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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zu „Kinder erhalten problemlos Alkohol“, im Kanton Zürich

Dienstag 28. Dezember 2010 von htm

28.12.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Kinder erhalten problemlos Alkohol“, am 28.12.10

Die Tatsache, dass Kinder im Kanton Zürich problemlos Alkohol erhalten, kommentiert Liliane Minor unter der Überschrift „Ein dreifacher Skandal“. In Wahrheit ist der Skandal noch weit grösser. Man muss ja davon ausgehen, dass in all den Gemeinden, in denen noch keine Testkäufe durchgeführt werden, d.h. in ¾ der Gemeinden, auch zu über 60% Alkohol abgegeben wird. Ein Skandal ist aber auch, dass von den Jugendlichen erwartet wird, dass sie sich an ein Gesetz halten, das nur sie einschränkt, die Erwachsenen sich aber einen Sport daraus machen, Gesetze nach Möglichkeit zu umgehen. (z.B. Strassenverkehr, Steuerpflicht) Auch treffen sie keine Anstalten, die Umwelt für die Jugendlichen weniger alkoholbelastet erscheinen zu lassen, damit Prävention für Jugendliche glaubwürdiger wird. Da wird sofort auf das Recht auf persönliche Freiheit gepocht, sogar auf das Recht auf Selbstzerstörung.
Dass die Medien diese alkoholfreundliche Haltung noch unterstützen, indem sie wichtigste Informationen zurückhalten und der Bevölkerung gar nicht erst die Chance geben, eine andere Sicht der Dinge zu gewinnen, ist wohl der grösste Skandal. Wenn es am Mangel an Fachjournalisten liegt, brauchen sie ja nur auf meine Webseite www.alkoholpolitik.ch hinzuweisen. Dort sind die Informationen zu finden und auch Wege, die aus dem Schlamassel herausführen.
Übrigens, was wäre, wenn nicht Abstinentenverbände vor über 10 Jahren (!) mit Testkäufen begonnen hätten?

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(am 30.12.10 gekürzt veröffentlicht)

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Schulprävention in USA senkt Binge Drinking Rate um 37%

Mittwoch 9. September 2009 von htm

USA: In Gemeinden von sieben US-Staaten war die Binge Drinking Rate bei Schülern der 8. Klasse, die an einem Präventionssystem teilgenommen hatten 37% tiefer als bei Teenagers in Gemeinden, die nicht daran teilgenommen hatten. Das Präventionssystem war entwickelt worden, um Drogengebrauch und kriminelles Verhalten zu reduzieren. …“Communities That Care (Gemeinden, die sich kümmern) stellt eine Auswahl an geprüften Grundsätzen und Programmen zur Verfügung und offeriert alle zwei Jahre ein System der Evaluation, so dass jede Gemeinde ihr Programm anpassen oder ändern kann, um das Ergebnis, das sie anstrebt, zu erreichen.“ (Quelle: Medical News Today, 8.9.09) und (Quelle: Medical News Today, 8.9.09) Kommentar: Ob bei unsern Schul-Präventionsprojekten auch je eine Evaluation stattgefunden hat? Sie laufen z.T. seit über 15 Jahren. Die Wissenschaft meldete bisher, sie sei praktisch nutzlos.

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Massgeschneiderte Alkohol-Kampagnen im Kanton Bern

Dienstag 8. September 2009 von htm

Fünf Berner Gemeinden wollen gegen den Alkoholkonsum Jugendlicher kämpfen. Biel, Interlaken, Unterseen, Wohlen und Grindelwald arbeiten seit über einem Jahr an einem Pilotprojekt der Stiftung Berner Gesundheit und stehen nun vor der Umsetzung ihrer «massgeschneiderten Massnahmen», wie Maya Mezzera von der Stiftung Berner Gesundheit sagt. Das Projekt knüpft laut einer Medienmitteilung am nationalen Programm «Die Gemeinden handeln!» an, bei dem über 140 Schweizer Gemeinden eine lokale Alkoholpolitik entwickelten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.9.09) Der Bund, 8.9.09 Kommentar: Wenn sich 5% der Schweizer Gemeinden um eine lokale Alkoholpolitik bemühen, kann man wahrlich nicht von grossem Problembewusstsein sprechen.

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Deutsche Gemeinden verbieten Alkohol auf einigen Plätzen

Freitag 3. Juli 2009 von htm

Einstimmig hat sich jetzt der Unterreichenbacher Gemeinderat dafür ausgesprochen, mit einer Polizeiverordnung den Genuss von Alkohol an bestimmten öffentlichen Plätzen zu verbieten.
Primäres Ziel der neuen Polizeiverordnung: Der übermäßige Genuss von Alkohol durch Jugendliche soll eingedämmt werden. Nachdem die Städte Calw und Bad Liebenzell bereits den Genuss alkoholischer Getränke in bestimmten Bereichen des öffentlichen Raums verboten haben, waren in jüngster Vergangenheit immer häufiger Jugendliche nach Unterreichenbach gepilgert, um sich dort zu treffen und gemeinsam zu trinken. (Quelle: Google Alkohol News, 3.7.09) Pforzheimer Zeitung, 1.7.09

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Schutz der Gemeinden durch Einschränkung des Alkoholverkaufs

Freitag 5. Juni 2009 von htm

Der neue Bericht von Alcohol Concern: Der Preis stimmt: Schutz der Gemeinden durch Aktionen bei Alkoholverkäufen. Dieser neue Bericht untersucht die Beziehung zwischen Alkoholpreis, Konsummengen und alkoholbezüglichen Schäden und verlangt die Einführung eines verbindlichen Verhaltens-Kodex, um den Alkohol-Detailhandel zu regulieren. (Quelle: Eurocare Newsletter April/May 09) Kopie des Berichts Kommentar: Verhaltens-Kodex der Industrie sind nicht verlässlich. Gesetze mit Strafnormen, die durchgesetzt werden, sind wirkungsvoller.

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Gemeinden im Weinland betreiben lokale Alkoholpolitik

Donnerstag 26. März 2009 von htm

Dass Alkoholpolitik auch längerfristig auf die Agenda der Gemeinden gehört, fordert die Arbeitsgruppe Suchtprophylaxe in Ossingen, Truttikon und Neunforn nach Abschluss ihres Projekts.
Auch im idyllischen Weinland sind Themen wie Kampftrinken und Wochenendbesäufnisse nicht unbekannt. Dass an Turnerchränzli spezielle alkoholfreie Drinks oder Cocktails serviert werden, ist indes noch nicht selbstverständlich. Mittlerweile haben sich aber die farbigen, fruchtigen alkoholfreien Getränke an solchen Anlässen in Ossingen, Truttikon und Neunforn etablieren können. Das ist vor allem den Bemühungen der «Arbeitsgruppe Suchtprophylaxe Ossingen–Truttikon–Neunforn» zuzuschreiben, welcher Mitglieder aus Schule, Gemeinden, Kirche und Jugendarbeit Weinland angehören. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 26.3.09) Schaffhauser Nachrichten, 26.3.09 Kommentar: Dass im Weinland nationale Alkoholpolitik einen schweren Stand hätte, ist voraussehbar. Aber nötig wären Bemühungen in dieser Richtung allemal. Dass zwei von drei Schulgemeinden nicht mitmachten, überrascht nicht.

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