Forschungsergebnisse / Research results

27.03.2007  (forsc169.htm)  

Source/Quelle

Join Together, Addiction, Science Daily

Authors/Verfasser:

Marianne B. M. van den Bree, Tom Fowler, Tom Fowler, Kate Lifford, Department of Psychological Medicine, Cardiff University, Cardiff, UK, Katherine Shelton,  Frances Rice, Anita Thapar, Department of Psychological Medicine, Cardiff University, Cardiff, UK, Michael C. Neale, Department of Psychiatry and Human Genetics, Virginia Commonwealth University, Richmond, VA, USA and Andrew McBride, Oxfordshire Community Mental Healthcare Trust, Oxford

Theme/Thema:

Exploring the relationship between genetic and environmental influences on initiation and progression of substance use / Untersuchung der Beziehungen zwischen genetischen- und Umwelt-Einflüssen in der Pubertät und bei der Entwicklung einer Abhängigkeit (Alkohol)


Link
to    Join Together, 23.3.07

 

Link to    Addiction, 26.2.07 Abstract

 

Link to    Science Daily, 19.3.07

 

 

Join Together: Nature Ultimately Trumps Nurture in Addiction, Study Says

Environmental factors are important in determining whether teens experiment with alcohol or other drugs, but genetics plays a greater role in whether users become addicted, Science Daily reported March 19.

Researcher Marianne van den Bree of the Cardiff University School of Medicine and colleagues drew their conclusions from a study of twins. They found that while starting smoking cigarettes or using marijuana was associated with progression to harder drug use, there was not as strong an association involving alcohol use.

"It makes sense that environmental factors such as family and peer influences, cost and availability play a more important part in whether a teenager experiments with these substances," said van den Bree. "However, biological processes in the brain and body may be more important in the progress towards addiction."

"The strong link between starting smoking and going on to heavier use suggests that public health strategies should concentrate on stopping teenagers from experimenting with cigarettes in the first place," she added. "By contrast, given the large numbers who try alcohol without developing a problem habit, it may be that drink strategies should focus on those at risk of heavy use. However, young people should still be warned against drinking too much, because of the risk of accidents and fights."

Comment H.T. Meyer:

This conclusion could be misunderstood. The alcohol industry could with it propagate, that Public Health could forget about teenagers and focus only on risky drinkers. But it could mean as well to focus only on binge drinkers who are already heavy drinkers. As all heavy alcohol consumers had been once moderate consumers this point of view is shortsighted as well. It also depends very much which passages of the study are cited and which are not. For me it looks like an invitation to the alcohol industry and its PR-lobby.

Übersetzung H.T. Meyer:

Join Together: Die Natur obsiegt schlussendlich über die Erziehung, wenn es zur Abhängikeit kommt, sagt eine Studie.

Umweltfaktoren sind wichtig, wenn es darum geht, ob Teens mit Alkohol oder andern Drogen experimentieren, aber die Gene spielen eine grössere Rolle, wenn es darum geht, ob Konsumenten abhängig werden, berichtete Science Daily am 19.3.07.

Forscherin Marianne van den Bree von der Cardiff University School of Medicine und Kollegen zogen ihre Schlüsse von einer Studie mit Zwillingen. Sie fanden, dass, während der Beginn von Tabak- oder Marijuana-Konsum im Zusammenhang stand mit einem Übergang zum Konsum härterer Drogen, der Zusammenhang mit Alkohol nicht so stark war.

"Es leuchtet ein, dass Umweltfaktoren wie Familien- und Kollegeneinfluss, Kosten und Erhältlichkeit wichtiger sind, wenn es darum geht, ob Teenagers mit diesen Substanzen experimentieren," sagte van den Bree. "Allerdings können biologische Prozesse in Gehirn und Körper wichtiger sein in der Entwicklung einer Abhängigkeit."

"Der starke Zusammenhang zwischen dem Beginn des Rauchens und starkem Rauchen legt nahe, dass staatliche Gesundheitsstrategien sich vor allem darauf konzentrieren sollten, die Jugendlichem vom Experimentieren mit dem Rauchen abzuhalten," fügte sie bei. "Im Gegensatz dazu, wenn man die grosse Zahl derer nimmt, die Alkohol probieren, ohne abhängig zu werden, könnte es sein, dass Alkoholstrategien sich auf jene konzentrieren sollten, die in Gefahr sind, starke Konsumenten zu werden. Doch junge Leute sollten immer noch vor dem zu viel Trinken gewarnt werden, wegen dem Risiko von Unfällen und Gewalttaten."

Kommentar H.T. Meyer:  Diese Schlussfolgerungen scheinen missverständlich zu sein. Die Alkoholindustrie könnte damit propagieren, die Jugendlich aus den Augen zu lassen und die Massnahmen auf ältere Risikokonsumenten zu konzentrieren. Dabei kann dies auch heissen, sich nur auf die Rauschtrinker zu konzentrieren, die ja bereits starke Konsumenten sind. Da aber alle starken Trinker einmal mässige Konsumenten waren, ist auch diese Sichtweise kurzsichtig. Es kommt auch sehr stark darauf an, welche Passagen der Studie zitiert werden und welche nicht. Mir kommt dies ein wenig vor wie eine Steilvorlage an die Alkoholindustrie und ihre PR-Lobby.


                            

 

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Stand: 23.12.2008