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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Online-Kommentar zur Studie „Alkohol, die gefährlichste Droge“

Dienstag 2. November 2010 von htm

Alkohol, das sozial-medizinische Problem Nr. 1
Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als 1. sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Sie stehen unter ständigem Druck der Alkoholindustrie, keine Massnahmen zuzulassen, die den Konsum und damit die Schäden reduzieren könnten. Diese Art Korruption kostet täglich Leben und schädigt die ganze Bevölkerung, die von der WHO als Passivtrinker bezeichnet wurde, weil sie unabhängig von ihrem Konsum ein Leben lang ungefragt die immensen alkoholbedingten Sozialkosten bezahlt und unter der verminderten Lebensqualität leidet. Die Bevölkerung kann sich nicht wehren, weil ihr die nötigen Informationen vorenthalten werden.
PS für die Schweiz: Diese Untersuchung passt sehr schön zur Anklage von Bundesrätin Calmy-Rey, die Bundesräte der Mitteparteien stünden unter dem Einfluss der Economiesuisse. Diesem Einfluss ist es zu „verdanken“, dass ein völlig ungenügender Entwurf eines neuen Alkoholgesetzes in die Vernehmlassung geschickt wurde. Wie wäre das doch wunderbar, wenn nun der Bundesrat bei der Auswertung der Vernehmlassungsantworten jene der Fachleute und der Wissenschaft höher gewichten würde als diejenigen der Alkoholindustrie und der Wirtschaftsverbände. Sie müssten ja nur die globale Alkohol-Strategie der WHO, die sie im Mai mitunterzeichnet haben, in das neue Gesetz einfliessen lassen und die Parlamentarier überzeugen, dass dies der richtige Weg wäre, um ein Jahrhundertproblem zum Wohle der ganzen Bevölkerung wirksam zu entschärfen.

Kategorie: Advent-Aufruf, Allgemein, Diverse, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Passivtrinker, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft | Keine Kommentare »

TOP NEWS: CH: Bundesrätin M. Calmy-Rey kritisiert ihre Kollegenmmen

Montag 1. November 2010 von htm

Die Aussenministerin hält die Bundesräte der Mitteparteien für Vertreter des Wirtschaftsverbands Economiesuisse und spricht von «Minderheitsregierung».
Mit überraschend scharfen Worten hat Micheline Calmy-Rey am SP-Parteitag ihre Bundesratskollegen attackiert. Grund dafür ist die Departementsverteilung, welche die Sozialdemokraten noch immer umtreibt. Sie sind empört, dass SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga gegen ihren Willen ins Justiz- und Polizeidepartement abgeschoben wurde.
Damit nicht genug: Calmy-Rey gab noch einen drauf und warf ihren Bundesratskollegen vor, der verlängerte Arm des Wirtschaftsverbands Economiesuisse zu sein. Wörtlich sagte sie: «Economiesuisse hat seine Vertreter im Bundesrat. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10 Kommentar: Das ist nicht erst seit der Departementsverteilung Tatsache. In der Alkoholfrage gibt Economiesuisse ebenso den Kurs an. Auch bei der bürgerlichen Parlamentsmehrheit. Und das komischerweise gegen ihre eigenen Interessen. Wann rebellieren die Aktionäre? (siehe auch die Reaktion der Angefeindeten; und unsern Online-Kommentar)Tages-Anzeiger, 2.11.10)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Politik, Prominenz, Schweiz, TOP NEWS, Wirtschaft, Zitate | Keine Kommentare »

9. Zürcher Forum Prävention und Gesundheitsförderung

Donnerstag 29. Oktober 2009 von htm

Thema: Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung
Gestern fand in Zürich diese Forumsveranstaltung auf Einladung der Gesundheitsförderung Kanton Zürich statt. Es ging darum, den Entwurf zu diesem neuen Bundesgesetz bekannt zu machen und zu diskutieren. Als Kritiker konnte sich vor allem ein Vertreter von economiesuisse in Szene setzen, dem hauptsächlich das geplante Institut nicht gefiel. Ausgerechnet er, dessen Verband jede wirksame Alkoholprävention bekämpft, behauptete, die Wirtschaft habe ein grosses Interesse an einer gesunden Bevölkerung. Wenn man bedenkt, welche Macht die Wirtschaft im Parlament ausübt, sind Zweifel angebracht, dass viel von diesem Gesetzesentwurf übrigbleiben wird, sollte überhaupt darauf eingetreten werden. Aber so lange die Wirtschaft und die mit ihr verlinkten Parteien nicht einsehen, dass sie wirklich von einer gesünderen Bevölkerung profitieren würden, wird sich ohnehin nichts ändern. Sie werden weiterhin ihre Macht in Parlament, Bundesrat und Öffentlichkeit zum Schaden von uns allen ausspielen.

Kategorie: Allgemein, Politik, Schweiz, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

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