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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief betr. Krebsvorsorge

Mittwoch 19. Februar 2014 von htm

Bericht rät von Brustkrebs-Tests ab – und löst damit Empörung aus. Tages-Anzeiger vom 3.2.14 (siehe auch: Bald 40 Prozent mehr Krebserkrankungen, Tages-Anzeiger vom 3.2.14)

Die Aufregung um diesen Bericht beherrscht in den Medien das Thema Krebs und die mögliche Prävention im Allgemeinen. Eine wichtige Verlautbarung der Weltgesundheitsorganisation wird dadurch überdeckt. Sie hat eben, alarmiert durch die wachsenden Schäden durch Krebs, eindringlich gewarnt und mit Nachdruck die Einführung von wirksamen Präventions-Strategien gefordert.

Die oft vergessene Verbindung in Präventionsanstrengungen sei die zwischen Alkohol und Krebs. In Bezug auf Krebs gibt es keine sichere Konsummenge. Die Entdeckung erster schlüssiger Verbindungen zwischen Alkohol und Krebs gehen aufs Jahr 1987 zurück. Heute, 26 Jahre später, sind sich nur 36% der EU-Bürger dieser Verbindung bewusst. Schweizer BürgerInnen wohl noch weniger. Alkoholische Getränke beeinträchtigen den Verdauungsapparat und tragen zur Entstehung von Brust-Krebs bei. Die WHO bringt um 60 verschiedene Krankheiten mit Alkohol in Verbindung.

Da Europa den weltweit stärksten Alkoholkonsum aufweist, einige Länder mit dem 2,5-fachen des globalen Konsum-Durchschnitts, sollte dies zu sofortiger Aktion aufrufen. Der Anteil von Alkohol an einer Reihe von Krebsarten müsste besser beachtet werden. Es braucht vermehrte öffentliche Information, mehr Aufmerksamkeit bei den Gesundheitsberufen und wirksame Massnahmen, um diese Zusammenhänge hervorzuhaben und für Aktionen zu werben, die vermeidbare Krankheiten und Todesfälle vermindern können.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung stellt fest, dass die Ergebnisse von Krebs-Kontrollmassnahmen zeigen, Prävention hat Erfolg, aber Gesundheitsförderung allein wirkt ungenügend. Eine angemessene Gesetzgebung spielt eine wichtige Rolle bei der Verminderung der Exposition und des Risikoverhaltens.
(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Entwicklungs- und Schwellenländer, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Medizin, Neues Alkoholgesetz (CH), Nichtübertragbare Krankheiten, Politik, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Vorsorge, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

Leserbrief zur kürzlichen EU-Krebsstudie

Donnerstag 28. April 2011 von htm

16.4.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Nur kein Glas Wein pro Tag ist wirklich gesund“, Tages-Anzeiger vom 14.4.11

Als ich vor fast zehn Jahren meine unabhängige, kritische Webseite alkoholpolitik.ch startete, schrieb ich im Vorwort: „Alkoholpolitik ist in der Schweiz wie auch in andern Ländern ein eher unbeliebtes Thema, weil sehr oft die eigene Konsumhaltung, wirtschaftliche Eigeninteressen oder einfach die gesellschaftliche Wirklichkeit einer objektiven Betrachtungs- und Handlungsweise im Wege stehen.“

Diese Aussage gilt noch immer, besonders, wenn man die Leserbriefe vom 16.4.11 zum obigen Artikel liest. Auch die kürzliche Debatte im Nationalrat zum neuen Präventionsgesetz stand unter diesen Aspekten. Die persönliche Auseinandersetzung mit Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung unterliegt den gleichen Kriterien. Viele akzeptieren nur jene Resultate, die ihrer eigenen vorgefassten Meinung entsprechen.

Um als Laie wissenschaftliche Forschung einigermassen verstehen und gewichten zu können, braucht es gewisse Grundkenntnisse. Auf der erwähnten Webseite werden immer wieder auch wissenschaftliche Arbeiten kommentiert.

Seit 1999 das internationale Institut der Internationalen Alkoholindustrie in Washington (ICAP) ein Büchlein herausgegeben hat mit dem Titel „Wer sind die Abstinenten“, wurden sintflutartig wissenschaftliche Arbeiten über die gesundheitspositiven Wirkungen alkoholischer Getränke herausgebracht. Die „Abstinenten“ schnitten immer schlechter ab als Alkoholkonsumenten. Die Medien übernahmen diese Meldungen meist unbesehen. Arbeiten, welche diesen Forschern unsaubere Methoden nachwiesen, oder den Interessen der Alkohollobby zuwider liefen, wurden nicht veröffentlicht.

Wenn nun die EU in einer gross angelegten Studie die Gefährlichkeit von Alkoholika in Bezug auf Krebserkrankungen erforschen lässt, weil eine Beweislücke bestand, gibt ihr dies nun Hinweise auf mögliche Präventionsschritte und Argumente gegenüber der übermächtigen Alkohollobby, die aus Eigeninteresse jede wirksame Prävention bekämpft. Der durchschnittliche Konsument als sogenannt „mündiger Bürger“ wird sich wie bisher eher von der Alkoholwerbung als von der Gegenwerbung überzeugen lassen. Siehe ganz oben.

Forschungsresultate werden so formuliert, dass ausgesagt wird, mit einer Wahrscheinlichkeit von x% könne dies oder jenes eintreten. Wer also glaubt, er sei davon nicht betroffen, kann sich jedes mögliche Argument einfallen lassen, er hat vielleicht sogar recht, kann sein Glas geniessen und z.B. 104 Jahre alt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will und andere Genüsse vorzieht, wird sein Leben bewusst anders einrichten. Das Leben kann so viele verschiedene schöne Facetten bieten!

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(nicht veröffentlicht)

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D: Alkohol verursacht bei Männern 18 000 Krebsfälle jährlich

Mittwoch 13. April 2011 von htm

Krebs ist ein grausames Schicksal, doch ist die Krankheit wirklich nur Schicksal? Eine neue Studie zeigt, dass in Deutschland jährlich rund 18 000 Krebserkrankungen bei Männern durch Alkoholkonsum ausgelöst werden. Das ist in Europa ein trauriger Rekord. „Nach unseren Ergebnissen wären bereits sehr viele Krebsfälle vermeidbar, wenn die Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen berücksichtigt würden, das heißt, wenn man als Mann nicht mehr als zwei Gläser beziehungsweise als Frau nicht mehr als ein Glas eines alkoholischen Getränks pro Tag konsumiert“, sagt Madlen Schütze, Erstautorin der Studie und Epidemiologin am DIfE. „Noch mehr Krebserkrankungen ließen sich vermeiden, wenn jeder ganz auf Alkohol verzichten würde.“ (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) bild.de, 12.4.11 unser Online-Kommentar: An diesem Krebs-Bericht ist vor allem interessant, dass bei völligem Verzicht auf Alkohol viele Krebserkrankungen vermieden werden könnten. Bisher wollte uns ein Teil der Wissenschaft einreden, ein bis zwei Gläser pro Tag seien gesund.
Was die Möglichkeiten angeht, wie der Alkoholkonsum zum Wohl der ganzen Bevölkerung reduziert werden könnte, sind die Regierungen voll im Bild. Sie haben im Mai 2010 in Genf an der Generalversammlung der WHO eine Resolution für eine globale Alkohol-Strategie einstimmig beschlossen, die sie jetzt auf freiwilliger Basis in den Ländern umsetzen sollten. Leider sind viele Regierungen alkoholabhängig und nicht willens, dies zu tun. Statt dessen gibt es unnütze Alibiübungen und vor allem an die Jugend gerichtete Aktionen, die Erwachsenen werden geschont. Weiter wie bisher: Die Profite der Alkoholindustrie, die Schäden dem Volk.

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TOP NEWS: Jährlich 2,5 Millionen Tote durch Alkohol

Dienstag 15. Februar 2011 von htm

Alkohol tötet weltweit jährlich 2,5 Millionen Menschen. Die meisten davon sterben durch alkoholbedingte Unfälle, viele aber auch an Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen oder Leberzirrhose. Das geht aus dem jüngsten Report zu Alkohol und Gesundheit hervor, den die Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag in Genf veröffentlichte.
Der meiste Alkohol wird demnach in den Industrieländern der Nordhalbkugel getrunken, aber auch in Argentinien, Australien und Neuseeland. Am niedrigsten ist der Konsum in den Ländern, in denen viele Menschen aufgrund ihres islamischen Glaubens abstinent leben – etwa in Nordafrika, dem Nahen Osten und Südasien. (Quelle: Google Alkohol News, 13.02.11) handelsblatt.com, 13.2.11 WHO: Global status report on alcohol and health analyses

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Fast jeder dritte Schweizer stirbt an Krebs

Freitag 11. Februar 2011 von htm

Die Zahlen erschrecken: Mehr als 35’000 Menschen erkranken in der Schweiz jährlich an Krebs, 16’000 sterben daran. (Quelle: blick.ch, 7.2.11) Kommentar: Über die Rolle des Alkohol erfährt man fast nichts in den Pressemeldungen. Dabei spielt er bei einigen Krebserkrankungen eine massgebliche Rolle.

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Michael Douglas: Krebs besiegt, keine Zigaretten, wenig Alkohol

Mittwoch 12. Januar 2011 von htm

Michael Douglas will nach seiner Krebsheilung alles dafür tun, dass er gesund bleibt – erste Maßnahme ist daher weniger Alkohol und keine Zigaretten.
Bei dem „Wallstreet“-Star wurde im August Krebs diagnostiziert und er musste sich einer Chemotherapie unterziehen, um die tödliche Krankheit zu bekämpfen. Gestern verkündete Douglas, er habe den Krebs besiegt und versprach im gleichen Atemzug sich jetzt von einigen schlechten Angewohnheiten zu verabschieden. .. (Quelle: Google Alkohol News, 11.01.11) unterhaltung.freenet.de, 11.1.11

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Krebs: Alkohol lässt Tumore wachsen

Mittwoch 15. September 2010 von htm

Alkohol fördert Krebs. Fast vier Prozent aller Krebserkrankungen ließen sich auf einen chronischen Alkoholkonsum zurückführen, warnen Experten im Vorfeld der Tagung der „European Society for Biomedical Research on Alcoholism“ in Heidelberg. Schon geringe Alkoholmengen erhöhten das individuelle Krebsrisiko, vor allem Frauen reagierten besonders empfindlich. Bei ihnen bestehe ein linearer Zusammenhang zwischen konsumierter Alkoholmenge und Anstieg des Brustkrebsrisikos. Bereits bei einer täglichen Menge von 18 Gramm reinen Alkohols (etwas mehr als ein Achtel Liter Wein) steige das Risiko für Brustkrebs deutlich. „Frauen empfehlen wir, nicht mehr als 0,3 Liter Bier oder 0,15 Liter Wein und Männern, nicht mehr als 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein, an nicht mehr als fünf Tagen pro Woche zu trinken, wenn sie ihr Risiko für alkoholbedingte Krankheiten gering halten wollen“, rät Prof. Helmut K. Seitz, der diesjährige Kongress-Präsident. (Quelle: Google Alkohol News, 15.9.10) netdoktor.de, 14.9.10

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Michael Douglas: Krebs von Alkohol verursacht?

Donnerstag 2. September 2010 von htm

Der an Kehlkopfkrebs erkrankte Oscar-Preisträger Michael Douglas ist davon überzeugt, Alkohol sei die Ursache für sein Leiden. (Quelle: Google Alkohol News, 2.9.10) Star-News/naanoo.com, 1.9.10

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CH: Neue Gesundheitsanpreisung für Bier

Donnerstag 8. Juli 2010 von htm

Im Heft „Gesundheitstipp Nr. 7/8 2010 wird nach der Wein/Resveratrol-Anpreisung nun das Bier mit einem neuen angeblich gesunden Wirkstoff hochgelobt: Vom Xanthohumol, in Hopfen enthalten, vermuteten Forscher, er schütze vor Krebs, er könne das Wachstum von Krebszellen bremsen, Knochen schützen, gegen Übergewicht und Diabetes helfen. Alles ohne Belege. In einer Testserie wurde untersucht und aufgelistet, welche Biere am gesündesten seien. Fazit: Filtrierte Biere schnitten schlechter ab, „trübes Bier ist am gesündesten“. 2 alkoholfreie (gefilterte) schnitten schlecht ab. Kommentar: Eine Zeitschrift, die sich dem Namen nach der Gesundheit verschrieben hat, will nicht merken, dass die sozialen und gesundheitlichen Risiken der Zutat „Alkohol“ in allen alkoholischen Getränken eventuell vorhandene Gesundheitsvorteile bei weitem überwiegen. Sie werden nicht einmal erwähnt. Diese Redaktion macht sich der fahrlässigen Irreführung der Leserschaft schuldig, auch wenn sie mitten im Text einen Zürcher Uni-Professor zitiert, der meint, Bier sei „in niedrigen Mengen gesund“. Was sind niedrige Mengen und wie oft? Der Durchschnitts-Konsument hält doch seinen Konsum als niedrig und fühlt sich in seinem Verhalten fälschlicherweise bestärkt.

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D: Hohes Alter, Zigaretten, Alkohol: Größtes Krebrisiko

Donnerstag 17. Dezember 2009 von htm

Kaum zu glauben, aber an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben in Deutschland deutlich mehr Menschen als an Krebs. Dabei sind es Tumorerkrankungen, die mit Tod assoziiert werden. Vor allem die bessere Vorsorge führt heute allerdings dazu, dass bösartige Tumoren häufiger rechtzeitig entdeckt werden. Zwar werden im Jahr hierzulande immer noch deutlich mehr als 400 000 Krebsneuerkrankungen registriert, doch auch weil häufigere Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, dass Tumoren überhaupt entdeckt werden. Mehr als 211 000 Menschen sterben jährlich bundesweit an Krebs. Die häufigsten Todesursachen sind Lungen-, Magen-, Leber-, Darm- und Brustkrebs. Tabakrauch ist der größte Risikofaktor, der zu Krebs führt. Gefolgt von Alkohol und ungesundem, fettigem Essen bei mangelnder Bewegung. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.12.09) Der Tagesspiegel, 16.12.09

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