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AktuellDie Arena-Sendung von SF DRS1 am 29.10.04 zur TabakpräventionAnlass war die Inkraftsetzung einer neuen Tabakverordnung durch den Bundesrat: Grosse Warnaufschriften auf Zigarettenpackungen, später mit abschreckenden Farbbildern. Übernahme der EU-Richtlinien. Da Tabak- und Alkoholprävention sehr viel gemeinsam haben, gehen wir hier auf diese Sendung ein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Neue Argumente, Vorgänge: Auch in Italien (Provinzen Trento und Como) gilt bereits rauchfrei in Restaurants. Es hat jetzt mehr Gäste in den Restaurants. Im Tessin kam die Initiative vom Gastwirteverband und von der Bevölkerung. Die Vorlage der Regierung kommt nun vors Parlament. (Patrizia Pesenti, Gesundheitsdirektorin Kt. Tessin) Eine Vertreterin der Zigarettenindustrie und derjenige der Werbebranche wollen produzieren und werben, weil das Produkt legal sei, auch wenn sie dessen gesundheitsschädigende Wirkung kennen. Die Untersuchung über das Passivrauchen stammt aus Lyon. Die Ergebnisse wurden für die Schweiz umgerechnet: Ca 400 Tote pro Jahr. (BAG-Direktor Zeltner) Länder mit starken Werbeeinschränkungen (Nordische Länder) haben geringen Raucheranteil in der Bevölkerung. (unter 20%, Schweiz 32%) (BAG-Direktor Zeltner) Nicotin ist durch Gesetze stark reglementiert, Tabak nicht. (Prof. Gutzwiller) Kalifornien hat den Raucheranteil von 32% auf 18% gedrückt. (Dr. Karl Klingler, Lungenarzt) Die Erhöhungen der Tabaksteuer gehen in den allgemeinen
Staatshaushalt, nicht wie vermutet in die AHV. Diese bekommt den früheren
Anteil. (NR Bortoluzzi, SVP) NR Prof. Gutzwiller hat mit allen Ärzten im Parlament eine Eingabe gemacht mit dem Ziel, für alle öffentlichen Gebäude in der Schweiz ein Rauchverbot zu erlassen. Die 2,6 Rp. pro Zigarettenpackung, die bisher als Subvention an die Tabakpflanzer gingen, sollen in die Prävention gehen. (Piero Schäfer, Werbung Schweiz) (Ob da schon konkrete Schritte unterwegs sind, ist mir nicht bekannt. HTM) Die Finanzierung von Ausstiegshilfen sei ungenügend Allgemeines: Von der Gegenseite kamen die üblichen Aufrufe zu Toleranz (natürlich an die Nichtraucher!), für Eigenverantwortung (Laut Dir. Zeltner funktioniert die nicht.), Werbung diene nur der Markenwahl, Umfrageergebnisse seien nicht mit Abstimmungsergebnissen gleichzusetzen (NR Bortoluzzi). (Wie wahr, denn diese sind nicht nach monatelanger, ja jahrelanger Zermürbung durch Abstimmungskampagnen der Wirtschaft entstanden.); ein glaubwürdiges Gesundheitskonzept fehle. (NR Bortoluzzi. Dabei torpediert gerade er und seine SVP bei den legalen Drogen jeden Verbesserungsversuch.) Fazit: Es besteht Hoffnung, dass mit Hilfe der Gesamtstrategie (Preiserhöhungen, Werbebeschränkungen, Warnaufdrucke, rauchfreie Arbeitsplätze und -öffentliche Gebäude, Jugendschutzmassnahmen) mit der Zeit eine Senkung der Raucherquote in der Schweiz erreicht wird und damit eine Verminderung der Schäden. Bleibt zu hoffen, dass auch das Thema Alkohol die nötige Aufmerksamkeit erhält.
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
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