Forschungsergebnisse / Research results

09.05.2006  (forsc122.htm)

Source/Quelle

BMC Bio Med Central, Public Health

Authors/Verfasser:

Kenneth J. Mukamal , Eric L. Ding  and Luc Djousse 

Theme/Thema:

Alcohol consumption, physical activity, and chronic disease risk factors: a population-based cross-sectional survey / Alkoholkonsum, körperliche Betätigung und chronische Risikofaktoren: eine Bevölkerung basierte Querschnitt-Untersuchung


Link
to BMC Bio Med Central,  May 3, 2006, Abstract - Open Access

BMC Public Health 2006, 6:118     doi:10.1186/1471-2458-6-118

 

Abstract, provisional
Background

Whether the association of alcohol consumption and cardiovascular disease is the product of confounding and the degree to which this concern applies to other behaviors are unclear.

Methods

Using the 2003 Behavioral Risk Factor Surveillance System, a population-based telephone survey of adults in the US, we compared chronic disease risk factors between 123,359 abstainers and 126,674 moderate drinkers, defined as intake of <=2 drinks per day among men and <=1 drink per day among women, using age- and sex- and multivariable-adjusted models. We also compared sedentary and active individuals, defined as moderate physical activity >=30 minutes per day for >=5 days per week, or vigorous activity for >=20 minutes per day on >=3 days. (This seems to be a mistake. H.T. Meyer)

Results

Chronic disease risk factors and features of unhealthy lifestyle were generally more prevalent among abstainers than drinkers in age- and sex-adjusted analyses, but these differences were generally attenuated or eliminated by additional adjustment for race and education. For low fruit and vegetable intake, divorced marital status, and absence of a personal physician, adjustment for race and education reversed initially positive age- and sex-adjusted associations with abstention. Comparison of sedentary and active individuals produced similar findings, with generally lower levels of risk factors among more physical active individuals.

Conclusions

The differences between abstainers and drinkers are attenuated after adjustment for limited sociodemographic features, and sedentary and active individuals share a similar pattern. Although observational studies of both factors may be susceptible to uncontrolled confounding, our results provide no evidence that moderate drinking is unique in this regard. Ultimately, randomized trials of all such lifestyle factors will be needed to answer these questions definitively.

Comment by H.T. Meyer

There seems to be a great confusion among researchers. Although normal common sense would be sufficient: Alcohol is vasodilatory. But it has many other, negative qualities, too. Abstainers often have several risk factors which can be dangerous for many diseas. Therefore many abstainers have  given up alcohol consumption or were forced to do so. Only lifelong abstainers have normal risk factors and can be compared.

Übersetzung  von H.T. Meyer  

Provisorische Zusammenfassung

Hintergrund

Ob der Zusammenhang von Alkoholkonsum und Herzkrankgefäss-Krankheiten das Produkt von Verwirrung ist und in welchem Grad diese Befürchtung auf andere Verhalten zutrifft ist unklar. 

Methoden

Benützt wurde das 2003 Verhaltens-Risiko-Faktor-Überwachungssystem, eine Bevölkerung basierte Telefonbefragung von Erwachsenen in den USA. Wir verglichen Risikofaktoren für chronische Krankheiten zwischen 123'359 Abstinenten und 126'674 mässigen Alkoholkonsumenten, definiert als Konsum von <=2 Drinks pro Tag bei Männern und <=1 Drink pro Tag bei Frauen, indem wir nach Alter, Sex und multivariabel berichtigte Modelle verwendeten. Wir verglichen auch mehrheitlich sitzende und aktive Individuen, definiert als mässig physische Aktivität >=30 Minuten pro Tag für >=5 Tage die Woche, oder kräftige Aktivität für >= 20 Minuten pro Tag an >=3 Tagen. (Hier liegt offensichtlich eine Verwechslung vor. H.T. Meyer)

Resultate

Risikofaktoren von chronischen Krankheiten und Erscheinungen von ungesundem Lebensstil waren generell mehr verbreitet bei Abstinenten als bei Alkoholkonsumenten in Alters- und Sex-bereinigten Analysen, aber diese Unterschiede waren im allgemeinen abgeschwächt oder ausgemerzt durch zusätzliche Berichtigungen für Rasse und Bildungsstand. Für geringen Früchte- und Gemüsekonsum, Scheidung und Fehlen eines Hausarztes, Berichtigung für Rasse und Bildung kehrten ursprünglich positive Alters- und Sex-berichtigte Verbindungen mit Abstinenz um. Der Vergleich zwischen mehrheitlich sitzenden und aktiven Individuen produzierten ähnliche Ergebnisse, mit generell niedrigeren Levels von Risikofaktoren unter physisch aktiveren Individuen.

Folgerungen

Die Unterschiede zwischen Abstinenten und Alkoholkonsumenten sind abgeschwächt nach der Berichtigung für beschränkte soziodemographische Erscheinungen, und mehrheitlich sitzende und aktive Individuen haben ähnliche Verhaltensmuster. Obwohl beobachtende Studien beider Faktoren empfänglich für unkontrollierte Verwirrung sein können, zeigen unsere Resultate keinen Beweis, dass mässiger Alkoholkonsum in dieser Hinsicht einzigartig ist. Endgültig, zufällige Untersuchungen all dieser Lebensstil-Faktoren werden nötig sein, um diese Fragen endgültig zu beantworten.

Kommentar H.T. Meyer

Die Verwirrung scheint unter Forschern gross. Dabei würde der gesunde Menschenverstand bereits genügen: Alkohol hat gefässerweiternde Eigenschaften, aber auch viele andere. Abstinente haben oft mehrere Risikofaktoren, die sich für verschiedene Krankheiten negativ auswirken können. Viele Abstinente haben ja deswegen den Konsum aufgegeben oder sogar aufgeben müssen. Nur lebenslang Abstinente haben normale Risikofaktoren, die verglichen werden könnten.


 

 

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Stand: 23.12.2008