Briefe an...            Antwort und Kommentar darunter

                                                                      

Hermann T. Meyer
Lindenstr. 32
8307 Effretikon                                                                                           24.11.2003

                                                      Offener Brief

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Herrn Hugo Bütler

per e-mail

 

Sehr geehrter Herr Bütler,

Nachdem wir im Oktober mehrmals zum Thema journalistische Freiheit, -Ethos und Unabhängikeit korrespondiert haben, möchte ich Sie bitten, bei der NZZ am Sonntag darauf hinzuwirken, dass eine fundierte Gegendarstellung zu einem Artikel der gestrigen Nummer erscheinen kann.

Es handelt sich um die Rubrik „Meinungen“ auf Seite 22. Der Artikel: „Zensur fördert die Dummheit“, von Suzette Sandoz.

Die Autorin muss furchtbar unter Zensur leiden. Die NZZ am Sonntag-Leser sind hoffentlich intelligent genug, dies zu erkennen, doch wäre es mindestens ein Akt der Fairness, die Werbung in gleicher Länge auch aus einem andern Blickwinkel beschreiben zu lassen. Ich nehme doch an, dass Sie noch zu Ihrem Wort stehen.

Falls Sie keinen kompetenten Autor oder keine Autorin dafür finden sollten, bin ich gerne bereit, Ihnen bei der Suche zu helfen.

Ich werde diesen Briefwechsel unter „Briefe an..“. auf unserer Webseite dokumentieren. Sollten Sie Ihre Antwort privat behandelt wissen, können Sie mir das mitteilen. Ich würde dies selbstverständlich respektieren.

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer



Antwort

NZZamSonntag
Redaktionsleitung

 

Herr
Hermann T. Meyer
Lindenstrasse 32
8307 Effretikon

Zürich, 19. Dezember 2003 /fem-sz

Sehr geehrter Herr Meyer

Da ich als Redaktionsleiter der «NZZ am Sonntag» für deren Inhalt verantwortlich bin, hat Herr Dr. Bütler Ihren “offenen Brief“ vom 24. November 2003 an mich weitergeleitet.

Wie aus dem Obertitel “Meinungen“ hervorgeht, handelt es sich beim Artikel “Zensur fördert die Dummheit“ von Frau Sandoz um eine Kolumne, d.h. um die persönliche Meinung der Autorin. Meinungsäusserungen sind indes nicht gegendarstellungspflichtig.

Wir verzichten daher auf den Abdruck einer Gegendarstellung. Allenfalls kommt die Publikation eines Leserbriefes in Frage.

Mit freundlichen Grüssen

 (signiert)

Dr. Felix E. Müller
Redaktionsleiter

Kopie an: Herrn Dr. Hugo Bütler

 

NZZ am Sonntag
Mühlebachstrasse 54. Postfach CH-8021 Zürich Tel.
+41 1 258 11 11. Fax +41 1 261 70 70 www.nzz.ch . f.mueller@nzz.ch

 

Kommentar:

Nachdem sie sich die Antwort fast einen Monat lang überlegt haben, "verzichten" sie auf eine Gegendarstellung. Inzwischen hat natürlich jeder Leser den Artikel vergessen, womit ein Leserbrief hinfällig wird. Auch die NZZ mit ihren angeblich hohen Ethik-Massstäben richtet sich letztendlich nach den wirtschaftlichen Gegebenheiten.

 

 

                                                                                                                     

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Stand: 03.01.2009