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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik“

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

8.6.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik, TA vom 8.6.11 (nicht online)

Zwei Leserbriefe nehmen die „rotnasigen und pausbackigen“ Politiker in Schutz, pochen auf das Recht auf Rausch (wo steht das eigentlich?) und sehen deren Auftritte sogar als alkoholpräventiv oder möchten, dass wir sie mit einer Prise Ironie betrachten.

Dei beiden Autoren wenden sich vehement gegen die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dem Auftritt des Winterthurer Stadtrats Galladé in verschiedenen Artikeln geäusserte Meinung, solche Politiker sollten ein besseres Vorbild abgeben. Dazu eine Erläuterung aus „Alkohol und Massenmedien“ (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998):

„Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig.“

Suchtmittelwerbung, feuchtfröhliche Auftritte von Politikern oder andern Personen der Öffentlichkeit und die vielen landauf, landab stattfindenden Open Airs, Turn- und Wald- und Wiesenfeste verhindern, dass diese Genussmittel als gefährliche Produkte wahrgenommen und kritisch konsumiert werden. Und sie verunmöglichen eine glaubhafte Prävention bei Jugendlichen, die im Alltag die Welt
der Erwachsenen erleben, die ihr „Recht“ auf Rausch plakativ durchsetzen.

Haben sich die Verfechter des Rechts auf Rausch auch schon überlegt, was ein Alkoholrausch bewirkt? Er lähmt zuerst die wertvollsten menschlichen Eigenschaften, wie Selbstverantwortung, Wille, Urteilsfähigkeit, jene Eigenschaften, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Die Menschenwürde geht verloren. Bei Mehrkonsum werden die körperlichen Funktionen geschädigt, bis zur Atemlähmung und zum Erstickungstod. Ist dieser Verlust der Menschenwürde wirklich erstrebenswert? Ist die Menschenwürde nicht ein Geschenk Gottes? Mindestens für aktive Christen und C-Politiker, zu denen sich neuerdings auch die SVP zählen soll? (Letzteres kann nur mit stärkster Ironie ausgesprochen werden.)

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(nicht veröffentlicht)

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Alkohol gegen Stress

Donnerstag 17. März 2011 von htm

Wer jung anfängt, ist gefährdet.
Wer früh mit dem Konsum von Alkohol beginnt, neigt später dazu, in belastenden Situationen schnell zur Flasche zu greifen. Zu diesem Ergebnis kommen Ärzte um Dorothea Blomeyer vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (Alcoholism: Clinical & Experimental Research, online). Die Forscher hatten 306 Erwachsene zu ihrem Umgang mit Stress und ihren Trinkgewohnheiten befragt. (Quelle: Google Alkohol News, 16.3.11) sueddeutsche.de, 16.3.11

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Alkohol-Exzesse als Herzinfarktrisiko

Donnerstag 25. November 2010 von htm

Die unter­schied­lichen Trinkgewohnheiten dies- und jenseits des Ärmelkanals sollen einer Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 341: c6077) zufolge erklären, warum Menschen in Nordirland doppelt so häufig an einem Herzinfarkt erkranken wie in Frankreich. In Großbritannien wird der Alkohol vor allem am Feierabend und an Wochenenden, dann aber häufig exzessiv getrunken. Bier und Schnaps werden bevorzugt.
In Frankreich gehört ein gutes Glas Rotwein zur jeder Mahlzeit. Sturzbetrunkene Menschen sieht man seltener, auch wenn das „Komasaufen“ unter französischen Jugendlichen wie in anderen Ländern zum Problem geworden ist. (Quelle: aerzteblatt.de, 24.11.10)

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„Zu viel zu jung“ Trinkgewohnheiten der Londoner Kinder

Donnerstag 18. Juni 2009 von htm

Die 11-15-Jährigen der englischen Hauptstadt trinken nun den Gegenwert von 180’000 Flaschen Lagerbier jede Woche – und die Trinkmenge ist im Anstieg begriffen, warnt heute ein neuer Bericht der Londoner Assembly. In der ersten umfassenden Erhebung der Trinkgewohnheiten der jungen Leute in der Hauptstadt „Zu viel zu jung“ wird gezeigt, dass, obwohl sie weniger trinken als ihre Altersgenossen andernorts im Land, mehr als ein Drittel der jungen Londoner regelmässige Alkoholkonsumenten sind. (Quelle: Medical News Today, 17.6.09)

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In Japan ändern die Trinkgewohnheiten

Mittwoch 1. April 2009 von htm

Getränke mit leichtem Alkohol- und Malzgehalt erfreuen sich bei jungen Japanern immer grösserer Beliebtheit. Die Rezession verstärkt diesen Trend noch. (Quelle: NZZ, 31.3.09)
Vor einigen Wochen hat der japanische Ministerpräsident seinen Finanzminister entlassen, weil dieser seinen Alkoholkonsum nicht im Griff hatte. Zuletzt war er international in die Medien geraten, als er am Treffen der Finanzminister der G-7 in Rom einen Auftritt als Alkoholisierter hatte. (Quelle: NZZ, 1.4.09)

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