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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

A: Alkohol- Steuer würde Betriebe ruinieren (wird behauptet)

Samstag 16. April 2011 von htm

Die geplante Alkohol-Steuer wäre für die Wiener Gastronomen ein Horror-Szenario.
Am Freitag wurde eine neue Studie präsentiert, die zeigt, dass eine 15- Prozent- Steuer auf alkoholische Getränke fatale Auswirkungen auf die Wiener Gastronomie hätte.
„Ich erwarte mir von der Stadtregierung, dass sie allen Überlegungen in Bezug auf eine neue Alkohol- Sondersteuer eine offene und klare Absage erteilt“, sagt Wirtschaftskammer Wien- Präsidentin bei der heutigen Präsentation einer neuen Studie, die erstmals die betriebswirtschaftlichen Folgen einer neuen, 15- Prozent- Steuer auf alkoholische Getränke in der Gastronomie errechnet hat. „Eine neue Sondersteuer wäre für die Wiener Gastronomie betriebswirtschaftlich nicht verkraftbar“, sagt Jank. (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) vienna.at, 15.4.11 Kommentar:, Szenario 2 wurde nicht durchgerechnet. Warum nicht? 5% Umsatzrückgang bei Alkoholika liegt wahrscheinlich im Rahmen der normalen jährlichen Schwankungen und ist verkraftbar. Nicht alle dieser 5%-Kunden würden ganz wegbleiben, sondern Alkoholfreies konsumieren. Man müsste auch sehen, wie die Steuerbelastung auf den Endpreis wirkt. Den Befragten war dies wahrscheinlich nicht bewusst und sie haben aus dem Bauch heraus abgewehrt, obwohl es vielleicht nur 5 Cents pro Glas ausmacht. Ganz vergessen wird der gesundheitliche Effekt. Ein Rückgang des Gesamtkonsums bei Alkoholika senkt die Gesundheitskosten und hebt die Lebensqualität. Davon profitieren alle. Am 12.4.11 stand hier:
„Die Preise für Limonaden, Mineralwasser und Bier sind in den vergangenen Jahren massiv in die Höhe geschnellt, zeigt ein Preisvergleich der Arbeiterkammer bei sechs Wiener Supermärkten und Diskontern. Limos, Mineral und Cola- Getränke haben sich seit 2002 um 24 Prozent verteuert, Bier um 37 Prozent seit 2000. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg in den letzten elf Jahren um 24 Prozent.“
Dies hat wahrscheinlich nicht zu einem Kaufrückgang geführt. Bei den Wirten wird es auch nichts ausmachen, obwohl ein markanter Rückgang volksgesundheitlich wünschbar wäre.

Kategorie: Alkoholfreies, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Politik, Sozialkosten, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Wirtschaft | Keine Kommentare »

Rauchverbot „tötet“ Pubs in Schottland

Donnerstag 16. September 2010 von htm

In Schottland haben über 700 Pubs in den letzten vier Jahren wegen des Rauchverbots schliessen müssen. Das seien 11% weniger. Dies ergab eine Studie, die von der Aktion „Save Our Pubs and Clubs“ in Auftrag gegeben worden war. Ein Besitzer eines Pubs sagte einem Journalisten, 95% seiner Gäste hätten geraucht. Viele Arbeiter unter ihnen seien nach der Arbeit vor dem Heimgehen für ein paar Biere vorbeigekommen. Jetzt würden sie zu Hause Bier aus dem Laden trinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.9.10) (nicht online) Kommentar: Das haben doch die Schweizer Gastronomen schon lange erhofft. Der Gastrosuisse Präsident verkündete öffentlich, bei uns gäbe es 10’000 Betriebe zu viel. Auch Schottland wird gesundheitlich stark profitieren. Weniger Lungenkrebs, weniger Alkoholkonsum, weil die Frau zu Hause den Einkauf besorgt und in einigen Fällen steuern kann. Das heisst auch weniger Alkoholschäden, z.B. auf dem Heimweg. Auf das Budget der Familie wird es sich auch auswirken. Ist mehr Geld übrig, muss der Armutsfrust weniger in noch mehr Alkohol ersäuft werden. Wenn mehr Geld übrig bleibt, profitiert die übrige Wirtschaft und die Gemeinde. Diese findet dann vielleicht die Mittel, um einen geeigneten Treffpunkt für Dorfbewohner zu finanzieren, an dem alle, auch die Frauen und Kinder teilhaben können. Das wird neue soziale Aktivitäten auslösen.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Andere Drogen, Armut, Erhältlichkeit, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Politik, Statistik, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

Eine Woche ohne Alkohol bei Gastronomen

Freitag 19. Juni 2009 von htm

Die Fachabteilung Junger DEHOGA in der DEHOGA Schleswig-Holstein unterstützt die Aktion „Eine Woche ohne Alkohol“, die von der noch bis September amtierenden Drogenbeauftragen der Bundesregierung Sabine Bätzing beschirmt wird. An einem oder mehreren Tagen im Aktionszeitraum 13. bis 21. Juni 2009 sollen Gastronomen am Abend auf den Ausschank von Alkohol verzichten. Hinter der Aktionswoche stehen die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesministerium für Gesundheit: „Eine Woche ohne Alkohol“, in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 13. Juni 2009. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.6.09) abseits.de, 13.6.09 (mit unserem Kommentar)

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