www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Priester und Politiker sind laut Suchtforscher besonders gefährdet

Donnerstag 14. Juli 2011 von htm

Der Bundestagsabgeordnete Schockenhoff (CDU) hat sich öffentlich zu seinem Alkoholproblem bekannt. Der Suchtforscher Michael Klein von der Katholischen Hochschule in Köln warnt im domradio.de-Interview, auch Priester sind gefährdet, Alkohol zu missbrauchen. Bei dieser Gruppe gehe es genauso um „Stress, Verantwortung, Tabuisierung und Einsamkeit“. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.7.11) domradio.de, 13.7.11 Kommentar: Das Thema Alkohol wird in der katholischen Kirche weiterhin tabuisiert. Dabei müsste Alkoholprevention als wichtiges Thema innerhalb der Diakonie-Diskussion behandelt werden: Gesellschaftliche Mitverantwortung, Menschenwürde, Nächstenliebe, Werte.

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Früherkennung, Internationales, Kultur, Religion und Alkohol, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

CVP bringt Vorschläge im Gesundheitswesen

Samstag 10. April 2010 von htm

Dass die steigenden Kosten im Gesundheitswesen ein Problem darstellen, ist unbestritten. Zur Lösung liegen etliche Vorschläge auf dem Tisch. Am Freitag hat die CVP weitere präsentiert. Sie möchte die medizinische Versorgung neu organisieren. «Es kann nicht sein, dass die Prämienlast jedes Jahr wächst», hat CVP-Präsident Christophe Darbellay am Freitag vor den Medien gesagt. Die CVP lege deshalb einen Plan vor, um das Gesundheitswesen wieder fit und bezahlbar zu machen. Im Zusammenhang mit der Krebsbehandlung soll die Menschenwürde ein wichtiges Kriterium sein. Der Artikel endet mit: „Zwiespältig fällt die Forderung zur Prävention aus: So wehrt sich die CVP gegen Eingriffe in die persönliche Freiheit, verlangt aber „pfiffige“ Angebote für mehr Bewegung und gesündere Ernährung.“ (Quelle: NZZ, 9./10.4.10) Kommentar: Die Menschenwürde, die bei Alkoholkonsum oft verloren geht, scheint die CVP nicht zu kümmern. Den Eingriff in die persönliche Freiheit sieht sie wahrscheinlich in Verbindung mit wirksamen Massnahmen zur Eindämmung der Alkoholschäden. Sie übersieht dabei geflissentlich, dass die ganze Bevölkerung seit über 100 Jahren von der Alkoholbranche in der persönlichen Freiheit massiv beschnitten wird, indem sie eine Gesellschaft von Passivtrinkern geworden ist, die ungefragt die verminderte Lebensqualität in Kauf nehmen und die horrenden Sozialkosten ein Leben lang bezahlen muss.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Armut, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Kinder, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Zitate | Keine Kommentare »

Kommentare zu Artikel der Weinakademie Berlin betr. WHO

Sonntag 17. Januar 2010 von htm

Online-Kommentar 1 zu Weinakademie Berlin, 15.1.10 „WHO berät über schärfere Maßnahmen gegen Alkohol“
Ihr Artikel ist vorsichtig gemässigt ausgefallen. Es wäre wirklich an der Zeit, dass die Alkoholindustrie sich auf ihre Verantwortung besinnen würde, indem sie Hand zu wirksamen Massnahmen bietet. Das hat mit Prohibition gar nichts zu tun, sondern mit Achtung vor dem Menschenleben und vor der Menschenwürde. Es wäre in diesem Sinn nötig, die wissenschaftlich erhärtet als wirksam bekannten Massnahmen zu akzeptieren und nicht ständig auf die unwirksamen Aufklärungsbemühungen zu setzen. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee dargestellt, die in vielen Ländern zur Anwendung kommen könnte. Sie wäre eine Möglichkeit, die erwünschte Verbesserung zu bringen, ohne die Wein- und Obstbauern zu schädigen. Für eine Weinakademie eigentlich eine lohnenswerte Abklärungs-Aufgabe.

Kommentar 2: Ich gestehe, dass ich positiv überrascht bin über Ihre Worte. Da ich Sie nicht persönlich kenne, weiss ich allerdings nicht, wie ehrlich sie gemeint sind. Zu viel Zeit ist schon vertan worden mit nutzloser Selbstregulierung. Da bräuchte es schon konkrete Hinweise auf eine Gesinnungsänderung der Alkoholbranche.
Die Idee des Weins mit niedrigem Alkoholgehalt finde ich prüfenswert. Nur 1 – 2% weniger Alkohol ist allerdings kein grosser Unterschied. Auch besteht die Gefahr, dass ein damit ausgelöster Mehrkonsum nur die Verkäufe aber nicht die Gesundheit fördert, wie es bei den Light-Zigaretten zu beobachten war. Immerhin wäre es ein Gegentrend zu den in letzter Zeit geförderten stark alkoholhaltigen Weinen. Auch der Trick, mit immer grösseren Gläsern den Umsatz zu steigern, müsste aufgegeben und wieder kleinere Einheiten die Regel werden. Klein aber fein! Ich bin gespannt, was sich bei Ihnen weiter tut.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

WHO berät über Strategie gegen Alkohol

Samstag 16. Januar 2010 von htm

Steuern erhöhen, Beschränkung der Verfügbarkeit und Werbeverbote. So läßt sich der Entwurf für die Fortschreibung der Alkohol-Politik der Weltgesundheitsoranisation der UNO (WHO) zusammenfassen. Das Papier soll bei der Gesundheitsministerkonferenz im Mai verabschiedet werden, berichten die Kollegen von Wine and Spirits Daily aus New York. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.1.10) Weinakademie Berlin, 15.1.10 Online-Kommentare: Ihr Artikel ist vorsichtig gemässigt ausgefallen. Es wäre wirklich an der Zeit, dass die Alkoholindustrie sich auf ihre Verantwortung besinnen würde, indem sie Hand zu wirksamen Massnahmen bietet. Das hat mit Prohibition gar nichts zu tun, sondern mit Achtung vor dem Menschenleben und vor der Menschenwürde. Es wäre in diesem Sinn nötig, die wissenschaftlich erhärtet als wirksam bekannten Massnahmen zu akzeptieren und nicht ständig auf die unwirksamen Aufklärungsbemühungen zu setzen. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee dargestellt, die in vielen Ländern zur Anwendung kommen könnte. Sie wäre eine Möglichkeit, die erwünschte Verbesserung zu bringen, ohne die Wein- und Obstbauern zu schädigen. Für eine Weinakademie eigentlich eine lohnenswerte Abklärungs-Aufgabe.

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Alkohol und Christsein?

Dienstag 8. Dezember 2009 von htm

gefragt von Redman88Redman88 am 07.12.2009 um 8:46 Uhr bei gutefrage.net
Wie ist es mit Menschen, die Bibeltreu sind? Gilt das Alkoholverbot auch für sie absolut, bis auf das Abendmahl? Das Abendmahl ist ja etwas Symbolisches. Gibt es einen festen Vers, der besagt: ein Christ darf kein Alkohol, bis auf das Abendmahl?
Online-Antwort von Kontrabass:
Die Regel sollte für alle gelten, besonders aber für Christen: Wenn Alkohol, dann mässig. Christen mit ihrem Gebot der Nächstenliebe und ihrer hohen Wertschätzung der Menschenwürde sollten sich aber auch Gedanken machen über die grosse Alkoholnot in unserer westlichen Gesellschaft und sich für deren Reduzierung einsetzen, d.h. für eine aktive, wissenschaftlich erhärtete Alkoholpolitik. Leider sind unsere christlichen Kirchen auf diesem Gebiet inaktiv. Was viele nicht wissen: In der Bibel gibt es im Urtext 11 verschiedene Ausdrücke für vergorenen Wein, alkoholfreien Traubensaft, für beides, Traubenmus, getrocknete Trauben – und die wurden alle mit „Wein“ übersetzt. Ob da eine bewusste Irreführung dahintersteckt, ist wohl nicht nachzuweisen. Der Alkohollobby dient es auf alle Fälle, in der Kirche oder ausserhalb. Kritische, unabhängige Artikel zur Alkoholpolitik finden Sie auf www.alkoholpolitik.ch.

Kategorie: Allgemein, Internationales, Konsumhaltung, Leserbriefe, Politik, Religion und Alkohol | Keine Kommentare »

Alkohol-Beichte als Vorbild (Online-Kommentar)

Sonntag 29. November 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Alkohol-Beichte als Vorbild“ auf oe24, am 28.11.09: Das öffentliche Bekenntnis dieses Priesters begrüsse ich sehr, besonders weil es die gegenwärtige Präventionskampagne unterstützt. Noch mehr würde ich es schätzen, wenn die katholische Kirche sich aufraffen könnte, allgemein deutlich die Bestrebungen zu unterstützen, den Alkoholkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden zu reduzieren. Die WHO und die EU ringen gegenwärtig hart mit der Alkoholindustrie um gangbare Lösungen. Da würde eine eindeutige Stellungnahme gegen das überbordende Alkoholmarketing und seinen Einfluss in allen Lebenslagen eine wichtige Rolle spielen. Das Christentum steht doch für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Nächstenliebe ein. …

Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Prominenz, Verhaltens-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

Die Schweizer Werber kritisieren, wir antworten

Donnerstag 19. März 2009 von htm

Wir veröffentlichen nachfolgend den Kommentar der Schweizer Werber auf den Entscheid des Ständerates vom 18.3.09 für ein Werbeverbot am Fernsehen. Darunter folgt unser Kommentar dazu. Die Numerierung entspricht den Abschnitten auf der Werberseite.

Aus: Klein Report – Der Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche
Archiv – Mittwoch, 18. März 2009
Alkohol-Werbeverbot am TV ist «abstrus»

Unser Kommentar:

Alkohol-Werbeverbote am TV und überall sonst sind sinnvoll
1. Je weniger Alkohol-Werbung sie sehen, desto besser. Was in unserer Macht steht, dies zu beeinflussen, sollten wir tun. Wir sind für das mediale Umfeld unserer Jugend mitverantwortlich. Dieses bestimmt, wie glaubwürdig und damit wie wirkungsvoll unsere Präventionsbotschaften sind.

2. Leider ist der Prozentsatz der Mitmenschen, vor allem der Jugendlichen und Kinder, die gegen Werbung immun sind, sehr gering, dazu gibt es genügend wissenschaftliche Nachweise, sogar eine kürzliche Untersuchung mit Studenten, die sicher von sich behaupten, eigenverantwortlich handeln zu können. Medienerziehung wird schon lange betrieben und bringt nicht viel. Da ein Schutz vor Werbung also nicht möglich ist, muss man diese schädliche Werbung so weit wie möglich ausschalten.

3. Wie „wertvoll“ diese sogenannt liberale Gesellschaftsordnung ist, erleben wir heute zur genüge. Wer daran glaubt, ist selber schuld und beweist das Fehlen oder nichtbenützen von Intelligenz und oder Charakter. Eine humane, ethische und/oder christliche Grundhaltung, die Verantwortung für den Nächsten übernimmt, die Menschenwürde hochhält und anerkennt, dass die Freiheit des Einzelnen aufhört, wo die Freiheit und die Rechte des Nächsten beeinträchtigt werden, passt besser in unsere Gesellschaft. Ein unbeschränktes Informationsrecht, das zum Schaden der Gesellschaft ausgeübt werden kann, gibt es bei uns nicht.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Interventionen einzeln, Jugend, Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Werbung | Keine Kommentare »

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