Forschungsergebnisse

(01.05.04)

Quelle:

Georgetown University, Washington, D.C., USA

Verfasser

Center on Alcohol Marketing and Youth (CAMY), Research Director: David Jernigan

Thema:

Television, Alcohol Ads and Youth in 2002 

CAMY Fact Sheet (engl.)                     Neuer CAMY-Bericht 2005 (2001-2003)

 

Einige Stichworte zusammengefasst und übersetzt durch H.T. Meyer:

Fernsehreklame für Alkoholika und der Anteil der sie konsumierenden jugendlichen Fernsehzuschauer ist von 2001 auf 2002 markant angestiegen (Spots +39% auf 289'381, Ausgaben +22% auf über $990 Mio.)

Pro Kopf haben Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren 66'218 Werbespots gesehen. Diese haben die Industrie mehr als $118 Mio. gekostet.

Jugendliche haben zwei von drei Reklamen für Bier oder Schnaps gesehen und fast drei von vier Spots für Erfrischungsgetränke mit niedrigem Alkoholgehalt.

Alle 15 der bei den Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren beliebtesten Shows brachten Alkoholreklame. Die Werbeausgaben für Alkohol in diesen Shows stiegen um 60% auf gegen $53 Mio. Sechs dieser Shows hatten überproportional viele jugendliche Zuschauer.

Die im September 2003 von der Alkoholindustrie festgelegten Bestimmungen der Selbstregulierung verfügen, dass maximal 30% jugendliche Zuschauer erlaubt sind. Da die Gruppe der 12 - 20 Jährigen nur 13,3% der nationalen Zuschauerschar ausmacht, können so Alkoholreklamen in Programmen platziert werden, bei denen die doppelte Zahl Jugendlicher zuschaut.

Folgerungen:

Die Richtlinien der Industrie sind nicht zweckentsprechend.
Das Institute of Medecine (IOM) empfahl im Sept. 2003, dass die Industrie von 30% auf 15% Anteil der jugendlichen Zuschauer zurückgehen sollte.  David H. Jernigan, Research Director of CAMY, sagt, dass auch nach einer Anpassung Eltern und Politiker sich bewusst sein müssten, dass auch dann noch die Jugendlichen unverhältnismässig starker Alkoholwerbung ausgesetzt sein würden.

 

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Stand: 23.12.2008