www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

CH: Zum Wahlkampf der Liberalen

Sonntag 20. März 2011 von htm

Was mich an den Liberalen, wahrscheinlich besser Neoliberalen, stört, ist, dass sie nichts von Gerechtigkeit und Solidarität halten, wenn die Interessen der Alkoholindustrie tangiert werden. Sie sind, gemäss Wahlplakaten, für Eigenverantwortung. Sie sollten sich ein bisschen anstrengen. Können sie es für sich verantworten, dass sie (wie wir alle) von der Alkoholindustrie in Geiselhaft genommen worden sind und ein Leben lang ungefragt Zehntausende von Franken an die alkoholbedingten Sozialkosten zahlen? Als Gutverdienende eher mehr als die Mehrheit? Vom Leid, das auch in ihren Reihen vorkommen kann, ganz zu schweigen. Das der anderen interessiert sie ja nicht.
Übrigens: Die erste schweizerische Alkoholgesetzgebung wurde von unsern Staatsgründern, den damaligen Liberalen, als Pionierleistung gebracht. (Als Online-Kommentar zu Artikel von Fulvio Pelli, Präsident der FDP Schweiz auf vimentis.ch)

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Leserbrief zu „Die FDP aus Liebe zur Schweiz“

Donnerstag 23. Dezember 2010 von htm

13.12.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Die FDP aus Liebe zur Schweiz“, Inserat am 13.12.10

Mit einem Inserat auf der Titelseite des Tages-Anzeigers behauptet die FDP: „Die FDP redet Klartext – Aus Liebe zur Schweiz.“
Bereits gestern in der TV-Sendung Giacobbo/Müller durfte FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger dazu als Gast einen Werbespot anbringen.
Wenn die FDP Klartext aus Liebe zur Schweiz reden möchte, dann sollte sie dringend in Bern für eine wirksame Alkoholpolitik sorgen. Sie könnte eine Mehrheit erreichen. Den wichtigsten Präventionsfachmann hätten sie in den eigenen Reihen, wie auch den zuständigen Bundesrat. Die Neufassung des Alkoholgesetzes böte jetzt die beste Gelegenheit dazu. Bisher haben sie stets genau das Gegenteil dessen erreicht, was für die Schweiz gut ist. Gut war es nur für die Alkoholindustrie und ihre Lobby. Schlecht war es auch für die übrige Wirtschaft. Die Ideologie der grenzenlosen Selbstverantwortung hat ausgedient. Denken ist gefragt.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht. Inserenten darf man nicht mit einem Leserbrief vergraulen.)

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D: Statt Luftverkehrsabgabe Sondersteuer auf Alkohol?

Mittwoch 27. Oktober 2010 von htm

Nach dem Aufschlag auf die Tabaksteuer erwägt die FDP nun auch, Alkohol steuerlich stärker zu belasten. So soll ein Ersatz für die Luftverkehrsabgabe geschaffen werden. Die Steuerbelastung soll dann am Alkoholgehalt gemessen werden. Vor allem Schnäpse würden in diesem Fall deutlich teurer werden.
Die Union reagierte allerdings skeptisch. Wenn es überhaupt Erhöhungen gebe, sollten die Einnahmen dem Gesundheitswesen zugute kommen, erklärte CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn. (Quelle: Google Alkohol News, 27.10.10) wissens-quiz.de, 26.10.10/Handelsblatt.com, 26.10.10 unser Online-Kommentar: Dass Alkoholsteuern eingeführt oder erhöht werden sollten, ist seit langem klar. Sie sollten aber in erster Linie zur Deckung der horrenden Sozialkosten dienen. Wenn die Gastronomie einen Absatzrückgang fürchtet, sollte sie meine Projekt-Idee auf www.alkoholpolitik.ch studieren. Die nimmt Rücksicht auf das Alkoholgewerbe. Es ist aber auch klar, dass die Gastronomie als Mitverschulder und Profiteur der Alkoholprobleme ihre Mitverantwortung auch übernehmen müsste.

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D: Betrunkene Rowdys in der City – sind sie zu stoppen?

Montag 11. Oktober 2010 von htm

Weniger Alkohol, weniger Ärger: FDP will das Problem über die Wirte lösen.
Manchmal muss man seinem Unmut einfach Luft machen: „Wenn ich einen erwische, den watsch’ ich auf offener Straße!“, schimpft ein Passauer Geschäftsmann, weil ihm Vandalen die schöne Blumendeko vor seinem Fachgeschäft völlig zerstört haben.
Die Fälle von Vandalismus haben in der Passauer Innenstadt in den letzten Monaten einfach überhand genommen. Kein Wochenende ohne neue Vorfälle, Schäden und Anzeigen. Die betroffenen Einzelhändler sind frustriert und sauer. Manche sparen sich nach den Dauerattacken eine neuerliche Investition in Blumenschmuck, Deko, Werbung oder ansprechende Verzierungen vor ihren Geschäften. Denn das alles kostet viel Geld und die Täter werden nur viel zu selten gefasst. (Quelle: Google Alkohol News, 10.10.10) am-sonntag.de, 10.10.10 unser Online-Kommentar beim Artikel-Kommentar: Der Kommentar ist genauso wenig hilfreich wie der Artikel. Ausser Gesprächen wird nichts resultieren. Die Täter werden nur zum Teil gefasst, haben kein Geld, die Schäden zu bezahlen, die Polizei ist überfordert. Was tun? Erst müsste klar werden, dass wir alle als Passivtrinker (gemäss WHO) unter dem Alkoholkonsum leiden. Dann könnte die Politik die Rezepte der WHO-Resolution vom Mai zur globalen Alkoholstrategie aufnehmen und umsetzen. Aber ohne offene Information der Bevölkerung geht das nicht, denn sie muss ihre Mitverantwortung akzeptieren und die Massnahmen mittragen. Ziel muss es sein, den Stellenwert des Alkohols in der Gesellschaft zu verringern, den Konsum zu senken. Dann geht auch der Jugend-Alkoholismus zurück.

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Die FDP will kein Alkoholverbot am Zürichsee

Sonntag 21. März 2010 von htm

Zwei FDP-Frauen aus dem Gemeinderat wollten ein Alkoholverbot am See anstreben. Nun hat sie die Parteileitung zurückgepfiffen. Die Gemeinerätinnen störten sich an den Saufgelagen, dem Lärm und an der Sauerei und hätten auch ein nächtliches Alkoholverbot nach Churer Vorbild in Betracht gezogen. Die FDP habe Verständnis für die Anwohner, aber sie wolle jetzt per Motion eine bessere Durchsetzung der bestehenden Gesetze erreichen, sie fordere mehr Polizisten auf Pikett. (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.3.10) 20minuten.ch, 18.3.10

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Leserbrief zur Alkoholikerkarriere des WEF-Polizeichefs

Donnerstag 25. Februar 2010 von htm

Leserbrief zu „Alkoholsucht des WEF-Polizeichefs war schlimmer als zugegeben“ vom 19.2.10 und
„Bündner SVP fordert eine „Reinhardt-PUK““ vom 20.2.10 beim Tages-Anzeiger

Eine Alkoholikerkarriere, wie sie in der Schweiz zu Hunderttausenden stattfindet, endet wie viele andere auch im Tod. Genau so tragisch und wie oft mit einem ebenso falsch reagierenden Umfeld. Der Unterschied zum „Normalfall“ liegt in der gesellschaftlich exponierten Position des Betroffenen, des damit verbundenen Sicherheitsrisikos und des dadurch zwangsläufig entstandenen Medieninteresses.
Bei den politisch mitbetroffenen Behörden und Parteien wird nun auf Schadensbegrenzung gemacht (FdP) oder versucht, noch Kapital herauszuschlagen (SVP). Beide Parteien würden sich besser darauf konzentrieren, ihre Position in Bezug auf das Alkoholproblem prinzipiell zu überdenken. Sie sind es vor allem, die seit jeher verhindern, dass eine evidenzbasierte, wirksame Alkoholprävention in unserem Land die alkoholbedingten Schäden massiv verringern könnte. Im Mai wird die WHO an ihrer Generalversammlung über eine globale Alkoholstrategie debattieren und entscheiden. Es wäre höchste Zeit, dass die beiden Parteien ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und die Umsetzung dieser WHO-Resolution in der Schweiz ermöglichen würden. Dann wäre der WEF-Polizeichef nicht umsonst gestorben.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt veröffentlicht am 25.2.10) (Am 1.3.10 auch von der Neuen Zürcher Zeitung ungekürzt veröffentlicht.)

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Gewalt/Kriminalität, Leserbriefe, Politik, Prominenz, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

Leserbrief: „Verbotitis“

Mittwoch 20. Januar 2010 von htm

20.1.2010

„Der Zürcher Oberländer“
Redaktion Leserforum,
Postfach
8620 Wetzikon.

Per e-mail

Leserbrief zu „Es grassiert die „Verbotitis“ in unserem Lande“ , vom 20.1.2010

Der Fraktionspräsident der FDP im Kantonsrat durfte in einem grossen Artikel die von den Liberalen immer wieder herbeigeredete „Verbotitis“ bejammern. Er mischt dabei grosszügig Selbstverständlichkeiten und wichtige Probleme durcheinander, zitiert geschichtliche Grössen und sagt zwischendurch sogar etwas Wesentliches: „Meist steht im Hintergrund ein zu langes Zuwarten der Politik, Sorgen der Bevölkerung zu thematisieren, mit dem Resultat, dass es irgendwann dann „gnueg isch“ und über das Ziel hinausgeschossen wird.“ Dass dann über das Ziel hinausgeschossen wird, hat sich die bürgerliche Mehrheit im Kanton und im Bund aber selber zuzuschreiben, denn sie bestimmt die Gesetze weitgehend. Also wozu das Gejammer?
In mehr als 50 Jahren wurde in der Schweiz keine Vorlage zur Verbesserung der Alkoholsituation vom Volk angenommen, das immer wieder dem mit Millioneneinsatz vorgebrachten Arbeitsplatzargument der Bürgerlichen auf den Leim gekrochen ist. Wäre es nicht viel sinnvoller und für die Gesellschaft nutzbringender, wenn diese FDP und die andern bürgerlichen Parteien z.B. das Alkoholproblem als Ganzes wahrnehmen und problemorientiert sowohl lokal, kantonal wie national Lösungen anstreben würden, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen Rechnung trügen? Sie würden dabei sogar die Wirtschaft unterstützen, der sie doch immer zu dienen vorgeben.
Seit die Liberalen (!) vor 100 Jahren die erste Alkoholgesetzgebung durchbrachten, haben sie noch fast alle Verbesserungen der Alkoholproblematik bekämpft. Keine Rede davon, dass die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo der Nächste betroffen ist. Das hat dazu geführt, dass wir heute alle Passivtrinker sind (aus Arbeitspapier der WHO), die ungefragt Zehntausende ein Leben lang an die Sozialkosten bezahlen und unter der verminderten Lebensqualität leiden. Das ist die Freiheit, die uns die FDP und ihre Glaubensbrüder verkaufen will. Und die Medien unterstützen sie dabei noch grosszügig. Das ist ihre Lesart von Pressefreiheit.

Hermann T. Meyer, Effretikon
(unbekannt ob veröffentlicht)

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Die FDP-CH will gesundes Leben belohnen

Sonntag 20. Dezember 2009 von htm

Sie plant eine radikale Reform des Gesundheitsmarktes. FDP wagt einen Tabubruch: In Zukunft sollen Menschen, die gesund leben, weniger Krankenkassenprämie zahlen. Die FDP wolle ein Bonusmodell, das einen gesunden Lebenswandel belohne. Das stehe in einem noch geheimen FDP-Papier, wie die «Sonntagszeitung» schreibt. Krankenkassen müssten demnach Versicherungsmodelle anbieten, in denen sich Patienten zu einem gesunden Lebenswandel – messbar zum Beispiel mit dem Body-Mass-Index oder einem Fitnesstest – verpflichten. (Quelle: Tages-Anzeiger online, 20.12.09) Kommentar: Jetzt kann man gespannt warten, ob Nicht-Raucher und Alkohol-Abstinente, die nicht zu den beiden wichtigsten Gesundheitsrisiko-Gruppen in Europa gehören, auch in den Genuss von Ermässigungen kommen sollen. Einzelne Versicherungen praktizieren dies schon lange. Ob das ein Zückerchen ist, um die einträglichere Version einer Alkoholsteuer zu umgehen, die ja auch Prämienrückgänge nach sich ziehen müsste?

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Scharfe Sanktionen bei Alkohol im Lübecker Hafen gefordert

Donnerstag 26. November 2009 von htm

Mit Besorgnis hat die Lübecker FDP die Warnung der Wasserschutzpolizei Travemünde bezüglich des vermehrten Auftretens betrunkener Lkw-Fahrer im und um den Lübecker Hafen zur Kenntnis genommen. Der sicherheitspolitische Sprecher der Lübecker FDP, Carsten Stier, sieht hier sofortigen Handlungsbedarf. (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.11.098) hl-life.de, 25.11.09

Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Internationales, Politik, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

Das Fähnlein der elf Rechten (CVP-KMU-Flügel)

Sonntag 25. Oktober 2009 von htm

Eine Gruppe von wirtschaftsnahen CVP-Politikern lässt das Parlament nach rechts kippen. Die Mehrheiten zu vielen Vorlagen im Parlament werden im Berner Restaurant Lorenzini gezimmert. Dort treffen sich jeweils zehn Tage vor der Session elf Nationalräte, die den rechten Flügel der CVP bilden, zum Mittagessen. Der wegen seiner Wirtschaftsnähe auch «KMU-Flügel» genannte Trupp rund um den Berner Nationalrat Norbert Hochreutener (übrige Mitglieder siehe Schluss des Textes) legt dort seine Positionen fest. Immer wieder verhilft der KMU-Flügel FDP und SVP, die alleine nicht genug Stimmen haben, zu knappen rechten Mehrheiten im Nationalrat. Das Nachsehen haben Linke und Grüne – und die Mehrheit der eigenen CVP. Er brachte auch die Alkoholwerbung ins Schweizer Fernsehen. (Quelle: SontagsZeitung, 25.10.09) Kommentar: Das Nachsehen haben auch das Schweizer Volk und paradoxerweise die Wirtschaft, die als Passiv-Trinker die Zeche dieser unchristlichen Politik bezahlen.

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