Forschungsergebnisse
29.11.2003

Quelle:

 

ZEUS GmbH, im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit

Thema:

Alkohol und Werbung

Studie: Alkoholwerbung zieht bei Jugendlichen
Alkoholwerbung arbeitet meist mit Image-Werbung, mit Humor, cooler Musik und Action. Genau von dieser Art Werbung fühlen sich Kinder und Jugendliche besonders stark angezogen. Das ist ein Ergebnis der Studie "Alkohol und Werbung" der ZEUS GmbH im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit. Gerade in der Adoleszenz haben die von der Alkoholwerbung vermittelten Botschaften Freundschaft, Spaß und soziale Akzeptanz einen hohen Stellenwert. Anhand von drei Forschungsansätzen wird der Einfluss der Werbung auf einen gesteigerten Alkoholkonsum oder einen früheren Einstieg in den Konsum untersucht. Eine Wirkung zeigt sich vor allem im Bereich der Image-Werbung. Insgesamt ist jedoch der Einfluss der Werbung auf den Konsum, der direkt mit Werbung in Verbindung steht, gering. Minimiert werden kann dieser jedoch durch einen Verzicht auf Image-Werbung für alkoholische Getränke zu Gunsten von Werbungen, in denen das Produkt und nicht ein bestimmter Lebensstil im Vordergrund steht.
Mitgeteilt von: Matthias Meyer, Leiter des SFA-InfoDocCentres, Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme - SFA

Kommentar: Nicht berücksichtigt ist wieder einmal die Wirkung der Suchtmittelwerbung auf die Glaubwürdigkeit der Suchtprävention bei Jugendlichen. Solange Suchtmittel öffentlich verherrlicht werden, kann Prävention bei Jugendlichen nicht erfolgreich sein.

 

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Stand: 23.12.2008