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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

CH: Kanton Bern: Bis zehn Uhr darf man weiterhin Alkohol kaufen

Donnerstag 9. Juni 2011 von htm

Das nächtliche Alkohol-Verkaufsverbot im Kanton Bern wird nicht ausgedehnt. Mit 75 zu 67 Stimmen hat der Grosse Rat am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoss von Andreas Blaser auch als Postulat abgelehnt.
Blaser (SP/ Steffisburg) forderte ein Alkohol-Verkaufsverbot zwischen 21 Uhr abends und 7 Uhr morgens. Er verwies auf das Beispiel des Kantons Genf: Dort habe sich das seit 2005 geltende nächtliche Verkaufsverbot als wirksame Präventionsmassnahme erwiesen.
Sprecher von SVP, FDP und BDP hielten entgegen, das Verkaufsverbot löse das Problem nicht, schade aber dem Gewerbe. «Jugendschutz ja, aber nicht auf Kosten der KMU», mahnte etwa Moritz Müller (SVP/Bowil). Wichtiger seien regelmässige Kontrollen und Präventionsmassnahmen. …(Quelle: Google Alkohol News, 9.6.11) derbund.ch, 08.06.11 unser Online-Kommentar: Es gibt keine wirksame Alkoholprävention, die nicht der Alkoholindustrie schadet. Schadenrückgang heisst auch Konsumrückgang. Darum plädiert die Weltgesundheitsorganisation immer wieder, dass Alkoholprävention ohne die Industrie geplant werden müsse. Diese ist nur an ihrem Umsatz interessiert.
Gerade die bürgerlichen Parteien lehnen erfahrungsgemäss alle wirksamen Massnahmen ab.

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5 Jahre 0,5-‰-Grenze in der Schweiz, ein grosser Erfolg

Freitag 25. Dezember 2009 von htm

Leserbrief zu „Umstrittene 0,5-PromilleGrenze rettete viele Leben“ bei Basler Zeitung online, 24.12.09
47,5% weniger alkoholbedingte Todesfälle nach zwei Jahren, das ist eine stolze Bilanz, wie sie wahrscheinlich von keinem andern umliegenden Land bei der Einführung der 0,5‰-Grenze erreicht wurde. Aber es brauchte einen jahrzehntelangen Kampf vor allem der Abstinentenverbände, bis das Parlament ein Einsehen hatte und die ewiggestrigen Liberalen und Wirtschaftsvertreter überstimmte. Wer präsentiert diesen die Rechnung für Tausende während dieser Jahrzehnte unnötig gestorbene Verkehrsopfer? Auch hat man den Eindruck, dass sie nichts daraus gelernt haben. Sie mauern wie bisher bei jeder offensichtlich notwendigen, wissenschaftlich erhärteten Präventionsmassnahme.

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Die kantonale Alkoholsteuer in Neuenburg

Donnerstag 20. August 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Kreative Geldbeschaffung“ in der „Weltwoche“ Nr. 34/09 vom 19.8.09 (Volltext nur für Abonnenten)
kurtkoblet sollte einmal ausrechnen, um wieviel die Alkoholika bei dieser lächerlich geringen Steuer teurer werden können. Wahrscheinlich wird dieser Obolus gar nicht preiswirksam. Das Interessante an dieser vom Bundesgericht abgesegneten Steuer ist, dass nun die Kantone versuchen könnten, eine präventiv begründete massivere Alkoholsteuer einzuführen, um die alkoholbedingten Schäden wenigstens teilweise zu decken, und dass der Bund vielleicht nachziehen könnte, um am Kuchen teilzuhaben. Diese fiskalische Steuer ist übrigens in den USA in dieser Krisenzeit von mehreren Bundesstaaten zur Defizitdeckung eingesetzt worden. Alkoholsteuern sind die am besten wirksame Präventionsmassnahme, um die in der letzten Weltwoche-Nr. angeprangerten Missstände zu beheben.

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