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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief: Wirkung von Alkohol aufs Herz

Freitag 12. Juni 2015 von htm

12.06.2015
Redaktion Gesundheitstipp
Leserbriefe
8024 Zürich

redaktion@gesundheitstipp.ch

Betr. Alkohol – So schnell schlägt er aufs Herz (Nr. 6, Juni 2015)

Sie bringen kommentarlos das Ergebnis einer Studie über Alkohol und Vorhofflimmern. Man könnte meinen, dies sei eine unbedeutende Folge von Alkoholkonsum. Immerhin interessant, dass die erwähnten Mengen von 1 Glas pro Tag für Frauen und 2 – 3 Gläsern pro Tag bei Männern bisher von einigen Regierungen als unbedenklicher Konsum empfohlen wurde.

Sie haben in früheren Ausgaben der positiven Wirkung von Alkohol auf unsere Gesundheit viel Platz eingeräumt. Wie wäre es, wenn Sie nun einmal eine Doppelseite all den vielen Untersuchungen der letzten Jahre widmen würden, welche, wie die oben erwähnte Studie, die Gefährlichkeit des Alkohols für unsere Gesundheit nachweisen? Eine schwedische Fachzeitschrift hat diese Recherchen bereits vollbracht (englisch und schwedisch), Sie könnten sich im Internet nur bedienen:

http://iogt.se/wp-content/uploads/Alkoholrapport-2014-ENG.pdf

Vielleicht würden Sie damit einigen eidg. Räten zum Umdenken verhelfen, die ein neues Alkoholgesetz beraten und bisher nicht gerade viel Sachverstand bewiesen haben, sehr zum Schaden unserer Gesundheit.

Freundliche Grüsse

Hermann Meyer

PS Viele Forschungsberichte finden Sie auch auf www.alkoholpolitik.ch

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Schon ein Drink schwächt das Herz

Sonntag 1. Mai 2011 von htm

Schon einmaliger Alkoholkonsum kann die Herzfunktion beeinträchtigen. Das ist das Ergebnis einer deutsch-belgischen Studie, die auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.
Die Forscher der Kardiologischen Klinik Bad Oeynhausen, des Krankenhauses Ludmillenstift, Meppen, und des Universitätskrankenhauses Gasthuisberg im belgischen Leuven untersuchten 19 herzgesunde Partyteilnehmer vor und zwölf bis 16 Stunden nach dem Konsum von Alkohol. Die mittlere Spitzenalkoholkonzentration lag bei 1,4 Promille. …„Unsere Studie weist erstmals eine signifikante dosisabhängige Verschlechterung der linksventrikulären Funktion nach Alkohol nach“, fassen die Studienautoren den Stellenwert der Untersuchung zusammen. Die linksventrikuläre Funktion ist der Prozess, bei dem das Herz das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Gefäße pumpt. (Quelle: Google Alkohol News, 1.5.11) focus.de, 30.4.11 unser Online-Kommentar: Oh, diese Kommentare!
Nachdem die Alkohollobby uns seit einem Jahrzehnt mit alkoholpositiven Untersuchungen eingedeckt hat, dreht sich das Blatt nun ziemlich eindrücklich. Und viele Kommentatoren sind nun eigenartigerweise vom Wert wissenschaftlicher Arbeit nicht mehr überzeugt. Man will doch nur das lesen, das einen in seinem Verhalten bestärkt. Lieber zahlt man weiter ein Leben lang die alkoholbedingten horrenden Sozialkosten und verbleibt in der Hörigkeit einer skupellosen Alkohollobby.

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„Studie“: Ein Herz für den Alkohol

Samstag 21. November 2009 von htm

Eine spanische Studie suggeriert, dass das Infarktrisiko mit zunehmendem Alkoholgenuss sinkt. Aus dem spanischen Navarra, einem der wunderbarsten und ältesten Weinanbaugebiete der Welt, kommt eine neue medizinische Erkenntnis, die die Fachwelt kaum glauben kann: Alkohol, genossen in beträchtlichen Mengen, ist gesund. Nicht für den ganzen Körper, aber immerhin doch fürs Herz. Acht Flaschen Wein, 28 große Gläser Bier oder mehrere Dutzend Schnapsgläser Wodka pro Woche wirkten sich günstig aus auf das Herz-Kreislauf-System, das habe die ausführliche Analyse der Trinkgewohnheiten von mehreren Zehntausend Spaniern ergeben, schreiben die Mediziner im britischen Fachmagazin „Hearts“. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.11.09) WELT ONLINE, 20.11.09 Kommentar: Schwachsinn! Die „Studie“ widerspricht sogar den bisherigen Studien mit positiven Aussagen zur Gesundheit. – Die möglicherweise genaus so falsch sind, nur nicht so dick aufgetragen.

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Neues Risiko fürs Herz beim Mixen von Kokain mit Alkohol

Freitag 13. November 2009 von htm

Drogenkliniken sagen, sie seien zunehmend beunruhigt durch die Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der Chemikalie — das einzige bekannte Beispiel, dass der Körper nach der Aufnahme von zwei andern Drogen eine dritte Droge bildet. Cocaethylen ist nicht nur giftig in der Leber, es wird auch verantwortlich gemacht für Herzattacken bei unter 40-Jährigen und für eine plötzliche Zunahme von sozialen Problemen. Aber da so wenig über die Droge bekannt ist, können nur wenige Fachleute sich über die Art der Folgen für den Konsumenten einigen und erst recht nicht über die Folgen für die Gesellschaft als Ganzes. Viele, die sich als soziale Konsumenten betrachten — für die eine oder zwei Linien Kokain, verbunden mit ein paar Drinks in einer Bar oder in einem Club, ein wöchentlicher oder monatlicher Anlass ist — ziehen die gesundheitlichen Folgen ihres Drogenkonsums nicht in Betracht.“ (Quelle: Harvard World Health News, 12.11.09) The Observer, London, 8.11.09

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Nach dem Herzen jetzt die Demenz im Alter

Montag 31. August 2009 von htm

Mässige Alkoholkonsumenten sollen weniger wahrscheinlich Demenz entwickeln, als Abstinente, sagt eine Studie der Australian National University. Quelle: Medical News Today, 30.8.09) Kommentar online pendent: Wieder die gleiche Geschichte: Die individuellen Charakteristika der Teilnehmenden wurde zugegebenermassen nicht untersucht. Reines Alkoholmarketing!

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„Gesundheitstipp“ macht Werbung für „gesündesten“ Rotwein

Freitag 20. März 2009 von htm

Auf der Titelseite gross mit charmant lächelnder Frau beim Anstossen: „Rotwein fürs Herz“ und „Stichprobe: Das sind die gesündesten Tropfen“. Auf Seiten 14 und 15 geht es vor allem um Resveratrol, der vor allem in Bio-Weinen und Weinen aus kühlen Regionen stecke. Mediziner würden mindestens 0,5 Milligramm Resveratrol pro Tag empfehlen, Forscher vermuteten, dass Resveratrol neben dem Herzen auch vor dem Altern und vor Krebs schützen könne. Von trockenen Weinen heisst es, von ihnen müsste man mehr als eineinhalb Liter trinken, um auf die empfohlene Tagesdosis zu kommen. Am Schluss heisst es, „Kaum Resveratrol hat es in Weisswein und Traubensaft.“ gesundheitstipp.ch, Nr. 3, März 09 mit Anmeldung Kommentar: Der Chefredaktor spielt sich im Editorial als Hüter der Patienten und Konsumenten auf, klagt Behörden an, sie würden sich zu oft dem Druck der Industrie beugen und dann liefert er hier ein derart unverantwortliches Machwerk ab, dass einem zwangsweise der Druck der Industrie in den Sinn kommt, nachdem das Heft ein grösseres Interview mit htm über Alkoholpolitik gebracht hat. Wie wäre es, wenn der Presserat und das Bundesamt für Gesundheit einmal hier von sich aus aktiv würden? Im roten Traubensaft dürfte es ebenso viel Resveratrol haben wie im Rotwein der gleichen Lagen. Nur gibt es den kaum noch. Dafür hat er weitere positive Wirkungen und keine Nebenwirkungen, die der Artikel alle in unverantwortlicher Weise verschweigt, was in seriösen Forschungsberichten jeweils gesagt wird. Das lässt vermuten, dass der Stoff für den Artikel aus interessierten Quellen kam, was natürlich auch nicht offengelegt wird. Es wird auch keine einzige wissenschaftliche Quelle angegeben.

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