Forschungsergebnisse

05.11.2004

Quelle:

Newsletter Infoset 5.11.04 / BAG

Verfasser

Diverse. Einleitung: Bernhard Meili

Thema:

Suchtforschung des BAG/Recherches de l’OFSP en matière de dépendances 1999–2001

 

Link zum pdf-Dokument: http://www.suchtundaids.bag.admin.ch/imperia/md/content/forschung/46.pdf

Kommentar: Dies ist eine Sammlung verschiedenster Untersuchungen, zu denen wir uns im Einzelnen zeitbedingt nicht äussern können. 

Bernhard Meili erwähnt in seinem Vorwort z.B. die Schwierigkeit des Wissenstransfers von der Forschung zum Politiker oder unter "Struktureller Prävention", dass nun schweizerische Untersuchungen über die Wirksamkeit von preislichen Massnahmen vorliegen, dass die allerdings wenig Interesse bei Politikern finden. Wenn er aber gegen Ende schreibt:

"Eine Gesellschaft lernt, mit Drogen umzugehen. Dies könnte als Kapitelüberschrift über weiteren
Beiträgen des vorliegenden Bandes stehen. Die
Schweiz hat offenbar gelernt – mehr oder weniger
vernünftig – mit so unterschiedlichem Risikoverhalten
wie Rauchen, Alkoholkonsum, Medikamentenkonsum,
aber auch mit ganz anderen Risiken wie Autofahren und Risikosportarten umzugehen. Wieso
sollte dies nicht auch in Bezug auf den Umgang mit
rage ich mich doch, wo dieser Lernprozess beim Alkoholproblem, dieses Umgehen können, sichtbar sein soll. Kaum sinkende Konsumzahlen, bei den Jugendlichen erschreckende Zunahmen, Politiker, die sich um die Forschungslage foutieren, nur wenn es nicht mehr anders geht, eine Alibiübung durchziehen, die eine mit Werbung verschmutzte Umwelt zulassen oder sogar noch stärker belasten, was die Prävention bei Jugendlichen immer unglaubwürdiger und umso nutzloser macht. Mit solch beruhigenden Tönen fühlt sich kaum ein Politiker, der vielleicht nur die Einleitung liest, verpflichtet, seine Haltung zu überdenken, geschweige denn zu handeln. Dabei wäre doch gerade die Aufgabe seines Bundesamtes, die Politiker mit den nationalen und internationalen Erkenntnissen der Wissenschaft und Präventionspraxis zu beunruhigen und nicht den Status quo zu feiern. Dazu besteht schon gar kein Grund.

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Stand: 23.12.2008