventuell zu falschen Schlüssen. Abgesehen davon haben solch geringe Steuererhöhungen doch eher (zu) kleine Auswirkungen.

Diese Studie erhält gerade jetzt noch mehr Bedeutung in der Schweiz, weil die grossen Tabakmultis gerade die Zigarettenpreise senken, nachdem die Steuern und Preise erhöht worden waren und die grossen Ladenketten die Preise auf ihren billigeren Eigenmarken gesenkt hatten. Auch hier müssten Mindestpreise und Steuern die Lösung sein.

 

 

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Stand: 23.12.2008