Quelle: |
06.09.2004 - (idw) Charité-Universitätsmedizin
Berlin www.uni-protokolle.de/Google News Alert |
Verfasser |
Interdisziplinären Arbeitsgruppe um Professor Dr. Andreas Heinz von der "Klinik für Psychiatrie" der Charité, Berlin |
Thema: |
Trockene Alkoholabhängige: die Wahrscheinlichkeit von Rückfällen sichtbar machen |
Die Rückfallquote in den Alkoholkonsum ist bei Alkoholabhängigen, die einen Entzug hinter sich haben, immer noch erschreckend hoch. Warum die einen trocken bleiben, die anderen aber erneut trinken, hängt unter anderem mit anatomischen und funktionellen Veränderungen im Gehirn zusammen. Je intensiver die Veränderungen im Vergleich zu Nicht-Trinkern sind, desto wahrscheinlicher ist es, daß trockene Alkoholabhängige rückfällig werden.
Bemerkung: Interessant ist auch, dass eine Art Suchtgedächtnis gebildet wird, eine Erinnerung daran, dass Trinken mit angenehmen Gefühlen verbunden war. Dieses wirkt auch nach dem Entzug. Es wird bereits bei visuellen Reizen, die mit dem Alkoholumfeld zu tun haben, aktiviert, z.B. beim Anblick von Alkoholreklame, Biergläsern, Flaschen oder Bierfässern. Dadurch kann ein Rückfall eingeleitet werden.
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