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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Neue Alkohol-Fakten

Mittwoch 14. Mai 2014 von htm

Resveratrol entzaubert.
Ein Team von Wissenschaftern der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hat in einer Langzeitstudie die angeblich gesundheitsfördernde Wirkung von Rosveratrol untersucht. 783 Frauen und Männer zweier Dörfer in einem Weinanbaugebiet der Toskana wurden während 9 Jahren unter die Lupe genommen: Befragungen, Unrinuntersuchungen. Alle Teilnehmer waren zu Beginn älter als 64 Jahre. Nach 9 Jahren waren 34.2% der Teilnehmer tot. Die Wissenschafter konnten bei mässigem Alkoholkonsum keinen Einfluss auf das Todesfallrisiko feststellen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 14.5.14)
Kommentar: Rosveratrol war einer der Stoffe, die in der Phase der gehäuften alkoholpositiven Untersuchungen eine wichtige Rolle spielten. Es scheint, dass die Entwicklung der Alkoholwerbung mit ihrem täglichen Lifestylegetöse in allen Medien die „wissenschaftlichen“ Untersuchungen durch die Alkoholindustrie unnötig gemacht haben. Parlamente und Regierungen sind heute derart von der Alkohollobby eingenommen, und die Bevölkerung gegen alkoholkritische Fakten immunisiert, dass die Presse sogar solche alkoholkritische Meldungen wieder veröffentlichen darf. Das gilt auch für die nächste Meldung der WHO.

2012 sind gemäss einer Meldung der WHO weltweit mehr als 3 Mio. Menschen durch Alkohol gestorben. Der Konsum von Wein, Bier und Schnaps erhöhe das Risiko von rund 200 Krankheiten, z.B. Krebs. Der schweizerische durchschnittliche Alkoholkonsum entspreche fast dem doppelten Konsum weltweit, sei aber leicht tiefer als der europäische. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.5.14)

Kommentar: Dazu muss man wissen, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung alkoholfrei lebt. Europa ist der Kontinent mit dem höchsten Alkoholkonsum. Bisher ging die WHO von 60 Krankheiten aus, die ursächlich von Alkohol beeinflusst werden. Eine kürzliche Studie in der Schweiz ergab, dass sich die Todesfälle von Frauen wegen Alkohol in den letzten 15 Jahren verdoppelt haben. Diejenigen der Männer blieben auf gleicher Höhe. Diese Entwicklung dürfte anhalten, denn die Jahrgänge der Frauen, die in der Zeit der Alcopopswelle zum Alkohol gefunden hatten, werden die Statistiken und unsere Gesellschaft noch einige Zeit belasten.

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Konsens der Leber-Experten: Europäische Bürger trinken sich zu Tode

Freitag 10. Dezember 2010 von htm

Europa geht die lebensbedrohlichen Auswirkungen von exzessivem und regelmässigem Alkoholkonsum auf die Gesundheit seiner Bürger nicht genügend an. Schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leberzirrhose verzeichnen alarmierende Zuwachsraten und betreffen Menschen in einem jüngeren Alter als in der Vergangenheit. Da eine Reihe der aktuellen politischen Lösungsansätze bei den Gesundheitsproblemen, die in Europa mit Alkohol zusammenhängen, versagt haben, diskutierten Leberexperten eine Reihe praktischer Schritte zur Bekämpfung von mit Alkohol im Zusammenhang stehenden Krankheiten und Todesfällen auf einer monothematischen Konferenz, die heute durch die European Association for the Study of the Liver (EASL) ausgerichtet wurde. (Quelle: Google Alcohol News, 12/1010) presseportal.de, 10.12.10

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EU-Rat sagt: Behandelt Alkoholpolitik als Priorität

Donnerstag 3. Dezember 2009 von htm

Der EU-Rat lädt die Mitgliedstaaten und die Kommission ein, Alkohol in der Agenda prioritär zu behandeln. Er verabschiedete heute seine Schlussfolgerungen zu Alkohol und Gesundheit. Der Rat wiederholt, dass schädlicher und riskanter Alkoholkonsum an dritter Stelle der bedeutendsten Risikofaktoren für Krankheiten in der EU steht und dass viele politische Beschlüsse in Gemeinden eine potenzielle positive oder negative Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. (Quelle: Eurocare Newsletter 1.12.09) EU-Ratsbeschluss (engl.) Kommentar: Wenigstens der EU-Rat sieht klar.

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WHO: Globale Gesundheitsrisiken

Mittwoch 2. September 2009 von htm

Der nächstens erscheinende Bericht der WHO „Global health risks“ wird die globale und die regionale Sterblichkeit und die Krankheitsfälle identifizieren, die mit 24 Gesundheitsrisiken in Zusammenhang stehen. Diese Risikofaktoren reichen von Umweltrisiken, wie Rauch im Hausinneren von festen Brennstoffen, zu Stoffwechselrisiken, wie hohen Blutdruck. Der Bericht findet, dass fünf führende Risikofaktoren (Untergewicht in der Kindheit, unsicherer Sex, Alkoholkonsum, unsichere Wasser- und Sanitärhygiene und hoher Blutdruck) für einen Viertel aller Todesfälle weltweit und für einen Fünftel aller durch Invalidität verkürzten Lebensjahre. Könnte man nur schon diese fünf Risiken verringern, würde die globale Lebenserwartung um fast 5 Jahre steigen. (Quelle: Bulletin of the World Health Organization 2009;87:646-646. doi: 10.2471/BLT.09.070565)

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