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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

D: Regierung will mit Prävention gegen Sucht vorgehen

Samstag 18. Februar 2012 von htm

Die Regierung setzt im Kampf gegen die Sucht nach Alkohol, Tabak, Schlafmitteln, Internet und Automaten mit einer neuen Strategie auf Aufklärung und Beratung. Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) erteilte einem Kurs mit Werbeverboten oder höheren Steuern auf Alkohol eine Absage. Außerdem soll nach ihrem Willen Onlinesucht offiziell als Krankheit eingestuft werden.

Die Sucht nach Alkohol, Tabak, Schlafmitteln, Internet und Automaten hält Millionen Menschen fest im Griff – die Regierung setzt mit einer neuen Strategie voll auf Aufklärung und Beratung. Einem Kurs mit Werbeverboten, höheren Steuern auf Alkohol oder härteren Strafen für Schnapsverkauf an Jugendliche erteilte die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) eine Absage. Onlinesucht soll nach ihrem Willen offiziell als Krankheit eingestuft werden. Spielgeräte in Gaststätten sollen verringert werden. Zur Tabakwerbung gab es bei der Verabschiedung der Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik am Mittwoch im Kabinett eine Kontroverse. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.2.12) focus.de, 15.2.12
unser Online-Kommentar: Seit Jahren ist wissenschaftlich erwiesen, dass aufklärende Prävention fast nichts nützt. Die von der WHO aufgezeigten wirksamen Massnahmen werden bewusst vermieden, weil sie die Profite der Alkoholindustrie schmälern würden. Wie bisher wird das Volk die immensen Schäden bezahlen und die Gewinne werden bei der Industrie bleiben.

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D: Bundesweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit“

Dienstag 22. März 2011 von htm

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sensibilisiert für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.
In Deutschland haben schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren Alkoholprobleme. Das heißt, sie trinken Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig. Um die Bevölkerung über die Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) heute die deutschlandweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit.“ (Quelle: Pressemitteilung, 17.3.11) Kommentar: Aufklärung erweitert bekanntlich das Wissen, ändert aber das Verhalten leider kaum. Diese Aufklärung will die Illusion stärken, dass es möglich ist, auf diese Weise das Alkoholproblem zu entschärfen. Statt dessen müsste über die tatsächlich wirksamen Massnahmen aufgeklärt werden. Dies wiederum würde die Alkoholindustrie nicht zulassen, weil wirksame Prävention ihre Gewinne schmälert.

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Hörerkommentar an Radio DRS1

Samstag 22. Januar 2011 von htm

Betr. Sendung Treffpunkt vom 21.1.11: „Wenn die Jugend ins Torkeln kommt
Besten Dank, dass Sie sich dieses aktuellen Themas angenommen haben. Sie haben mit Berufsschülern und deren Umfeld, sowie einigen Fachleuten Gespräche geführt. Ergbnis? Trotz viermaliger Aufklärungsaktionen allein in dieser Schule haben die Schüler nicht erkennen lassen, dass ihr Verhalten geändert hat. Sie berichten von übermässigem Konsum und von Fahren in angetrunkenem Zustand. Die Sendung hinterlässt wie meistens bei solchen Programmen oder Medienberichten den Eindruck: Man kann ja doch nichts machen!
Damit erfüllt die SRG meiner Ansicht nach ihre Pflicht nicht, in der Bevölkerung die Diskussion zu wichtigen gesellschaftlichen Themen zu ermöglichen.
Um diesen Auftrag zu erfüllen, müsste die SRG Alternativen aufzeigen, die man diskutieren kann. Bekanntlich verbessert Aufklärung das Wissen, verändert aber das Verhalten fast nicht. Die Medien müssten endlich den Weg von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention finden und deren Möglichkeiten aufzeigen.

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Leserbrief zu „7 Leitlinien für die SRG“ von Roger de Weck

Freitag 14. Januar 2011 von htm

5.1.2011

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail
Leserbrief zu „Sieben Leitlinien für die SRG“ vom 4.1.2011
Unter dem Titel „Werte“ bekennt sich Roger de Weck zur Demokratie und zur Aufklärung. Auch den Verfassungsauftrag sieht er in diesem Kontext. Die SRG soll sachlich informieren und dem breiten Publikum Zugang zu komplexen Zusammenhängen verschaffen. Vorher schrieb er: „Werbung darf das Angebot nicht bestimmen.“

Soweit so wunderschön. Will er das verwirklichen, muss er aber tüchtig anpacken. Bisher hat die SRG, wie die andern Medien auch, genau diese Pflicht bei unserem grössten sozial-medizinischen Problem, dem Alkoholproblem, nicht erfüllt. Das wichtigste Ereignis des letzten Jahrzehnts auf diesem Gebiet, die Resolution für eine globale Alkohol-Strategie der Weltgesundheits Organisation im Mai 2010 wurde nicht kommuniziert. Aber auch sonst wird nur einseitig berichtet, so dass der Eindruck entstehen muss, es könne ja doch nichts zur Verbesserung der Lage getan werden. Die SRG bringt fast nur alkoholfreundliche Themen, dafür aber zahlreich. Den Vorwurf der Schleichwerbung hat sie bei der Unabhängigen Beschwerde Instanz UBI weit von sich gewiesen.
Es wäre für unser Land wirklich wunderschön, wenn Herr de Weck hier ein Zeichen setzen würde.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

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Frühe Aufklärung – weniger Alkoholprobleme

Freitag 22. Oktober 2010 von htm

Kinder, die früh über Suchtgefahren aufgeklärt wurden, greifen später seltener zu Alkohol und Tabak. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie im Auftrag der AOK Hessen. Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung hatte dafür von 2005 bis 2008 mehr als 500 Kinder nach ihren Erfahrungen mit Alkohol und Tabak befragt. Ein Teil davon hatte in der Grundschulzeit regelmäßig an einem von mehreren Präventionsprogrammen teilgenommen, die von Krankenkassen unterstützt wurden. (Quelle: Google Alkohol News, 18.10.10) welt.de, 17.10.10 unser Online-Kommentar: Der erreichte Unterschied von 8,4% beim Alkohol entspricht bei einer Schulklasse von 25 Kindern gerade einmal 2 Schülern, die von diesem Projekt profitiert haben. Das ist mir zu wenig. Wenn das als Alibi für die Politiker dient, keine wirksame Alkoholpolitik treiben zu müssen, verkaufen sie ihre Wähler für dumm. Nur weil sie sich vor dem Druck der Alkoholindustrie und der nicht korrekt informierten Bevölkerung fürchten. Würden sie letztere endlich objektiv über die Zusammenhänge aufklären, hätten sie diese für wirksame Präventionsmassnahmen hinter sich.

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Experten fordern mehr Aufklärung über Alkohol in der Schwangerschaft

Donnerstag 9. September 2010 von htm

Zum „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“: Jedes Jahr werden in Deutschland tausende Babys mit alkoholbedingten Schäden geboren. Die Deutsche Kinderhilfe forderte deshalb am Mittwoch mehr Prävention und eine Ächtung des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft. Studien zufolge trinken zwölf bis 15 Prozent der werdenden Mütter mindestens einmal pro Monat Alkohol. Nach Schätzungen von Experten der Berliner Charité kommen wegen des Alkoholkonsums ihrer Mütter jährlich zwischen 4000 und 10.000 Kinder mit teils schweren körperlichen und geistigen Schäden auf die Welt. (Quelle: Google Alkohol News, 9.9.10) stern.de, 8.9.10

Kategorie: Allgemein, Eltern, Fetales Alkohol Syndrom (FAS), Foetales Alkohol Syndrom, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Kinder, Statistik, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

Deutsche Schüler fordern mehr Aufklärung über Alkohol

Mittwoch 8. September 2010 von htm

Die Landesschülervertretung (LSV) hat nach dem Saufgelage an einer Elite-Uni im Rheingau mehr Aufklärung über die Folgen von Alkohol gefordert. (Quelle: Google Alkohol News, 8.9.10) bild.de, 7.9.10 Kommentar: Welche Aufklärung, bei welchen Vorbildern? Z.B. trinkt mit Verstand – aber trinkt? Siehe auch: EBS-Besäufnis hat Folgen im Wiesbadener Tagblatt, 7.9.10

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Interview mit Dr. François van der Linde (Drogenlegalisierung)

Freitag 6. August 2010 von htm

Zitat: „…Die Prävention geht für den Arzt weit über Aufklärung und Jugendschutz hinaus. Sie lasse sich nur dann mit Autorität vertreten, wenn auch die Gesellschaft glaubwürdig auf ihre eigenen Suchtprobleme reagiere. Das sei aber nicht der Fall, solange die einen Drogen verboten und die anderen beworben würden – unabhängig davon, welche grösseren Schaden anrichteten….“ (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.8.10) Kommentar: Mindestens hier trifft er den Nagel auf den Kopf. Dass Drogensucht nichts mit Moral zu tun habe, ist in Bezug auf die Dealer sehr zu bezweifeln. Man denke nur an die Alkoholverkäufer, welche noch immer an Jugendliche Alkohol abgeben. Wenn van der Linde doch so gerne lärmt, um seine Botschaft zu verkünden, warum macht er sich nicht für unsere Projekt-Idee stark, die geeignet wäre, die Lenkungsabgaben für alle Drogen zu verwalten und der Bevölkerung vor Augen führen könnte, wie gross ihr Gewinn dabei wäre?

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Aufruf, Gesundheit, Jugend, Politik, Prominenz, Religion und Alkohol, Schweiz, Verhältnis-Präv., Zitate | Keine Kommentare »

D: Landwirtschaftsministerin Aigner rettet Schnapssubvention

Mittwoch 14. Juli 2010 von htm

Ein deutsches Uraltgesetz fördert Schnapsbrenner mit Millionen. Gegen den Willen Brüssels erkämpft Berlin schon wieder eine Verlängerung. „Merke: Zu viel Alkohol bedeutet nix los in der Hose.“ So warnt einer der Slogans auf den Aufklärungsseiten der Bundesregierung. 8,7 Mio. Euro gibt sie jährlich für solche Kampagnen gegen Alkohol und Drogen aus – Peanuts gegen die 80 Mio. Euro, mit denen Berlin die Schnapsproduktion fördert. Gegen alle Widerstände von Ökonomen und Wettbewerbshütern. (Und Public Health Fachleuten, Red.) Und dank des Einsatzes von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner in Brüssel werden die Brenner nun noch weiter gepäppelt. …(Quelle: Google Alkohol News, 14.7.10) aktienboard.com, 13.7.10 Kommentar: Die deutsche Bundesregierung torpediert immer noch die Alkoholprävention.

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Nach dem tödlichen Bootsklau auf dem Pfäffikersee

Mittwoch 26. Mai 2010 von htm

Der Sicherheitsvorstand von Pfäffikon ZH, Martin Hirschi, hält wenig von einem Alkoholverbot, wie zum Beispiel rund um den Eiffelturm in Paris. Auch das nächtliche Baden im See möchten sie nicht verbieten. Vielmehr wolle man nun in Pfäffikon über Prävention und Aufklärung reden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.10) Der Konsum von Alkohol erhöhe das Risiko für Wasserunfälle enorm, sagt Soziologe Fischer, und nimmt das Autofahren zum Vergleich. Risikoverhalten: Gefahren werden ausgeblendet, Selbstüberschätzung. Selbstrettungskompetenz werde eingeschränkt: Betrunken ist man schneller erschöpft. (Quelle: Der Landbote, 26.5.10, online nur gegen Bezahlung) Kommentar: Pfäffikon will Aufklärung betreiben. Schönes Alibi und Beruhigungspflaster. Beruhigung vor allem für Pfäffikons Laden- und Lokalbesitzer. Was getan werden müsste, sagt uns die WHO mit ihrer Resolution vom letzten Donnerstag zu einer globalen Alkohol-Strategie.

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