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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

China: Vom Kavaliersdelikt zum Verbrechen

Dienstag 24. Mai 2011 von htm

„Lebenslänglich“ für zu viel Alkohol am Steuer, Von Peter Achten, Peking
Betrunken, zu schnell, Rotlicht überfahren, Unfall, zwei Tote, Fahrerflucht – der 31 Jahre alte Chen Jia muss lebenslang hinter Gitter.
Das Urteil „lebenslänglich“ hat ein Pekinger Gericht gefällt. Derzeit ist eine landesweite Kampagne gegen Alkohol am Steuer im Gange und wird in sämtlichen Medien breit publiziert. Zwar hatte sich Chen nach vier Tagen selbst der Polizei gestellt und der betroffenen Familie das vom Gericht gesprochenen Schmerzensgeld von 1,9 Millionen Yuan (umgerechnet rund 600’000 Franken) bereits zukommen lassen, was gut chinesisch wegen Einsicht und Reue normalerweise zu einem etwas milderen Urteil geführt hätte. Nicht in diesem Fall. Chen ist reich, und viele Reiche glauben, sich mit Geld alles erlauben zu können. Deshalb wohl das harsche, gnadenlose Urteil. (Quelle: Journal21.ch, 22.5.11)

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Namibia: Hände weg von Alkohol und Verbrechen

Mittwoch 5. Januar 2011 von htm

Mit einem Appell hat sich Präsident Hifikepunye Pohamba an die Jugendlichen des Landes gewandt und diese zu anständigem Verhalten aufgerufen. „Ich möchte vor allem unsere Jugend ermutigen, sich von sozialen Lastern fernzuhalten, wie Alkoholmissbrauch, unverantwortliches sexuelles Verhalten und Beteiligung an Verbrechen“, sagte das Staatsoberhaupt in seiner Neujahrsansprache. Stattdessen sollten sich die jungen Namibier „auf konstruktive Aktivitäten“ konzentrieren, „welche die Entwicklung in unseren Gemeinschaften fördern“, fügte Pohamba hinzu. (Quelle: Google Alkohol News, 04.01.11) az.com.na, 4.1.11

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Leserbrief zu Moral und Recht und misshandelte Kinder

Donnerstag 1. April 2010 von htm

20.3.2010

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „Ein Problem der Moral, nicht des Rechts“ vom 20.3.10

Seit Tagen, ja Wochen hacken die Medien auf der katholischen Kirche herum, damit diese endlich die vielen Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern, begangen durch ihr Personal, aufarbeitet. Sogar der Papst fühlt sich genötigt, deshalb heute einen Brief an seine Schäfchen zu versenden.

Keine Frage, diese Verbrechen an Kindern sind verabscheuungswürdig und gehören geahndet, deren Vertuschung ist nicht tolerierbar, den Opfern gebührt Schutz, Hilfe und Genugtuung.

Besteht aber nicht auf einem andern Gebiet ein eklatantes Wahrnehmungsdefizit bei den Medien, nämlich bei den weltweit Millionen von Kindern, die ihre Kindheit und Jugend in einer alkoholbelasteten Familie verbringen müssen? In der Schweiz allein schätzt man deren Zahl auf 100’000 bis 150’000. Dazu sind die beträchtliche Zahl von Vergewaltigungen mit Hilfe von Alkohol, von alkoholbedingt unerwünschten Kindern zu zählen. Demgegenüber erscheint das Problem der sexuell missbrauchten Kinder in der Kirche zahlenmässig direkt ein Randproblem.

Aber die Medien und die bürgerlichen Parteien weigern sich standhaft, das Alkoholproblem aufzuarbeiten. Und die SVP, die mit ihrem Namen angibt, dem Volk zu dienen, wurde wahrscheinlich durch meine Newsletter mit Hinweisen auf die von der WHO vorbereitete Resolution im Hinblick auf eine Alkohol-Strategie derart aufgeschreckt, dass sie gleich mehrfach dem Bundesrat ängstliche Fragen stellte, dieser wolle doch nicht etwa den Empfehlungen der WHO folgen und das Alkoholproblem entschärfen.

Erstaunlicherweise hat der neue Innenminister ihre Bedenken nicht vollständig ausräumen wollen. Was etwas Hoffnung in einem über hundert Jahre währenden Kampf aufkommen lässt, aber die SVP sicher zu noch grösseren Anstrengungen anspornen wird. Sollte man daraus das Fazit ziehen, dass die katholische Kirche bei den Medien und der SVP weniger Freunde hat als die Alkoholindustrie? Oder handelt es sich wieder einmal um den Balken in den eigenen Augen?

Gerechterweise muss ich beifügen, dass die katholische Kirche beim Alkoholproblem die gleiche Zurückhaltung übt, obwohl sie in letzter Zeit bei einigen sozialpolitischen Themen Flagge gezeigt hat. Auch hier besteht ein Problem der Moral und oft eines des eigenen Trinkverhaltens.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(bis heute nicht veröffentlicht)

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Unglücke und Verbrechen über die Festtage (Beispiel Wengen)

Mittwoch 30. Dezember 2009 von htm

Einmal mehr hinterlässt König Alkohol überall seine Spuren über die Festtage. Ein Beispiel aus der Schwei: Trotz der Warnungen der britischen Regierung (siehe „Blau auf den Skipisten“ am 12.12.09) vergnügte sich ein junger Engländer in Wengen im Berner Oberland in einer Bar. Er verliess sie um 02.00, um ins Hotel zurückzukehren und war darauf während Tagen verschollen. Nun wurde die Leiche in Lauterbrunnen als der gesuchte Myles Robinson identifiziert. Ein privater Suchtrupp, von den hergereisten Eltern aufgeboten, hatte die Leiche in felsigem Gebiet unterhalb eines Aussichtspunktes gefunden. Die Polizei war auch nach zweieinhalbtägiger Suche ohne Erfolg geblieben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29./30.12.09) Kommentar: Dass Alkohol im Spiel war, steht noch nicht fest, ist aber wohl anzunehmen. Womöglich wird wie bei tödlichen selbstverursachten Verkehrsunfällen auch gar nicht darnach untersucht. Nachtrag am 31.12.09: Der 23-jährige Engländer hatte 2 Promille intus. Die Eltern sollten den Wirt einklagen. Das Gastgewerbegesetz (GGG) des Kanton Bern verbietet: Art. 29, 1 Verboten sind die Abgabe und der Verkauf – c alkoholischer Getränke an Betrunkene) (Quelle: Tages-Anzeiger, 30.12.09) (Leserbrief pendent)

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Schärferes Gesetz für Alkohol am Steuer im Staat New York

Freitag 20. November 2009 von htm

Das Parlament des US Bundesstaates New York hat ein Gesetz verabschiedet, das Alkohol am Steuer als Verbrechen behandelt, wenn ein oder mehrere Kinder unter 16 Jahren im Auto sitzen. Erstmals wegen Alkohol am Steuer Verurteilte müssen ein Alkohol-Zündschloss einbauen, um Wiederholungen vorzubeugen. Gegenwärtig behandelt nur Arizona das alkoholisierte Fahren mit Kindern als Verbrechen, etwa ein Dutzend Staaten schreiben das Zündschloss vor, das ein Starten des Motors verhindert, wenn ein Alkohol-Atemtest ein positives Ergebnis liefert. New Yorker, die wegen Alkohol am Steuer, als Verbrechen taxiert, angeklagt sind, müssen nach dem neuen Gesetz mit bis zu vier Jahren Gefängnis rechnen. (Quelle: Join Together, 19.11.09)

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Australien: Polizeistatistiken stark geschönt

Freitag 27. Februar 2009 von htm

Schlägereien mit Alkoholkonsumenten aus Pubs und Clubs sind bis zweimal zahlreicher als in offiziellen Regierungszahlen ausgewiesen, gemäss Informationen in einer vertraulichen staatsweiten Polizeidatenbank. Die Angaben der Datenbank mit 77’000 Verbrechen und andern Zwischenfällen, die der Herald nach einem dreijährigen Streit erhalten hat, während dem er die Gesetze über die Informationsfreiheit anwenden musste, zählen detailliert 13’086 separate Vorfälle mit Alkoholkonsumenten von Pubs und Clubs in den 11 Monaten bis letzten Juli auf… (Quelle: Harvard World Health News, 26.2.09) The Sydney Morning Herald, February 21, 2009 Kommentar: Ob es anderswo auch solche geheime Akten gibt, um das wirkliche Ausmass der Schäden zu vertuschen?

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