www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zu „informative Präventionskampagnen bringen nichts“

Montag 5. August 2013 von htm

30.07.2013

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
8004 Zürich

Leserbrief zu „Fast alle Rekruten trinken – und kennen die Risiken“ am 30.7.13

Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre. Die Schweizer Wissenschaft hat herausgefunden, dass auf Information basierende Kampagnen keinen merklichen Konsumrückgang beim Alkohol bringen. Das wissen wir doch schon seit Jahrzehnten, obwohl uns die Regierungen von Bund und Kantonen immer wieder mit millionenschweren Kampagnen beglückten, nur um keine wirksamen Massnahmen ergreifen zu müssen. Der eben wieder veröffentlichte Konsum-Rückgang von einem Deziliter reinen Alkohols im letzten Jahr  zeigt einmal mehr, dass die laufenden üblichen Präventionskampagnen gerade genügen, um die Alkohol-Werbefeldzüge zu neutralisieren. Von einem spürbaren Rückgang, der sich positiv auf die Gesellschaft auswirken würde, keine Rede.

Die Schlussbemerkung in der SDA-Agenturmeldung ist aber geradezu komisch. Die Wissenschafter hätten sich nicht damit befasst herauszufinden, welche Massnahmen einen Konsumrückgang bewirken würden. Dafür braucht es nun wirklich keine Untersuchungen mehr. Die sind vor Jahren schon weltweit gemacht und diskutiert worden und die WHO hat die Ergebnisse den Mitgliedsländern zur Anwendung empfohlen. Die Schweiz hat diese Resolution für eine globale Alkoholstrategie im Mai  2010 mitunterzeichnet und anschliessend in den Schubladen versenkt. Die Bevölkerung wurde darüber praktisch nicht informiert.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(Leicht gekürzt am 5.8.13 veröffentlicht)

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Leserbrief: Alkohol an Silvester – beschönigende Zahl

Mittwoch 25. Januar 2012 von htm

29.12.2011

Redaktion TELE
Postfach
8021 Zürich

Leserbrief zu „Volle Pulle“, TELE Nr. 01/2012

Sie schreiben: „Man nimmt an, dass 85% der Einwohner über 15 Jahren meistens moderat Alkohol trinken“. Die Sucht Info Schweiz gibt an, 17% der Erwachsenen seien abstinent und 12,5% würden die Hälfte der Alkoholika konsumieren, d.h. in krankmachender Weise. Die risikohaft Trinkenden sind da noch nicht erfasst. Wo nehmen Sie nur diese 85% meist moderaten Konsumenten her? Es wäre zu schön. Übrigens: Die Nicht-Konsumierenden dürften nicht mitgezählt werden.

Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer

(Bis 25.1.12 nicht veröffentlicht)

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D: Geringere Alkoholsteuer-Einnahmen durch weniger Konsum

Mittwoch 17. August 2011 von htm

Die Deutschen haben 2010 weniger Alkohol getrunken als im Jahr zuvor. Dies wirkt sich auf die öffentlichen Kassen aus: Über die Alkoholsteuer fielen im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Euro an die Länder und den Staat. 156 Millionen weniger als 2009, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.8.11) noows.de, 16.8.11 unser Online-Kommentar: Thilo Bunzel: Er hat völlig recht. Nur dass eine Weinsteuer den weinproduzierenden Ländern zugute kommen sollte, finde ich weniger gut. Die profitieren ja von den Einkommensteuern der Winzer. Die alkoholbedingten Schäden durch den Weinkonsum fallen aber in allen Ländern an. Die Biersteuer ist viel zu gering.

Kategorie: Allgemein, Internationales, Konsumhaltung, Politik, Sozialkosten, Statistik, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

Warum ein Sylter Barkeeper zum Seelsorger wird

Freitag 3. Dezember 2010 von htm

Sieben Jahre stand Hannes Speckle hinter Kampener Bartresen. In den langen Sylter Nächten machte der 34-jährige Österreicher seine Erfahrungen mit den vermeintlich Schönen und Reichen. Erfahrungen, die den Hotelfachschul-Absolventen zu einem radikalen Schnitt in seinem Leben bewogen. Seit einem Jahr absolviert er an der Theologischen Hochschule des berühmten Stiftes Heiligenkreuz bei Wien eine theologisch-philosophische Ausbildung. Sein noch nicht endgültig feststehendes Ziel ist der Anschluss an einen der großen Mönchsorden oder gar das Amt eines katholischen Priesters.
Die dickbauchige Champagnerflasche und die flackernde Kerze, die vor dem modisch gekleideten Speckle auf dem Tisch stehen, sind Symbole für sein bisheriges Leben. Ein Leben zwischen nächtlichen Gesprächen am Tresen und einem von tieferen Werten geprägten Glauben. Werten, nach denen er beim Großteil seiner Bar-Kundschaft zumeist vergeblich gesucht hat. Ohne die Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen verallgemeinern zu wollen, hält er sie im Ergebnis doch für symptomatisch. Sein persönliches Fazit fällt entsprechend radikal aus: „Irgendwann musste ich nein zu alledem sagen. Nicht zu den Menschen, sondern zu ihren Aktivitäten, ihrer Philosophie, die aus der Gier nach Profit, Designerklamotten und Konsum besteht.“ (Quelle: kreuz.net, 3.12.10) shz.de, 2.11.10 Kommentar: Wieder einmal hat einer die alkoholische Scheinkultur durchschaut und Konsequenzen für sein Leben gezogen. Ist leider eher selten geworden.

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A wie Alltagsdroge

Mittwoch 1. September 2010 von htm

Der Alkohol hat unsere westeuropäische Gesellschaft fest im Griff. Ob wir wollen oder nicht. Feiern und Mineral trinken wird nur durchs Autofahren legitimiert. Ohne Alkoholiker zu sein hat man den eigenen Konsum schnell nicht mehr unter Kontrolle. (Quelle: tink.ch, 31.8.10) mit unserem Online-Kommentar: Kein Kraut sei gegen Hopfen und Malz gewachsen. Das ist genau die Resignation, die sich sich Alkoholindustrie wünscht, denn so kann sie ungebremst das Volk weiterhin für dumm verkaufen. Die WHO hat uns alle als Passivtrinker bezeichnet, die ein Leben lang ungefragt die unerhörten alkoholbedingten Sozialkosten bezahlen und die eingeschränkte Lebensqualität in Kauf nehmen. Würden sich die Behörden, Politiker und die Medien nicht dermassen von der Alkohollobby unter Druck setzen lassen und eine objekitive auf Tatsachen basierte Diskussion zulassen, könnte sich die Mehrheit der Bevölkerung wehren und eine Änderung herbeiführen. Siehe auch den Artikel dieser Nummer über die Medien. Oder www.alkoholpolitik.ch.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Feste und Feiern, Jugend, Medien, Politik, Schweiz | Keine Kommentare »

Einfluss der Alkoholwerbung auf den Konsum

Donnerstag 12. März 2009 von htm

Does marketing communication impact on the volume and patterns of consumption of alcoholic beverages, especially by young people? – a review of longitudinal studies.
Wissenschaftliche Meinungsbildung der Science Group of the European Alcohol and Health Forum. Der Bericht wurde einstimmig und ohne eine Minderheiten-Meinung angenommen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind klar, dass nämlich Alkohol-Werbung die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Jugendliche mit dem Alkoholkonsum beginnen und dass sie mehr trinken, wenn sie bereits Alkohol konsumieren. EU-Science Group

Kategorie: Allgemein, Dokumente, Europaparlament / EU-Kommission, Internationales, Jugend, Jugendliche, Prevention, Reklame, Werbung | Keine Kommentare »

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