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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Leserbrief zur Freiwilligenarbeit, Artikel in der Sonntagszeitung vom 25.2.12

Mittwoch 28. März 2012 von htm

„Warum Sie Freiwilligenarbeit ablehnen sollten– Klarer denken mit Rolf Dobelli: Volunteers Folly“

Entgegnung
In dieser verallgemeinernden Form im Titel wird Rolf Dobelli dem Thema Freiwilligenarbeit sicher nicht gerecht. Klarer zu denken sei auch ihm empfohlen. Was ist daran falsch, wenn Menschen, die sich für andere einsetzen, eine gewisse Befriedigung über ihre Leistung empfinden? Oft ist es ja der einzige Gegenwert, den sie dafür erhalten. Die Schweiz wäre um einiges ärmer, wenn nicht so viele Menschen mit dieser inneren Freude ausgestattet wären.
Dazu kommt, dass es Bereiche gibt, die ohne die Freiwilligenarbeit kaum mehr funktionieren würden. Soll sich ein Familienangehöriges, das eine Pflegefunktion übernommen hat, schlecht fühlen, weil es möglicherweise einer Hilfskraft aus Polen einen Job vorenthält, dessen Kosten vielleicht vom Sozialamt übernommen werden müsste?
Dieser Artikel unterstützt eigentlich nur den seit Jahren bestehenden Trend zur Selbstverwirklichung und Individualisierung, der dazu führt, dass Vereine und sogar Gemeinden immer mehr Mühe haben, einsatzwillige und qualifizierte Vorstandsmitglieder zu finden.
Dann gibt es auch einen Bereich, in dem die professionelle Arbeit die Freiwilligenarbeit, die es in diesem allgemeinen Trend sowieso schon schwer hat, immer mehr verdrängt. Mit dem Ergebnis, dass Politik und Behörden, welche diese Fachleute finanzieren, als Arbeitgeber auch bestimmen, welche Informationen ans Volk gelangen dürfen, damit sie ihre Politik unbehelligt zum Wohle ihrer Klientele und zu Lasten der Bevölkerung durchziehen können.
(wahrscheinlich nicht veröffentlicht)

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Warum machen Hamburger Behörden keine Testkäufe?

Samstag 16. Juli 2011 von htm

Komasaufen ist ein Kinderspiel! Der Test, bei dem ein 16-Jähriger in mehreren Fällen problemlos an harten Alkohol herankam, bewegt die Stadt. Vor allem eine Frage wird laut: Warum machen die Behörden keine Testkäufe?
Zwei Mal Jägermeister, eine Flasche Wodka und Rum: An nur einem Tag konnte der MOPO-Test vier Mal beweisen, wie einfach es Jugendlichen gemacht wird, harte Spirituosen zu kaufen. Die offizielle Statistik für das gesamte Jahr 2010 hingegen zählt nur 253 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, davon in 84 Fällen den Verkauf von Alkohol an Minderjährige. Nach dem MOPO-Test ist klar: Die tatsächliche Anzahl an Verstößen dürfte weitaus höher sein. Warum also macht die Stadt nicht selber Testkäufe? … (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.11) mopo.de, 15.7.11

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D: Schnapsverkauf an Kinder schreckt in Villingen-Schwenningen auf

Samstag 18. Juni 2011 von htm

Das städtische Bürgeramt ging in den letzten Wochen mit minderjährigen Testkäufern für Alkohol und Tabak auf Tour. Dabei wurden 55 Einzelhandelsbetriebe im Stadtgebiet kontrolliert. Die Altergrenzen für den Verkauf der Waren wurden jedoch oftmals einfach ignoriert.
Das gibt zu denken: Bei Testkäufen durch Jugendliche hat das städtische Bürgeramt festgestellt, dass viele Geschäfte harten Alkohol und Zigaretten an Heranwachsende verkaufen, obwohl das gesetzlich verboten ist. Das Ergebnis war selbst für die Behörde in seiner Häufigkeit überraschend: Trotz einer bundesweit umfangreichen Aufklärung und Prävention zu diesem Thema verkauften 62 Prozent der überprüften Betriebe Alkohol oder Zigaretten an Minderjährige. Im Bereich der Lebensmittelgeschäfte lag der Anteil sogar bei 69 Prozent, was bedeutet, dass zwei von drei Betrieben gegen das Jugendschutzgesetz verstießen. Für die Geschäfte zieht das nun Bußgelder nach sich. … (Quelle: Google Alkohol News, 18.6.11) suedkurier.de, 17.6.11
unser Online-Kommentar: Erfreulich, dass die meisten Kommentatoren die Testkäufe unterstützen und die large Handhabung kritisieren. Als Strafmassnahmen würde sicher ein befristeter Lizenzentzug für Alkoholika etwas bringen. Nur das Risiko einer deutlichen Gewinnschmälerung wird dieses katastrophale Testergebnis verbessern.
Sicher ist das Alkoholproblem ein gesellschaftliches Problem. Beauftragt, die Interessen dieser Gesellschaft zu vertreten, sind die Politiker in den Behörden. Sie sollten endlich die nötigen wirksamen Massnahmen ergreifen, die längst bekannt sind und dem Druck der Alkoholindustrie und -Lobby widerstehen. Bei der Atomkraft geht es doch auch. Im Gegensatz zum Atomstromkonsum macht Alkoholkonsum allerdings abhängig.

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CH: Testkäufe in Winterthur: Unglaublich!

Dienstag 19. April 2011 von htm

Gemäss Kurzmeldungen in NZZ und Tages-Anzeiger waren Alkohol-Testkäufe der Stadtpolizei am Freitag in 7 von 10 Läden und Restaurants „erfolgreich“. Die Verantwortlichen wurden verzeigt. Kommentar: Nachdem gerade im Kantonsrat über Test-Käufe debattiert wurde und in Winterthur schon verschiedentlich Testkäufe durchgeführt worden waren, ist dieses Ergebnis schlicht unverzeihlich. Wann werden die Behörden endlich aufwachen und so einschreiten, dass wenigstens Ergebnisse im Landesdurchschnitt erzielt werden?

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D: 40 Prozent der Schüler trinken sich in den Rausch

Montag 6. Dezember 2010 von htm

Alkohol bis zum Abwinken: Viele Jugendliche trinken mindestens fünf Gläser Bier, Schnaps oder Mixgetränke direkt hintereinander. An diesem sogenannten Rauschtrinken beteiligen sich nach einer neuen DAK-Studie 43 Prozent der Schüler mindestens einmal monatlich.
Ein Drittel dieser Schüler stürzt sogar dreimal oder öfter im Monat ab. Das zeigt eine aktuelle Befragung von mehr als 4000 Jungen und Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren, die die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Krankenkasse an 17 Schulen in sieben Bundesländern durchgeführt hat.
Bei den 15-Jährigen bekennt sich jeder zweite zum Rauschtrinken, obwohl diese Altersgruppe laut Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol konsumieren dürfte. Ab 16 Jahren steigt der Anteil der „Rauschtrinker“ auf mehr als 60 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 3.12.10) rettungsdienste.de, 3.12.10 unser Online-Kommentar:
Es ist ja löblich, dass die Rettungsdienste diese Meldung verbreiten. Doch was nützt es? Die Leser werden wie immer denken, so ist es, man kann ja doch nichts machen, und zur Tagesordnung übergehen.
Nötig wäre aber, dass die, welche Einsicht in das Problem besitzen, politischen Druck auf die Behörden ausüben, dass die endlich für Abhilfe sorgen und sich dem Druck der Alkoholindustrie entziehen. Das werden sie nur tun, wenn der Druck von unten stark genug ist. Die Ärzteschaft, die Rettungsdienste, die Polizei und Justiz sollten diese Herausforderung anpacken und auch über die Lösungsmöglichkeiten orientieren. Die Bevölkerung wird von den Medien nicht informiert, auch die sind Komplizen der Alkoholwirtschaft. (Vielleicht mit wenigen Ausnahmen)

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Testkäufe in Winterthur kaum besser

Dienstag 5. Oktober 2010 von htm

Nachdem im Frühling 7 von 10 Betrieben Alkohol an Jugendliche verkauft hatten, waren es kürzlich 6 von 10 Lokalen. Sie wurden verzeigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.10.10) Kommentar: Da müssten die Behörden wohl etwas härter durchgreifen und auch mehr Betriebe aufsuchen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, viel zu gering, um abschreckend oder motivierend zu wirken.

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Der Alkoholkonsum in der Schweiz 2009

Mittwoch 21. April 2010 von htm

Der Weinkonsum sank um 0.9% auf 2.7 Mio. hl, wobei Schweizer Wein um 4.5% zurückging. Importe nahmen dafür um 3.4% zu und erreichten einen Marktanteil von 63%. Die Rebfläche ging minim zurück. (-0.15%) Der Bierabsatz blieb bei 4.48 Mio. hl praktisch gleich. Der Konsum von Spirituosen ist ebenfalls gleich hoch geblieben. Wir berichteten am 2.3.10. (Quelle: NZZ, 21.4.10) Kommentar: Die Alkoholindustrie und ihre Lobbies haben es wieder geschafft, den Konsum hoch zu halten. Die ganzen Präventionsbemühungen haben höchstens dazu geführt, dass der Konsum nicht anstieg. Das ist eindeutig ungenügend. Die zuständigen Behörden sollten sich dessen endlich bewusst werden.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Politik, Schweiz, Statistik, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Behörden setzen bei Fastnachtsumzügen auf freiwilliges Alkoholverbot

Samstag 23. Januar 2010 von htm

Keine Abgabe von Alkohol an Zuschauer der Fastnachtsumzüge: Das wäre eine Auflage, die in den Genehmigungen für die närrischen Spektakel drinstehen könnte. Angesichts von Alkoholexessen hält das die Polizeiinspektion Wittlich für sinnvoll. Die Verwaltungen halten eine solche Reglementierung für überflüssig. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.1.10) volksfreund.de, 22.1.10 Online-Kommentar: Positiv: Das Problem wurde erkannt. Negativ: Der Alkohol und die Alkoholindustrie sind den Behörden wichtiger als die Jugend. Freiwillige Regulierungen haben sich noch nie bewährt, haben reine Alibifunktion, die Verantwortung wird abgeschoben.

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Kein Pyro, weniger Alkohol, mehr Kontrolle bei Sportanlässen

Mittwoch 24. Juni 2009 von htm

Koordiniertes Vorgehen im Kampf gegen Gewalt an Sportanlässen in der Schweiz. Sportverbände und Behörden haben eine gemeinsame Strategie ausgearbeitet, um für mehr Sicherheit an Fussball- und Eishockeyspielen zu sorgen. Offen ist, wie die Massnahmen finanziert werden sollen. Weiteren Handlungsbedarf hat die Projektgruppe beim Ausschank von Alkohol geortet. Dieser soll grundsätzlich eingeschränkt werden. Die konkrete Umsetzung wird den zuständigen Sicherheitsbehörden vor Ort überlassen. (Quelle: NZZ, 24.6.09)

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Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Schweiz, Sport, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

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