www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Priester und Politiker sind laut Suchtforscher besonders gefährdet

Donnerstag 14. Juli 2011 von htm

Der Bundestagsabgeordnete Schockenhoff (CDU) hat sich öffentlich zu seinem Alkoholproblem bekannt. Der Suchtforscher Michael Klein von der Katholischen Hochschule in Köln warnt im domradio.de-Interview, auch Priester sind gefährdet, Alkohol zu missbrauchen. Bei dieser Gruppe gehe es genauso um „Stress, Verantwortung, Tabuisierung und Einsamkeit“. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.7.11) domradio.de, 13.7.11 Kommentar: Das Thema Alkohol wird in der katholischen Kirche weiterhin tabuisiert. Dabei müsste Alkoholprevention als wichtiges Thema innerhalb der Diakonie-Diskussion behandelt werden: Gesellschaftliche Mitverantwortung, Menschenwürde, Nächstenliebe, Werte.

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Früherkennung, Internationales, Kultur, Religion und Alkohol, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

D: Die katholische Kirche will mitdiskutieren

Samstag 5. Juni 2010 von htm

Priorisierung im Gesundheitswesen: Die katholische Kirche will mitdiskutieren.
Bonn/Heidelberg – Die katholische Kirche ist bereit, sich an einer gesellschaftlichen Debatte über Konsequenzen aus knapper werdenden finanziellen Ressourcen im Gesundheitswesen zu beteiligen. Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gegenüber der in Heidelberg erscheinenden Fachzeitschrift „Der Kassenarzt“ (Juni-Ausgabe). Er forderte einen „von allen Verantwortlichen getragenen Diskurs“ über dieses Thema. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 4.6.10) unser Online-Kommentar: Die katholische Kirche hätte hier eine grosse Chance, ihr Image aufzubessern, wenn sie sich in diesem Gremium für eine Reduzierung der grossen Alkoholschäden einsetzen würde. Das wäre ein wirklich effizienter Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten. Vor allem könnte sie dabei an die über eine Million Kinder denken, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen und stark verschlechterte Lebenschancen haben. Das wäre eine sehr sinnvolle Wiedergutmachung.

Kategorie: Allgemein, Aufruf, Internationales, Politik, Prominenz, Religion und Alkohol | Keine Kommentare »

Leserbrief zu Moral und Recht und misshandelte Kinder

Donnerstag 1. April 2010 von htm

20.3.2010

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „Ein Problem der Moral, nicht des Rechts“ vom 20.3.10

Seit Tagen, ja Wochen hacken die Medien auf der katholischen Kirche herum, damit diese endlich die vielen Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern, begangen durch ihr Personal, aufarbeitet. Sogar der Papst fühlt sich genötigt, deshalb heute einen Brief an seine Schäfchen zu versenden.

Keine Frage, diese Verbrechen an Kindern sind verabscheuungswürdig und gehören geahndet, deren Vertuschung ist nicht tolerierbar, den Opfern gebührt Schutz, Hilfe und Genugtuung.

Besteht aber nicht auf einem andern Gebiet ein eklatantes Wahrnehmungsdefizit bei den Medien, nämlich bei den weltweit Millionen von Kindern, die ihre Kindheit und Jugend in einer alkoholbelasteten Familie verbringen müssen? In der Schweiz allein schätzt man deren Zahl auf 100’000 bis 150’000. Dazu sind die beträchtliche Zahl von Vergewaltigungen mit Hilfe von Alkohol, von alkoholbedingt unerwünschten Kindern zu zählen. Demgegenüber erscheint das Problem der sexuell missbrauchten Kinder in der Kirche zahlenmässig direkt ein Randproblem.

Aber die Medien und die bürgerlichen Parteien weigern sich standhaft, das Alkoholproblem aufzuarbeiten. Und die SVP, die mit ihrem Namen angibt, dem Volk zu dienen, wurde wahrscheinlich durch meine Newsletter mit Hinweisen auf die von der WHO vorbereitete Resolution im Hinblick auf eine Alkohol-Strategie derart aufgeschreckt, dass sie gleich mehrfach dem Bundesrat ängstliche Fragen stellte, dieser wolle doch nicht etwa den Empfehlungen der WHO folgen und das Alkoholproblem entschärfen.

Erstaunlicherweise hat der neue Innenminister ihre Bedenken nicht vollständig ausräumen wollen. Was etwas Hoffnung in einem über hundert Jahre währenden Kampf aufkommen lässt, aber die SVP sicher zu noch grösseren Anstrengungen anspornen wird. Sollte man daraus das Fazit ziehen, dass die katholische Kirche bei den Medien und der SVP weniger Freunde hat als die Alkoholindustrie? Oder handelt es sich wieder einmal um den Balken in den eigenen Augen?

Gerechterweise muss ich beifügen, dass die katholische Kirche beim Alkoholproblem die gleiche Zurückhaltung übt, obwohl sie in letzter Zeit bei einigen sozialpolitischen Themen Flagge gezeigt hat. Auch hier besteht ein Problem der Moral und oft eines des eigenen Trinkverhaltens.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(bis heute nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Medien, Politik, Prominenz, Religion und Alkohol, Schweiz, WHO | Keine Kommentare »

Alkohol-Beichte als Vorbild (Online-Kommentar)

Sonntag 29. November 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Alkohol-Beichte als Vorbild“ auf oe24, am 28.11.09: Das öffentliche Bekenntnis dieses Priesters begrüsse ich sehr, besonders weil es die gegenwärtige Präventionskampagne unterstützt. Noch mehr würde ich es schätzen, wenn die katholische Kirche sich aufraffen könnte, allgemein deutlich die Bestrebungen zu unterstützen, den Alkoholkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden zu reduzieren. Die WHO und die EU ringen gegenwärtig hart mit der Alkoholindustrie um gangbare Lösungen. Da würde eine eindeutige Stellungnahme gegen das überbordende Alkoholmarketing und seinen Einfluss in allen Lebenslagen eine wichtige Rolle spielen. Das Christentum steht doch für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Nächstenliebe ein. …

Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Gesundheit, Internationales, Leserbriefe, Prominenz, Verhaltens-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

182 „Bierleichen“ in 4 Tagen, davon 8 unter 16 J.

Donnerstag 24. September 2009 von htm

182 „Bierleichen“ in den ersten vier Tagen, davon acht Jugendliche unter sechzehn Jahren. Eine ganz normale Wiesn, sagen Polizei und BRK. Ist es normal, wenn der erste 15-Jährige zwei Stunden nach dem Anzapfen volltrunken ist und Kinder schon morgens vor den Zelten „vorglühen“? (Quelle: Google Alkohol Alert, 24.9.09) br-online.de, 23.9.09 Kommentar: Schöne, normale Welt in Bayern! Die Koma-Sauf-Generation greift bald zum Führerschein. Zum Wohl! Was sagt die Katholische Kirche dazu: Ist diese Sauf-Tradition, die den Menschen zum Tier verkommen lässt, auch erhaltenswert?

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Politik | Keine Kommentare »

Powered by Gb-rugs.com - Rugs & Carpets

Get Adobe Flash player