www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Zürich: Luxus-Ausnüchterungszelle für 950 Franken

Mittwoch 10. März 2010 von htm

Ab Freitag könnte das Besäufnis in der Stadt Zürich teurer werden: Dann landen Betrunkene nicht mehr im Notfall, sondern in einer der zwölf Zellen der Zentralen Ausnüchterungsstelle ZAS. Wer nach 3 Stunden abgeholt wird, zahlt nur 600 Franken. Es wird mit einem jährlichen Defizit von 350’000 Franken gerechnet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.3.10) Kommentar: Bisher zahlten die Krankenkassenprämienzahler, jetzt der Steuerzahler auch dieses Defizit und die nichtbezahlten Bussen. Wirte, die Betrunkene gesetzwidrig weiter bedienen, kommen kaum zu Kasse. Der Gewinn gehört weiterhin der Alkoholindustrie, weil das Volk der Passivtrinker sich nicht wehrt.

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Nach dem gestrigen CASA Bericht: Aufruf an die US Bürger

Freitag 29. Mai 2009 von htm

Gemäss dem CASA-Bericht geben die Föderation, die Bundesstaaten und die lokalen Regierungen fast eine halbe Billion Dollars jährlich aus, um die Schäden des Drogenkonsums (inkl. Alkohol und Tabak) aufzuräumen. Dabei wurden 95% für das Gesundheitswesen, für Kriminaljustiz, Kinderwohlfahrt, Bildung etc. ausgegeben und nur 2% in Prävention und Behandlungsprogramme investiert, welche diese Schäden reduzieren und damit Leben retten könnten. Dieser gewaltige Geldverschleiss ist in vielen verschiedenen Budgetposten versteckt, so dass die meisten Parlamentarier keine Ahnung haben, wie viel Alkohol, Tabak und andere Drogen den Steuerzahler wirklich kosten und wie wenig die Regierungen investieren, um das Problem wirksam anzugehen. Join Together ruft auf, die Regierungen, ihre gewählten Vertreter auf diesen Missstand hinzuweisen und offeriert einen Musterbrief. (Quelle: Join Together, Take Action! 29.5.09) Kommentar: Bei uns ist es nicht viel anders. Nur kümmert’s hier (ausser einige Fachleute) kaum jemand.

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FCZ:FCB, weiteres Hochrisikospiel in Zürich

Samstag 16. Mai 2009 von htm

Morgennachmittag steht das Hochrisiko-Fussballspiel Zürich:Basel auf dem Programm. Die Polizei muss einen Grosseinsatz leisten. Die Kosten gehen weiterhin auf Kosten der Steuerzahler. Es war schon von 300’000 Franken die Rede. In der Nacht auf Montag wird es keine Freinacht geben. Dies hat das Zürcher Polizeidepartement entschieden. «Spielschluss ist bereits um 18 Uhr. Somit bleibt genügend Zeit zum Feiern, bis die Bars regulär schliessen», begründet Departementssprecher Robert Soos. Viele der Fans, aber auch Anwohner werden am nächsten Tag arbeiten müssen. Ohnehin sind im Kreis 4 169 Clubs und Bars bis in den Morgen offen. Im Stadion soll es nur Leichtbier (1,8%) geben. Das von der Stadtpolizei bei Hochrisikospielen verfügte Alkoholverbot in angrenzenden Gaststätten wurde vom Statthalteramt im April aufgehoben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.5.09)

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Obdachlose Alkoholiker unterzubringen lohnt sich

Sonntag 5. April 2009 von htm

Obdachlosen Alkoholikern Unterkunft und unterstützende Hilfe zu geben kostet den Steuerzahler weniger, als ihn auf der Strasse zu lassen, wodurch des Steuerzahlers Geld zur Polizei und zu Notfall-Gesundheitsdiensten fliesst. Sichere Unterkunft hat geringeren Alkoholkonsum zur Folge, gemäss einer Studie in Seattle, USA, publiziert im Journal of the American Medical Association (JAMA) am 1.4.09. (Quelle: Medical News Today, 2.4.09)

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Gewinn für Aktionäre, Kosten für Steuerzahler und Staat

Freitag 3. April 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Einbecker Brauhaus: Mehr ist weniger“ – sarastro – 03.04.2009:
Ist es nicht pervers, dass eine Brauerei Dividenden ausschütten kann, während der Steuerzahler und der Staat Milliarden für die Sozialkosten aufbringen müssen, um die Schäden dieser Aktionäre zu decken?
Dass die Bundesregierung mit schuld sein soll am „kleinen“ Gewinn ist ja wohl ein Witz, haben doch die Brauer an vorderster Front jeden noch so guten Massnahmenvorschlag der Regierung, der die Schäden reduzieren könnte, mit grossem Druck hintertrieben.

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Was tut die deutsche Regierung gegen Alkohol?

Dienstag 31. März 2009 von htm

Online-Kommentar zu Schülerfrage auf Yahoo:
Wenn Ihnen an einer kompetenten Antwort liegt, sollten Sie auch kompetente Stellen anfragen. Z.B. Sabine Bätzing, die Drogendelegierte der deutschen Bundesregierung, oder die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen oder www.alkoholpolitik.ch.
Hier noch konkrete Hinweise zu den bisherigen Antworten: Die Einnahmen aus Alkoholsteuern decken bei weitem nicht die Kosten, die dem Staat und dem Steuerzahler aus den Alkoholschäden erwachsen. Der Staat hätte ein grosses Interesse, den Alkoholkonsum zu reduzieren. Aber er tut sich sehr schwer, weil die Alkoholindustrie zu mächtig ist. Die Politiker haben Angst um die Wählerstimmen. Deshalb unterstützen sie die nötigen Massnahmen nicht. Was nötig wäre, ist bereits seit Jahren bekannt: Steuern und Mindestpreise, Einschränkung der Erhältlichkeit, Mindestalter anheben (heute 16 für Vergorenes und 18 für Gebranntes) und durchsetzen, Promillegrenze im Verkehr senken und durchsetzen, Werbung verbieten (verbessert Präventionsbemühungen, damit sie glaubwürdiger werden).
Quelle(n):
www.alkoholpolitik.ch

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Zürich zahlt über 234’000 Franken für Botellón

Freitag 13. März 2009 von htm

Der Botellón vom 29.8.08 verursachte Fr. 34’000 für die Wiederherstellung der Blatterwiese, nachdem sie erst kurz vorher mit viel Geld renoviert worden war. Mehr als Fr. 200’000 kosteten die Einsätze von Sanität, Polizei, Zivilschutz und privatem Sicherheitspersonal. Die Verursacher konnten nicht belangt werden. (Quelle: NZZ, 13.3.09 mit unserem Kommentar) Tages-Anzeiger, 13.3.09Kommentar: Den Steuerzahler wird dies kaum beeindrucken. Er zahlt ja laufend an die Milliarden Alkoholschäden und merkt nicht, dass er es als Stimmbürger in der Hand hätte, eine Änderung herbeizuführen. Die Parlamentariermehrheit, die hierin ein wichtiges Arbeitsfeld sieht, müsste allerdings auch erst gefunden werden.

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