Forschungsergebnisse / Research results

06.01.2007  (forsc158.htm)  

Source/Quelle

Alcohol and Health: Current Evidence, Addiction

Authors/Verfasser:

Thor Norström

Theme/Thema:

Per capita alcohol consumption and sickness absence / Pro Kopf Alkoholkonsum und Krankheitsabsenzen


Link
to     Alcohol and Health: Current Evidence, January-February 2007  (Abstract)

Link to     Addiction, Volume 101 Issue 10 Page 1421 - October 2006   (Abstract, full text payable)
                                        doi:10.1111/j.1360-0443.2006.01446.xVolume 101 Issue 10 

Link to     Addiction Volume 101 Issue 10 Page 1378 - October 2006
                                       doi:10.1111/j.1360-0443.2006.01643.xVolume 101 Issue 10  
                                        EDITORIAL: Sickness absence as an alcohol-related problem by ESA
                                                            ÖSTERBERG
 (payable)

Alcohol and Health: Current Evidence: As Per Capita Alcohol Consumption Increases, So Does Sickness Absence

Heavy drinking is associated with an increased risk of many illnesses. In this study, researchers examined the relationship between alcohol use and job absence due to sickness from 1935 to 2002 in Sweden. They linked population-level data on alcohol sales to health insurance and workforce survey data. Analyses controlled for unemployment and wages over time.

  • For men, a one-liter increase in per capita alcohol consumption was associated with an estimated 11% to 21% increase in sickness absence.
  • From 1998 to 2002, the rate of sickness absence in men increased by 76%. Alcohol consumption accounted for 6% of this increase (according to projected estimates).
  • For women, alcohol consumption was not significantly related to sickness absence.
 
Comments:

The relationship between population-level alcohol use and harms (such as accidents and cirrhosis) is well established. The current study documents another harm, sickness absence.  Among alcohol’s adverse effects on productivity and workplace performance, absenteeism is likely the “tip of the iceberg.”  For this reason, alcohol consumption, even after hours, by workers should be a legitimate concern of clinicians who practice in employee health settings or are involved with workplace prevention initiatives and employee assistance programs.

Peter D. Friedmann, MD, MPH

Übersetzung H.T. Meyer:

Alcohol and Health: Current Evidence: So wie der Pro Kopf Alkoholkonsum ansteigt, so steigen auch die Krankheitsabsenzen an.

Starker Alkoholkonsum mit einem gesteigerten Risiko an vielen Krankheiten zu erkranken verbunden. In dieser Studie untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Arbeitsplatz-Absenzen infolge Krankheit von 1935 bis 2002 in Schweden. Sie verbanden Bevölkerungs-Daten mit Alkoholverkaufszahlen und mit Krankenversicherung und Arbeiterstatistiken. Analysen kontrollierten Einflüsse von Arbeitslosigkeit und Überstundenzahlungen.

  • Bei Männern war ein Anstieg von 1 Liter reinem Alkohol pro Kopf verbunden mit einem
       geschätzten Anstieg von 11% bis 21% bei Krankheitsabsenzen
  • Von 1998 bis 2002 stieg die Zahl der Krankheitsabsenzen bei Männern um 76% an. Der
       Alkoholkonsum war für 6% dieses Anstiegs verantwortlich. (gemäss projektierten 
       Schätzungen)
  • Bei Frauen war kein signifikanter Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und
        Krankheitsabsenzen feststellbar.

Kommentar von Peter D. Friedmann, MD, MPH:

Der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum pro Kopf der Bevölkerung und Schäden (wie Unfälle und Leberzirrhose) ist gut bekannt. Diese Studie dokumentiert einen weiteren Schadensfall, Krankheitsabsenzen. Unter den schädlichen Auswirkungen des Alkohols auf Produktivität und Arbeitsqualität sind Krankheitsabsenzen wahrscheinlich die "Spitze des Eisbergs". Aus diesem Grunde sollte Alkoholkonsum der Mitarbeiter, auch nach Stunden, eine legitime Sorge von Betriebsärzten und Betriebssozialarbeitern sein.

Kommentar von H.T. Meyer: Viele, vor allem grosse Betriebe unterhalten bereits interne Programme zu Alkohol im Betrieb. Vielleicht setzen sie sich nun auch auf gesellschaftlicher Ebene  für eine Verminderung des Alkoholkonsums präventiv ein. Sie könnten sich viele Probleme und Kosten sparen.
Aus unserer Seite "Zitate": David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Konsumentenschutz am 15.7.04 an der EPC-Konferenz in Brüssel: "Gesundheit erzeugt Wohlstand. Gute Gesundheit und wirtschaftliches Gedeihen gehen Hand in Hand. Wird in die Gesundheit investiert, steigt die Lebenserwartung, was wiederum das Bruttosozialprodukt anhebt." In seinem Grundlagenpapier zur Rede schreibt er:
"Jeder Gesundheits-Euro, der sinnvoller ausgegeben wird, könnte ein Gewinn für das individuelle Wohlbefinden wie für die EU-Wettbewerbsfähigkeit darstellen."          


                            

 

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Stand: 23.12.2008