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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Weltdrogentag: Südeuropäer trinken weniger Alkohol

Donnerstag 28. Juni 2012 von htm

Ein paar Gläser Wein zur ausgedehnten Mittagspause – das gönnen sich immer weniger Südeuropäer. Kürzere Siestas und gestiegene Alkoholpreise sorgen Experten zufolge dafür, dass der Alkoholkonsum in südlichen Ländern sinkt.

Im Trinken sind die Europäer Weltmeister. „Der europäische Alkoholkonsum ist mehr als doppelt so hoch wie der globale“, sagte der Psychologe Jürgen Rehm von der Technischen Universität Dresden am Montag in Berlin. Daran habe sich in den vergangenen zehn Jahren nichts geändert. Allerdings gebe es unter den Ländern deutliche Unterschiede. „Die gesamten südeuropäischen Länder haben in den vergangenen 30 bis 40 Jahren ihren Alkoholverbrauch mindestens halbiert“, berichtete Rehm. In Deutschland tue sich so gut wie nichts und in Osteuropa sei die Tendenz steigend. Die Trinkgewohnheiten in Europa seien allerdings nicht so gefährlich wie in anderen Teilen der Welt. …
(Quelle: Google Alkohol News, 26.6.12) rp-online.de, 25.6.12

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Journal Addiction calls for action on alcohol and NCD

Samstag 20. August 2011 von htm

The Addiction editorial by Robin Room, Jürgen Rehm and Charles Parry point out that this year the United Nations General Assembly sessions,will hold a special session on non-communicable diseases (NCDs), emphasizing the importance of addressing such diseases in order to reduce the global burden of illness.
Together with smoking, diet and physical inactivity, consumption of alcohol is among the four most important risk factors for non-communicable disease (NCD). Alcohol consumption, especially heavy consumption, impacts on cancer, liver cirrhosis and stroke. To reduce the burden of NCD, effective alcohol policies should be implemented locally, nationally and internationally, argues the authors. (Source: Alcohol Reports, 08/17/11)

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TOP NEWS: «Moderater Alkoholkonsum hat keinen lebensverlängernden Effekt»

Mittwoch 20. April 2011 von htm

Epidemiologe Jürgen Rehm sagt, auf das tägliche Glas Wein oder Bier zu verzichten, könne sinnvoll sein. (Interview)
Herr Rehm, für viele überraschend, zeigte kürzlich eine grosse Studie, dass selbst moderates Trinken von Alkohol das Krebsrisiko erhöht (TA vom 14. 4.). Ist dieser Zusammenhang gesichert, oder gibt es dazu noch eine Debatte?
Der Zusammenhang kann heute als gesichert gelten. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon ist eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, die sich ausschliesslich mit Krebs und Risikofaktoren für Krebs beschäftigt. Sie hat den Konsum alkoholischer Getränke ohne Wenn und Aber als Kausalfaktor für bestimmte Krebsarten klassifiziert. Im Bericht von 2010 wird ausdrücklich festgehalten, dass es dabei keinen Schwellenwert gibt. Das heisst, dass jeder Konsum von Alkohol mit einem bestimmten Risiko behaftet ist. IARC-Berichte entstehen aufgrund von gut vorbereiteten Treffen der wissenschaftlichen Spezialisten. Im Falle des Restrisikos für Krebs auch bei moderatem Konsum gab es Einstimmigkeit. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.4.11) Kommentar: Freude herrscht! Der Tages-Anzeiger hat den Einstieg ins Thema gefunden und recherchiert. Jürgen Rehm ist einer der führenden Wissenschafter auf diesem Gebiet mit Verbindung zu Zürich. Wir haben ihn schon mehrmals erwähnt. Dürfen wir annehmen, dass unser ständiges Drängen mit Newsletter, Webseitenkommentaren und Leserbriefen zu dem positiven Umschwung beigetragen haben? Vielleicht auch, dass der Konkurrent NZZ trotz grossen Wertedeklamationen noch immer in Abwarteposition verharrt? Egal, Hauptsache, eine gute Basis ist gelegt. Päventive Gedanken müssten eigentlich automatisch folgen. Die kommende nationale Dialogwoche und das neue Alkoholgesetz wären passende Aufhänger. Aber bitte kritisch!

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TOP News: Ischaemische Herzkrankheiten bei ehemaligen Alkoholkranken

Freitag 17. Dezember 2010 von htm

Eine Meta-Analyse. Ischämische Herzkrankheiten (z.B. Angina Pectoris, akuter Myokardinfarkt) sind Erkrankungen des Herzens, die durch eine verminderte Blutzufuhr und den dadurch entstehenden Sauerstoff- und Nährstoffmangel verursacht werden.
(Teilübersetzung von uns):
Gegenwärtige Alkohol-Abstinenten wurden als unpassende Referenzgruppe in epidemiologischen Studien betr. Effekte von Alkohol identifiziert, weil die in der Gruppe enthaltenen früheren Trinker zu einer Überschätzung des schützenden Effekts und einer Unterschätzung des gegenteiligen Effekts des Alkoholkonsums führen könnte.
Die Aufgabe in deser Studie war es, diese Problematik für Ischaemische Herzkrankheiten (IHD) zu quantifizieren.
Elektronische Datenbanken wurde systematisch durchforscht nach relevanten Case-Kontroll- oder Kohort-Studien, die zwischen 1980 und 2010 veröffentlicht worden waren. 38 Artikel erfüllten das Kriterium, d.h. ehemalige Trinker waren enthalten, die total 5613 IHD Fälle und 12097 Kontrollfälle bei Case-Kontroll-Studien und 1387 mit kombinierten Endpunkten und 7183 Fällen, am Endpunkt geschichtet, unter 232’621 Personen mit Risiko bei Kohort Studien zeigten.

Misch-Schätzungen der Teilmengen, geschichtet nach Sex und Endpunkt, zeigten ein markant erhöhtes Risiko unter ehemaligen Trinkern verglichen mit Langzeit-Abstinenten für IHD-Tod. … Für IHD-Krankheit, war die Schätzung für beide Geschlechter nahezu identisch und statistisch nicht signifikant. Die Resultate errwiesen sich in mehreren sensitiven Analysen als robust.

In zukünftigen Studien sollten Forscher ehemalige Alkoholkranke von der Referenz-Gruppe trennen, um unverfälschte Schätzungen zu erhalten. (Quelle: Alcohol Reports, 17.12.10) aje.oxfordjournals.org, Januar 2011 Kommentar: Endlich kommt hier die wissenschaftliche Bestätigung dessen, was wir zu diesen alkoholpositiven Studien schon immer gesagt und geschrieben haben! Dies ist einer der Gründe, warum alkoholpositive Studien im Vergleich mit Abstinenten nicht korrekt sind. Diese Meta-Analyse verglich mit Langzeit-Abstinenten, nicht einmal mit lebenslang alkoholfrei Lebenden. Die Alkohol-Industrie und ihre Lobbies haben es sehr clever angestellt, dass sogar die WHO einige positive Aspekte zugestand. Sie sollte nun darauf zurückkommen. Grosser Dank an die Verfasser, u.a. Jürgen Rehm!

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Study: „Alcohol, Social Development and Infectious Disease“

Freitag 13. November 2009 von htm

A ground breaking new study establishing the link between alcohol use and the risk of contracting TB and pneumonia, as well as its influence on the progression of TB and HIV is now available. The report also explores the pathways involved, the role of development, impact of alcohol-attributable infectious diseases on the Global Burden of Disease figures, and policy implications.
The report by Jürgen Rehm, P. Anderson, F. Kanteres, C.D. Parry, A.V. Samokhvalov and J. Patra was presented during the Global Expert Meeting on Alcohol hosted by Sweden in Stockholm 22-23 October. The report is now available along with other documentation from the Expert Meeting at the web site for the Swedish Presidency of the European Union: http://www.se2009.eu/en/meetings_news/2009/9/23/global_expert_meeting_on_alcohol

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