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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

D: Plan für Prävention und Gesundheitsförderung

Freitag 13. April 2012 von htm

CDU/CSU-Bundestags­fraktion bereitet Eckpunkte für eine nationale Präventions­strategie vor.
Unter dem Leitmotiv „Glückliches Deutschland: Gesundheitsbewusstsein und Vor­beugung“ haben Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, darunter Johannes Singhammer, Jens Spahn, Annette Widmann-Mauz, ein Arbeitspapier mit Eckpunkten für eine nationale Präventionsstrategie erarbeitet, das als Vorlage für die Klausurtagung der AG Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 12./13. April in Niedernberg dient.

Primäres Ziel einer nationalen Präventionsstrategie müsse es sein, heißt es in dem Papier, die gesundheitliche Eigenkompetenz und Eigenverantwortung in allen gesellschaftlichen Schichten zu aktivieren. Erforderlich sei ein Paradigmenwechsel hin zu einer stärkeren Betonung von Prävention und Gesundheitsförderung; diese müssten im deutschen Gesundheitswesen neben Kuration und Rehabilitation gleichwertig und verbindlich geregelt werden. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 12.4.12)

unser Online-Kommentar:
Es tönt alles sehr schön. Nur muss man wissen, dass gemäss heutigem Bericht der DHS der Alkoholkonsum praktisch gleich hoch geblieben ist, obwohl eine Unmenge an Verhaltens-Prävention gelaufen ist. Genau die Prävention, die in dem Papier angestrebt wird: Förderung der Eigenkompetenz und Selbstverantwortung. Das reicht offenbar nicht. Die Wissenschaft berichtet dies schon lange.
Andererseits wird erwähnt, „Diese Ziele sollten sich daran orientieren, wie verbreitet und schwerwiegend die Krankheit oder Gesundheitsstörung sind, wie beeinflussbar sie durch Maßnahmen der Prävention sind, welchen volkswirtschaftlichen Stellenwert sie haben und inwieweit Präventionsmaßnahmen evidenzbasiert sind und eine positive Kosten-Nutzen-Relation haben.“
Das wäre genau die Alkoholpolitik, die nötig wäre. Aber man kann jetzt schon davon ausgehen, dass dieser kleine Passus wichtiger sein wird: „welchen volkswirtschaftlichen Stellenwert sie haben.“ Der Einfluss der Alkoholindustrie wird alle schönen Ankündigungen wie bsher im Sand verlaufen lassen.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Jugend, Nichtübertragbare Krankheiten, Politik, Rehabilitation, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Wirtschaft, Zitate | Keine Kommentare »

Bunte Bändeli gegen den Exzess an der Wetziker Chilbi

Montag 23. August 2010 von htm

Der Alkoholkonsum an der Wetziker Chilbi hatte in den letzten Jahren denkwürdige Folgen. Doch dieses Jahr soll alles anders werden. Mit einer neuen Präventionsstrategie will das Organisationskomitee verhindern, dass der Abend in einem bösen Morgen – oder bildlich gesprochen: über der Kloschüssel – endet. Das Konzept: An den Haupteingängen des Geländes und vor der Eishalle befinden sich vier Checkpoints. … Solange sich die Bars nicht konsequent an die Beschränkungen hielten, sei das Konzept zwecklos, meint die Bubikerin. Tatsächlich tragen die meisten Chilbibesucher zwar einen Becher in der Hand, aber kein Bändeli um den Arm. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.10) Kommentar: Einzelbeobachtungen genügen nicht zur Einschätzung des Erfolgs. Umsatz- und Besucherzahlen, sowie die Berichte der Notfallstationen müssten mit dem Vorjahr verglichen werden. Besser wäre es auf alle Fälle, nicht nur auf eine Massnahme abzustellen. Z.B. strenge Kontrollen der Verkaufsstellen mit massiven Sanktionen, Mindestpreise für Alkoholika, wesentlich billiger als für Alkoholfreies, z.B. durch hohe Standgebühren. Mitgebrachten Alkohol verbieten und einsammeln.

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Arbeitsplatz, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

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