Forschungsergebnisse / Research results

09.04.2006  (forsc118.htm)

Source/Quelle

Medical News Today / Join Together

Authors/Verfasser:

Wei Tan, Megan Shparago, Amelia P. Bailey and Jian-Wei Gu of the Department of Physiology, University of Mississippi Medical Center, Jackson, MS., USA

Theme/Thema:

"Moderate alcohol intake stimulates tumor angiogenesis and expression of vascular endothelial growth factor (VEGF) in a mouse model." Mässiger Alkoholkonsum regt in einem Mausmodell-Versuch die Bildung neuer Blutgefässe an, sowie deren Wachstumsfaktor, der auch die Durchlässigkeit der Blutgefäße reguliert. 


Funding:
National Institutes of Health.

Link
to Medical News Today, 04/08/06

 

Link to Join Together, 04/10/06

 

 

Equivalent Of 2-4 Drinks Daily Encourages Cancer Tumors In Mice
Medical News Today, 04/08/06

University of Mississippi researchers say they have created the first-ever mammalian model of how alcohol consumption spurs tumor growth, showing that even moderate drinking resulted in larger and more robust tumors.

The research provides the first mammalian model of the links between alcohol, VEGF, and tumor growth, said Wei Tan, the study's lead author. The study increases understanding of how alcohol over-stimulates production of vascular endothelial growth factor (VEGF) -- a substance that the body needs, but which can be harmful when there is too much of it.

Unlike studies which use alcohol that would be the equivalent of high consumption in humans, the researchers gave mice a more moderate dose -- the equivalent to 2-4 glasses of alcohol per day.

Six male mice received 1% alcohol in their drinking water for eight hours each night during the four-week experiment. The six mice in the control group received plain water. In the second week, the researchers injected the mice, both experimental and controls, with mouse melanoma. They ended the experiment after four weeks.

According to Tan, the tumors of the mice that ingested alcohol:

* were nearly twice as heavy compared to the mice that did not have alcohol
* showed a dramatic increase in new micro-vessels, that is, blood vessels that cannot be seen with the naked eye, such as capillaries
* were nearly twice as dense with blood vessels
* showed a significant increase in VEGF

"It's very important to have a model of how to prevent cancer," and this study provides that model, Gu said. "Epidemiologists have recognized alcohol as a risk factor for cancer for 100 years," but this study examines how that happens.

Übersetzung  von H.T. Meyer

Forscher der Universität Mississippi, USA berichten, dass sie das allererste Säugetiermodell geschaffen haben, mit dem gezeigt werden kann, wie Alkoholkonsum das Tumorwachstum beschleunigt; es zeigte sich, dass sogar mässiger Alkoholkonsum zu grösseren und kräftigeren Tumoren führte.

Die Studie zeigt die Zusammenhänge zwischen Alkohol, VEGF und Tumor-Wachstum. Sie verbessert das Verständnis dafür, wie Alkohol die Produktion des Wachstumsfaktors (vascular endothelial growth factor (VEGF))
überstimuliert - eine Substanz, die der Körper braucht, der aber schädlich sein kann, wenn davon zu viel vorhanden ist. 

Anders als Studien, die Alkoholdosen anwenden, die starkem Konsum beim Menschen entsprechen, gaben die Forscher mässigere Dosen - entsprechend 2 - 4 Glas pro Tag.

Sechs männliche Mäuse erhielten jede Nacht 1% Alkohol in ihrem Trinkwasser für 8 Stunden während des vierwöchigen Experiments. Die sechs Mäuse der Kontrollgruppe erhielten reines Wasser. In der zweiten Woche injizierten die Forscher den Mäusen beider Gruppen Maus-Melanom. Nach vier Wochen wurde das Experiment beendet.

Die Tumore der mit Alkohol behandelten Mäuse

* waren beinahe zweimal so schwer, verglichen mit den Mäusen, die keinen Alkohol erhalten hatten
* zeigten eine dramatische Zunahme an neuen Micro-Blutgefässen, das sind Blutgefässe, die mit blossem Auge
   nicht gesehen werden können, wie Kapillaren.
* wiesen eine fast doppelte Dichte von Blutgefässen auf
* zeigten eine deutliche Zusahme an VEGF

"Es ist sehr wichtig, ein Modell zu besitzen, wie Krebs verhütet werden kann, und diese Studie ermöglicht das Modell," sagte Gu. "Epidemiologen haben Alkohol schon vor 100 Jahren als Risikofaktor erkannt, aber diese Studie untersucht, wie es geschieht."

Angio|genese     

angiogenesis

Neubildung von Blutgefäßen durch Angiogenesefaktoren (angiogene Faktoren, u.a. Fibrinogen, Angiogenin), Fibroblastenwachstumsfaktoren alpha u. beta (FGFα, FGFβ) u. dem vascular endothelial growth factor (VEGF). Einerseits wichtiges Reparaturprinzip, z.B. nach Verletzungen, Gefäßverschlüssen, ist die A. andererseits in Tumoren für deren Wachstumsgeschwindigkeit verantwortlich u. wird dann versuchsweise therapeutisch selektiv z.B. mit Angiostatin, Endostatin oder ATRA (all-trans-Retinsäure) gehemmt.

Endothelialisierung

Bildung neuer Gefäßinnenhaut (Endothelium).

VEGF

Syn.: Abk. für vascular endothelial growth factor 

Etymol.: engl.
ein Wachstumsfaktor, der die Angiogenese u. die Durchlässigkeit der Blutgefäße reguliert.

Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage


 

 

   Homepage       Forschung-Übersicht/Research

 

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

Parlamentsdebatten

Zitatensammlung

Newsletter

Forschungsergebnisse

Archiv

English Texts      

Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

Geschichten

Interventionen

Wir über uns

Projekt-Idee     Project in English


Herausgeber/Editor:

Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Switzerland, 
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29    e-mail

Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung.

All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views.

Stand: 23.12.2008