www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zu „Mehr Schutz für die Jugend“

Dienstag 31. Mai 2011 von htm

24.05.2011

Coop Zeitung

Online

Leserbrief zu „Mehr Schutz für die Jugend“ vom 24.5.11

Das Heraufsetzen des Mindestalters ist eine von mehreren sinnvollen Massnahmen, wenn eine Gesellschaft ihr Alkoholproblem entschärfen will. Die Widerstände gegen ein Mindestalter sind immer die gleichen, egal bei welchem Alter. Auch wenn einige das Gesetz umgehen, ist der Effekt per Saldo eben doch vorhanden und wertvoll.
Wer von seinen Alkoholerfahrungen auf die Gesamtheit der Bevölkerung schliesst, unterliegt einer Selbsttäuschung.

So gesehen ist die Massnahme von Coop sinnvoll. Dass Coop damit Imagepflege betreibt, um ihre Rolle als grösster Alkoholhändler in der Schweiz zu bemänteln, ist ein anderes Kapitel. Mit ihrer aggressiven Tiefpreispolitik auf dem Alkoholsektor hat sie einen grossen Anteil am Leid und and den gesellschaftlichen Kosten, die das Alkoholproblem uns verursacht.

Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer

(Am 31.5.11 gekürzt veröffentlicht)

Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Wie die deutsche Alkohollobby die Alkoholpolitik macht

Donnerstag 4. Juni 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Die Gesetzeshüter“ in „Die Zeit“ vom 14.5.09
Ein sehr erhellender beängstigender Artikel
Der Artikel „Die Gesetzeshüter“ ist eine der wenigen journalistischen Arbeiten, die auf dem Gebiet der Alkoholpolitik wirklich recherchiert sind. Wie einige der Kommentare aber zeigen, ist die Aussage immer noch zu wenig deutlich: Der Kampf um die Volksgesundheit und die sozialen Kosten des Alkoholkonsums wird von einer schwachen Regierung auf die untere Ebene delegiert, wo die Alkoholindustrie, ihre Verbündeten und die von ihnen abhängigen Geldempfänger mit wenigen Schachzügen die Gesundheitslobby, welche die Interessen des blinden, weitgehend „alkoholisierten“ Volkes vertritt und sich dabei auf die Wissenschaft, die Polizeistatistiken und den gesunden Menschenverstand stützen kann, auszumanövrieren vermag.
Dieser Vorgang ist nicht nur typisch für Deutschland. Auch andere Industrieländer erleben die gleiche Tragik. Aber diese lehrbuchartige Schilderung kann vielleicht einigen die Augen öffnen. Wie lange sich Sabine Bätzing oder andere in gleicher Situation noch verheizen lassen wollen, hängt wahrscheinlich davon ab, wie sie ihre Selbstachtung noch bewahren können. Mein Mitgefühl haben sie.
Ihre Kritiker werden wahrscheinlich noch lange nicht merken, dass sie ihre vermeintliche Freiheit schon lange der Alkohollobby geopfert haben, für die sie ungefragt über die Jahre Tausende von Euros an Sozialkosten bezahlt haben und weiter bezahlen, von denen sie die eigene Lebensqualität und die ihrer Kinder beschneiden lassen und die millionenfaches Leid über die Menschen gebracht haben und täglich bringen. Ein Schweizer Pädagoge schrieb ein Buch: „Dummheit ist lernbar.“ Die Alkoholindustrie ist eine ausgezeichnete Lehrinstanz. Wer sich informieren will: www.alkoholpolitik.ch

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Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Leserbriefe, Politik, TOP NEWS, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

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