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Forschungsergebnisse / Research results

27.03.2007  (forsc167.htm)  

Source/Quelle

Addiction

Authors/Verfasser:

Anna Koski,  Department of Forensic Medicine, University of Helsinki, Finland, Reino Sirén,  National Research Institute of Legal Policy, Helsinki, Finland, Erkki Vuori,  Department of Forensic Medicine, University of Helsinki, Finland, Kari Poikolainen, The Finnish Foundation for Alcohol Studies, Helsinki, Finland

Theme/Thema:

Alcohol tax cuts and increase in alcohol-positive sudden deaths—a time-series intervention analysis. / Die Alkoholsteuern senken und Anstieg der alkoholbedingten plötzlichen Todesfälle  (In Finnland)


 

Link to    Addiction, 26.2.07     ADDICTION 102 (3), 362–368.

 

 

Addiction, abstract:

Cutting tax on alcohol can dramatically increase sudden deaths involving alcohol

Researchers have found that cutting excise duty on retail sales of alcohol can have immediate repercussions on a nation’s health.  When this was done in Finland in 2004, the rate of alcohol-related sudden deaths rose by 17%, or 8 deaths per week, according to a study published in the March issue of ADDICTION. 

Sales tax was lowered by an average of 33% - much more for spirits (44%) – and retail prices fell by around 22% in consequence.  As expected, sales – and therefore consumption levels - rose immediately.  Recorded domestic sales in March 2004 were 50% higher than a year earlier, and total per capita consumption increased by 10% from 9.4 litres in 2003 to 10.3 litres in 2004.  ....

There is awareness that tax changes are an important policy lever which can be used for good or ill.  The authors state: “Raising tax levels has been found to be the most cost-effective measure in reducing alcohol consumption and thus alcohol-related harms.  Our study shows that taxation can influence the rate of alcohol-positive sudden deaths.  A high taxation level cannot, however, be maintained without cooperation with neighbouring countries.”

 

Übersetzung H.T. Meyer:

Addiction, Zusammenfassung

Die Herabsetzung von Steuern kann die plötzlichen Todesfälle wegen Alkohol in dramatischer Weise vermehren.

Forscher haben herausgefunden, dass die Senkung der Steuern auf Alkoholverkäufen einen direkten Einfluss auf die nationale Gesundheit haben kann. Nachdem Finnland auf Druck der EU ihre Alkoholsteuern gesenkt hatte, stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Alkohol um 17%, dies entspricht 8 Toten mehr pro Woche. Gemäss einer Studie in der Märzausgabe von "Addiction".

Die Verkaufssteuern wurden um durchschnittlich 33% gesenkt - viel stärker für Schnaps (44%) - und die Detailpreise fielen als Konsequenz um ca 22%. Wie erwartet. stiegen die Verkäufe und damit der Konsum sofort. Die Inlandverkäufe waren im März 2004 50% höher als ein Jahr zuvor und der Pro-Kopf-Konsum stieg um 10% von 9,4 Liter 2003 auf 10.3 Liter 2004. ....

Man ist sich klar, dass Änderungen bei den Steuern ein wichtiges politisches Werkzeug darstellt, das für gutes oder schlechtes Ergebnis eingesetzt werden kann. Die Autoren stellen fest: "Die Erhöhung der Steuern hat sich als das kostengünstigste Mittel herausgestellt, um den Alkoholkonsum und damit die Alkoholschäden zu senken. Unsere Studie hat gezeigt, dass die Besteuerung die Zahl der alkoholbedingten plötzlichen Todesfälle beeinflussen kann. Eine hohe Besteuerung kann allerdings nicht ohne die Mitwirkung der Nachbarländer aufrechterhalten werden."


                            

 

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Stand: 23.12.2008