Forschungsergebnisse

18.11.2004 (forsch51.htm)

Quelle:

SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme

Verfasser

Holger Schmid, Jacques Gaume, Béatrice Annaheim, Emmanuel Kuntsche, Hervé Kuendig, Marina Delgrande Jordan

Thema:

Health Behaviour in School-aged Children
Gesundheitsverhalten von 11- bis 16jährigen SchülerInnen in der Schweiz - ein Projekt unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

 


SFA-Pressedienst 17. November 2004

 

Schweizer Jugendliche:

Exzessiver Suchtmittelkonsum nimmt zu

 

Die Anzahl Schweizer Teenager, die mit einem übermässigen Suchtmittel­konsum ihre Gesundheit gefährden, ist zwischen 1998 und 2002 um fast 10 Prozent angestiegen. Beim Kiffen nimmt unser Land im europäischen Vergleich gar eine Spitzenposition ein. Das zeigt die repräsentative Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA).

 

„Die Schweizer Jugendlichen trinken vermehrt über den Durst, sie kiffen mehr und ernähren sich ungesünder als früher“, erklärt Holger Schmid, Leiter der Schülerstudie „Health Behaviour in School-Aged Children (HBSC)“. Wie ein aktueller europäischer Vergleich zeigt, sind in anderen Ländern ähnliche Tendenzen festzustellen. Grossbritannien und die skandinavischen Länder ragen vor allem mit einem hohen Anteil sich betrinkender Jugendlicher heraus, während die Schweizer Jugendlichen umso kräftiger am Joint ziehen. Beim Kiffen liegt die Schweiz zusammen mit Grossbritannien und Spanien ganz vorne: Etwa jeder dritte 15-Jährige in diesen drei Ländern hat in den 12 Monaten vor der Untersuchung Cannabis konsumiert.

In der Studie wurden auch die Entwicklungstrends für die Schweiz untersucht. Tägliches Rauchen, wiederholte Trunkenheit und Cannabiskonsum gehören mit zu den Risikoverhaltensweisen, welche die Gesundheit Jugendlicher gefährden. Der Anteil Schweizer Schüler und Schülerinnen mit einem risikohaften Suchtmittel­konsum hat zwischen 1998 und 2002 um fast 10 Prozent zugenommen. „Solche Jugendliche sind gefährdet und brauchen dringend fachkundige Unterstützung – sei dies durch den Schulpsychologen bzw. -sozialarbeiter, die Hausärztin oder eine Suchtfachstelle“, betont Michel Graf, Direktor und Präventionsfachmann der SFA.

 

Die Vollversion dieses Pressetextes sowie den Bericht zur Studie finden Sie auf der Internetseite der SFA.

Vollversion Pressetext

Bericht zur Studie

   

 

Zeitungsartikel dazu online:    Basler Zeitung, 18.11.04

                                             Tages-Anzeiger, 18.11.04      

                                            

                                            Neue Zürcher Zeitung, 18.11.04

 

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Stand: 23.12.2008