Source/Quelle: |
SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme |
Authors/Verfasser: |
Holger Schmid, SFA-Vizedirektor |
Theme/Thema: |
Sportliche Jugendliche sind öfter betrunken |
Link zu SFA-Artikel
Link zu Basler Zeitung online, 24.1.06
Link
zu Tages-Anzeiger
online, 24.1.06
Mathias Morgenthaler fasst die SFA-Studie in der "Standpunkte"-
Ausgabe 6/05 zusammen. Sie wurde im Auftrag der Eidgenössischen Sportkommission
erstellt. Dabei wurde im Rahmen einer Sonderauswertung der Schülerstudie HBSC
der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und gesundheitsrelevanten
Lebensstilen bei Jugendlichen erneut untersucht. Hier ein paar ausgewählte
Aussagen:
- Mehr als die Hälfte der Jugendlichen sind weder körperlich aktiv noch sportlich.
- Intensiv Sport treibende Jugendliche pflegen nicht in allen Bereichen einen gesunden Lebensstil.
-
Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Jugendlichen, die intensiv Sport
treiben, war schon mindestens vier Mal im
Leben betrunken.
- Gegenüber den weniger Sportlichen war das ein um 37% höheres Risiko.
-
Körperlich aktive Jugendliche (nicht Sportler) leben in Bezug auf Alkohol- und
Tabakkonsum gesünder als inaktive,
jene, die intensiv Sport treiben, rauchen mehr und
betrinken sich öfter.
Dazu unser Eintrag unter Aktuell 2001:
| 28.10.01
Okt.01 |
Schützt sportliche Aktivität im
Jugendalter vor Alkohol, Tabak und Drogenkonsum? (SFA-Information
Okt.01) Die SFA kommt in einer neuen Lang zeitstudie über 3 Jahre zum überraschenden
Ergebnis, dass Sporttreiben bei jungen Männern keinen präventiven Schutz
vor dem Substanzkonsum bedeutet. Gerade die Männersportarten erfüllen
eine ähnliche soziale Funktion wie der Konsum von Alkohol, Tabak und
Cannabis. "Junge Männer sind besonders in Mannschaftssportarten tätig,
da siegt und verliert man gemeinsam. Diese Identifizierung mit der Gruppe
kann sich auch auf den gemeinsamen Substanzkonsum ausdehnen".(Dr. H.
Schmid)
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Was hier einmal von der wissenschaftlichen Seite beleuchtet
wird, kennt der aufmerksame Betrachter der Sportszene schon lange.
Champagner und/oder Bierkisten in der Mannschaftsgarderobe sind auch dem
Fernsehzuschauer nicht unbekannt. Dass viele der Sportler auch in unteren
Ligen nachher noch motorisiert nach Hause fahren, ist ein weiteres trübes
Kapitel. Für einige wird es nach der Aktivzeit schwierig sein, diese
Konsumgewohnheit abzulegen, um nicht in eine Alkoholikerkarriere
hineinzuschlittern.
Drogenprävention in Sportvereinen ist deshalb sehr aktuell und wichtig. |
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Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
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