Quelle: |
Karolinska-Institut Stockholm, British Medical Journal, 10.8.2004; www.wissenschaft.de; Google News Alert |
Verfasser |
Tiia Anttila, PhD student, Eeva-Liisa Helkala, neuropsychologist, Matti Viitanen, professor, Ingemar Kåreholt, statistician, Laura Fratiglioni, professor, Bengt Winblad, professor, Hilkka Soininen, professor, Jaakko Tuomilehto, professor, Aulikki Nissinen, professor, Miia Kivipelto, researcher |
Thema: |
Alcohol
drinking in middle age and subsequent risk of mild cognitive impairment and |
http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/329/7465/539?ehom
British Medical Journal ![]()
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/244546.html Wissenschaft.de, Volltext der untenstehenden deutschen Einleitung:
Studie: Häufiger Konsum beeinträchtigt Denkvermögen im Alter
genauso wie Abstinenz
Häufiger Alkoholgenuss im mittleren Lebensalter vermindert die geistigen Fähigkeiten
im Alter. Auf diesen Zusammenhang deuten die Ergebnisse einer großen
statistischen Studie schwedischer und finnischer Wissenschaftler hin. Die
Forscher fanden ein deutlich erhöhtes Risiko für eine geistige Beeinträchtigung
im Alter sowohl bei den Teilnehmern, die in der Vergangenheit häufig getrunken
hatten, als auch bei denen, die überhaupt keinen Alkohol anrührten. Das
berichten Tiia Anttila vom Karolinska-Institut
in Stockholm und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift British
Medical Journal
(Bd. 329, S. 541). Ob jedoch tatsächlich der Alkohol der
entscheidende Faktor war oder ob eher die generellen Lebensumstände die
wichtigere Rolle spielen, können die Forscher noch nicht sagen.
Ausser dass starker Alkoholkonsum die geistige Leistungsfähigkeit später, d.h. im Alter vermindert, was ja selbstverständlich erscheint, wenn man weiss, dass der Alkohol Hirnzellen zerstört, bringt diese Studie kein Ergebnis heraus. Vor allem wenn man weiss, dass selbst organisierte Abstinente in Schweden Leichtbier mit 2,+ Volumen%-Alkohol als alkoholfrei betrachten und es ganz normal wie Nicht-Abstinente konsumieren. Nimmt man noch ehemalige Alkoholiker dazu, die zum Testzeitpunkt durchaus abstinent leben konnten, aber Langzeitschäden im Gehirn aufweisen können, wird diese Untersuchung zusätzlich fragwürdig. Dazu kommt, dass die Verfasser ihr Ergebnis selber mit Fragezeichen versehen. Leider wird dies die Presse kaum davon abhalten, nur die Einleitung zu bringen, ohne die Einschränkung am Schluss.
Wie Abstinente in wissenschaftlichen Untersuchungen definiert werden, ist wohl bei allen derartigen Arbeiten der springende Punkt. Ausser in Norwegen und Schweden mit einer langen Tradition von Abstinenzorganisationen gibt es heute wohl kein Land in Europa, das eine genügende Zahl von lebenslangen Abstinenten aufweist, um eine genügend grosse Gruppe in einer Untersuchung zu bilden. Es ist fast unvermeidlich, dass dann in den Abstinentengruppen ehemalige Alkoholkranke, Epileptiker, Diabetiker u.a. (neue Abstinente aus medizinischen Gründen) eingebaut werden, die das Resultat völlig verfälschen. Dazu kommt noch das Problem mit dem Selbstverständnis der schwedischen Abstinenten, das oben bereits erwähnt wurde.
04.09.04: Der Spiegel - online Wissenschaft- hat am 3.9.04 bereits so
reagiert: Zu viel Alkohol macht dumm - zu
wenig auch
This study doesn't have an other result than the fact, that strong
alcohol consumption destroys cells of the brain and therefore deminish the
intellectuel capacity in later years. This seems to be very normal. Especially
if we know that even organized abstainers in Sweden regard lightbeer of 2 and
more volume% of alcohol as an alcoholfree drink and they consume it as normal.
If we add those former alcoholics who lived at the time of the test als
abstainers, but have longterm damage in their brain, this research seems to be
even more questionable. And then comes the fact that the authors themselves have
questions to the results. Unfortunately this won't keep the press from bringing
just the first part of the article.
How abstainers are defined in research works will be in all similar studies the main point. With the exception of Norway and Sweden with a long tradition of abstainer organizations there is maybe no country in Europe left which has an enough big number of lifelong abstainers in order to fill a group in such a study. Therefore it is nearly unavoidable that in groups of so called "abstainers" there will be former alcoholics, epileptics, diabetics etc. (new abstainers for medical reasons), who falsify the result completely. The problem with the Swedish abstainers I have mentioned above.
04.09.04: Der Spiegel - online Wissenschaft- this is the most popular kritical Magazin in Germany, has published exactly in the above mentioned way on 9/3/04: Too much alcohol makes stupid - too little also.
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
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