Quelle: |
Bundesamt für Gesundheit (BAG, Bern |
Verfasser |
Universität Zürich |
Thema: |
Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum (Tabakmonitoring) |
Tabak: eine Mehrheit für weitgehende EinschränkungenZwei von drei Personen befürworten weitgehende Einschränkungen der Tabakwerbung und des Verkaufs von Tabakproduken an Minderjährige. Die Schweizerinnen und Schweizer, unabhängig davon ob sie rauchen oder nicht, sind der Meinung, dass Tabakwerbung die Gefahren des Tabakkonsums verharmlose, Jugendliche zum Rauchen verleite und die Wahl der Marke beeinflusse. Dies hat eine Umfrage bei 2 500 Personen zwischen 14 und 65 Jahren ergeben, die im Frühling 2003 im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) von einem Forscherteam um Professor Hornung, Universität Zürich, durchgeführt wurde. Die Umfrage zeigt, dass zwei von drei Personen weitgehende Einschränkungen der Tabakwerbung befürworten und den Vorschlag, Tabakwerbung nur noch an den Verkaufspunkten (Kiosk, Supermärkte) zuzulassen, gutheissen. Eine breite Mehrheit der Bevölkerung ist auch der Meinung, dass Tabakwerbung Jugendliche dazu verleite, mit dem Rauchen anzufangen (64%), den Zigarettenkonsum von Raucherinnen und Raucher fördere (61%) und die Gefahren des Tabakkonsums verharmlose (70%). Während die Tabak- und die Werbeindustrie behaupten, das einzige Ziel der Werbung sei, die Wahl der Zigarettenmarke zu beeinflussen, sind 51% der befragten Raucherinnen und Raucher der Ansicht, die Werbung beeinflusse die Markenwahl. Eine Mehrheit der Bevölkerung denkt, dass sich mit einer Erhöhung der Zigarettenpreise die Zahl der jugendlichen Raucherinnen und Raucher reduzieren lässt. 64% der Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren teilen diese Meinung. Eine Erhöhung der Zigarettenpreise um 90 Rappen innerhalb eines Jahres wird von 61% der Bevölkerung befürwortet. Von den Personen, die täglich rauchen, sind 73% gegen Preiserhöhungen in diesem Umfang, während eine Mehrheit der Gelegenheitsraucherinnen und -raucher (59%) eine solche Erhöhung innert Jahresfrist gutheissen. Die Schweizerinnen und Schweizer befürworten zwar ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Minderjährige, sie sind sich jedoch über die Altersgrenze nicht einig: Einige befürworten ein Verkaufsverbot ab 16 Jahren, andere ab 18 Jahren. Sollte ein solches Verbot eingeführt werden, so ist eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung der Meinung, dass Einzelhändler bei Übertretungen mit Geldstrafen gebüsst werden sollen. Schliesslich befürwortet mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56%) ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Automaten. Zusammenfassend geht aus der Umfrage hervor, dass die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung weitgehende Einschränkungen der Tabakwerbung befürwortet und der Werbung insbesondere in Bezug auf Jugendliche, eine grosse Bedeutung zuschreibt, wenn es um den Entscheid geht, mit Rauchen zu beginnen. Der Zusammenhang zwischen Werbung und Tabakkonsum wurde in mehreren Studien belegt. Die Werbung beeinflusst nicht nur die Markenwahl von Raucherinnen und Raucher, sondern fördert auch den Absatz. Gemäss Weltbank kann allein schon eine weitgehende Werbeeinschränkung eine Abnahme des Tabakkonsums um 7% bewirken. Das Nationale Programm zur Tabakprävention wurde vom Bundesrat 2001 gutgeheissen und legt die nationale Strategie zur Tabakprävention fest. Es umfasst zwölf allgemeine Zielsetzungen, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. Das Programm sieht vor, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verstärken, insbesondere bezüglich Besteuerung, Werbebeschränkung, Produktdeklaration und Zugänglichkeit. Für ergänzende Auskünfte |
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
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