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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Gesundheitsdirektor stellt sich unwissend

Dienstag 29. Mai 2018 von htm

29.5.2018

Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Reinigendes Sommergewitter“ vom 29.5.18

Normalerweise interessieren Alkoholprobleme den Normalbürger nur, wenn er selber plötzlich und unverschuldet zum Betroffenen wird, das kann sogar tödlich sein.

Von einem langjährigen Regierungsrat und sogar Gesundheitsdirektor erwartet man, dass er über Alkoholprobleme Bescheid weiss und sich politisch mit ihnen auseinandersetzt. Umso erstaunlicher wirkt die Aussage von Thomas Heiniger, nachdem er mit seinem erwachsenen Sohn im FCZ-Extrazug nach dem Cupsieg auf der Heimreise beinahe in eine Schlägerei verwickelt worden war: „Die rohe, willkürlich eingesetzte Gewalt ist ihm völlig unverständlich“.

Völlig unverständlich ist, dass dem abtretenden Regierungsrat all die vielen Debatten über Fan-Gewalt im und ums Stadion, auf dem Weg vom und zum Stadion, und in den SBB-Zügen, im Zusammenhang mit Alkohol, aus dem Bewusstsein gewichen sind. Völlig verständlich ist hingegen, dass mit einer solchen Verdrängungshaltung auf Regierungsstufe keine Besserung der Verhältnisse erwartet werden kann.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
Effretikon

(pendent)

Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Geschichten, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Medien, Politik, Prominenz, Schweiz, Sport, Transportation, Verkehr, Veröffentlichungen, Verschiedene, Zitate | Keine Kommentare »

Der Bundesrat will Alkohol auf den Autobahnraststätten zulassen.

Freitag 19. Mai 2017 von htm

Vereinzelte Medien berichten am 18.5.17, dass die Verkehrskommission des Nationalrates vorgeschlagen hat, dass auf Autobahnen das Alkoholverbot aus wettbewerbstechnischen Gründen fallengelassen werden sollte. Der Bundesrat hat den Vorstoss ohne Kommentar gutgeheissen und zur Behandlung an den Nationalrat weitergereicht. Die BfU ist natürlich alarmiert und besorgt.

Quelle: Tages-Anzeiger Online. Tagesschau des Schweizer Fernsehens.

Im gedruckten Tages-Anzeiger erschien der Artikel nicht. Ebenso wurde mein Online-Kommentar unterdrückt.

Kommentar:

Nun soll also wiederum eine vor langer Zeit in mühevollem Kampf erreichte Präventivmassnahme ersatzlos gestrichen werden. Die Alkohollobby wütet immer hemmungsloser in Bern. Die vom Bundesrat 2010 an der Generalversammlung der WHO in Genf mitunterzeichnete und einstimmig verabschiedete Globale Alkoholstrategie ruht unbearbeitet im Archiv. In ihr wird aufgezeigt, dass die Erhältlichkeit der zweitwichtigste Faktor bei der Reduzierung der Alkoholprobleme darstellt. Der Bundesrat sieht offenbar die Alkoholprobleme nicht mehr. Auch die permanent über 100‘000 Kinder in alkoholbelasteten Familien stören ihn nicht. Sie haben keine finanzkräftigen Lobbies. Das Leid und die Kosten der Schäden der Allgemeinheit, den Profit der Alkoholindustrie.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Medien, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Unsere Pressemitteilung an Schweizer Medien betr. Forschungsbetrug

Freitag 20. Januar 2012 von htm

Pressemitteilung an ca 30 Schweizer Medien

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 11.1.2012 erliess die Universität von Connecticut eine Pressemitteilung, in der sie mitteilte, sie habe 11 Fachblätter über einen Forschungsbetrug an ihrer Universität informiert. Reuters berichtete umgehend, in Deutschland u.a. das Hamburger Abendblatt. In der Schweiz herrscht bis jetzt Funkstille.
Heute hat die Bundesverwaltung wie folgt informiert:

PRESSEFÖRDERUNG
„Medien sollen ihre demokratiepolitischen Aufgaben besser erfüllen können
Die Staatspolitische Kommission des (SPK) des Nationalrates sieht die demokratiepolitischen Funktionen der Medien zunehmend infrage gestellt. Mit einer Kommissionsmotion soll deshalb der Bundesrat beauftragt werden, eine Vorlage zur Medienförderung auszuarbeiten.“

Zu den demokratiepolitischen Funktionen der Medien gehörte auch die Information der Bevölkerung auf dem Gebiet der Alkoholprobleme. Bis jetzt haben sie diese Funktion nur sehr mangelhaft erfüllt. Wenn Sie auch zu den Medien gehören, die bisher die angeblich gesundheitspositiven Meldungen aus der Forschung unbesehen weiterkolportiert haben, haben Sie jetzt die Gelegenheit, diese Meldungen zu relativieren. Die Unterlagen und Links finden Sie auf meiner Webseite:

https://www.alkoholpolitik.ch/2012/01/20/top-news-red-wine-heart-research-slammed-with-fraud-charges/18959/

https://www.alkoholpolitik.ch/2012/01/20/top-news-alkohol-ist-gesund-ein-forschungsbetrug/18953/

Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch

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D: Veronica Ferres warnt vor Alkohol

Mittwoch 24. August 2011 von htm

Veronica Ferres ist der Meinung, dass Alkohol verharmlost wird und fordert Eltern auf, Vorbilder für ihre Kinder zu sein.
Die Schauspielerin wird heute, 23. August, als Ehrengast bei der Vorstellung von Bernd Siggelkows Buch ‚Generation Wodka‘ erscheinen, da es ihr ein persönliches Anliegen sei, diesen bei seinem Buch zu unterstützen. Über den Alkoholkonsum Jugendlicher ist die 46-Jährige nämlich schockiert. „Meine Generation wurde ‚Generation Golf‘ genannt. Die ‚Generation Wodka‘ schockiert mich!“, gibt sie im Interview mit ‚Bild‘ zu. „Es ist für mich unglaublich, wie Kinder offenbar immer wieder ohne Probleme an Alkohol gelangen.“ … (Quelle: Google Alkohol News, 24.8.11) gala.de, 23.8.11 unser Online-Kommentar: Es ist wichtig, dass prominente SchauspielerInnen zum Thema Alkohol vernünftig reagieren. Es gibt genug andere, welche die Skandalspalten mit ihren Alkoholproblemen füllen.

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D: Bundesweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit“

Dienstag 22. März 2011 von htm

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sensibilisiert für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.
In Deutschland haben schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren Alkoholprobleme. Das heißt, sie trinken Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig. Um die Bevölkerung über die Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum zu informieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) heute die deutschlandweite Informationstour „Alkohol? Kenn dein Limit.“ (Quelle: Pressemitteilung, 17.3.11) Kommentar: Aufklärung erweitert bekanntlich das Wissen, ändert aber das Verhalten leider kaum. Diese Aufklärung will die Illusion stärken, dass es möglich ist, auf diese Weise das Alkoholproblem zu entschärfen. Statt dessen müsste über die tatsächlich wirksamen Massnahmen aufgeklärt werden. Dies wiederum würde die Alkoholindustrie nicht zulassen, weil wirksame Prävention ihre Gewinne schmälert.

Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Politik, Statistik, Verhaltens-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

Wann elterliche Kontrolle wirkt

Freitag 18. März 2011 von htm

Wenn die Mutter den Sohn überwacht und der Vater das Verhalten der Tochter im Auge hat, wirkt sich das besonders positiv auf den Nachwuchs aus. Laut Forschern um Julie Patock-Peckham von der Baylor University mindert gegengeschlechtliche elterliche Kontrolle impulsives Verhalten im jungen Erwachsenenalter und schützt vor späteren Alkoholproblemen (Journal of Studies on Alcohol and Drugs, Bd. 72, S. (Quelle: Google Alcohol News, 03/17/11) sueddeutsche.de, 17.3.11

Kategorie: Allgemein, Diverse, Geschlechtspezifische, Internationales, Jugendliche, Vorsorge | Keine Kommentare »

Elterliche Kontrolle – gegengeschlechtlich besonders effektiv

Mittwoch 16. März 2011 von htm

Wenn die Mutter über den Sohn und der Vater über die Tochter Bescheid weiß, wirkt sich das außerordentlich positiv auf späteres Verhalten aus.
Waco (USA) – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das gilt auch für Eltern, die ihren Nachwuchs im Auge behalten. Elterliche Überwachung der Kinder mindert impulsives Verhalten im jungen Erwachsenenalter und schützt damit vor späteren Alkoholproblemen – allerdings insbesondere dann, wenn diese Kontrolle gegengeschlechtlich erfolgt: Kümmert sich die Mutter um den Sohn und der Vater um die Tochter, ist der Effekt besonders deutlich. Das haben amerikanische Forscher bei ihrer Analyse der Angaben von mehr als 500 Studenten herausgefunden, wie sie im „Journal of Studies on Alcohol and Drugs“ berichten. (Quelle: Google Alcohol News, 16.3.11) wissenschaft-aktuell.de, 16.3.11

Kategorie: Allgemein, Diverse, Geschlechtspezifische, Jugendliche | Keine Kommentare »

Frühe Aufklärung – weniger Alkoholprobleme

Freitag 22. Oktober 2010 von htm

Kinder, die früh über Suchtgefahren aufgeklärt wurden, greifen später seltener zu Alkohol und Tabak. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie im Auftrag der AOK Hessen. Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung hatte dafür von 2005 bis 2008 mehr als 500 Kinder nach ihren Erfahrungen mit Alkohol und Tabak befragt. Ein Teil davon hatte in der Grundschulzeit regelmäßig an einem von mehreren Präventionsprogrammen teilgenommen, die von Krankenkassen unterstützt wurden. (Quelle: Google Alkohol News, 18.10.10) welt.de, 17.10.10 unser Online-Kommentar: Der erreichte Unterschied von 8,4% beim Alkohol entspricht bei einer Schulklasse von 25 Kindern gerade einmal 2 Schülern, die von diesem Projekt profitiert haben. Das ist mir zu wenig. Wenn das als Alibi für die Politiker dient, keine wirksame Alkoholpolitik treiben zu müssen, verkaufen sie ihre Wähler für dumm. Nur weil sie sich vor dem Druck der Alkoholindustrie und der nicht korrekt informierten Bevölkerung fürchten. Würden sie letztere endlich objektiv über die Zusammenhänge aufklären, hätten sie diese für wirksame Präventionsmassnahmen hinter sich.

Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Politik, Statistik, Unterricht, Verhaltens-Präv., Vorsorge | Keine Kommentare »

Leserbrief zu „Alkoholfreie Nouvelle Cuisine“ in der NZZ

Samstag 16. Oktober 2010 von htm

12.10.2010

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail
Leserbrief zu „Alkoholfreie Nouvelle Cuisine“, vom 12.10.2010 (nicht online)
Eines der oft benützten Rezepte der Alkohollobby ist es, für sie unangenehme Vorkommnisse oder Entwicklungen mit einer Glosse abzutun. Mit leichter Ironie und einem süffisanten Lächeln wird dem Leser gezeigt, dass eine Meldung auf die leichte Schulter genommen und vergessen werden darf.
Diesmal handelt es sich um das Kochbuch für die Schulküche, das nun auch im Welschland ohne Rezepte mit Alkohol auskommen soll. Dazu hier einige Fakten:

Hoffentlich deckt der Heimatkanton von Bundesrat Burkhalter die neue Politik. Es ist immer noch richtig, den Erstkonsum von Alkohol so weit wie möglich hinauszuschieben, um späteren Alkoholproblemen vorzubeugen. Alkohol in der Küche, in der Confiserie, in der Schokolade dient auch dazu, Kinder auf den Alkoholgeschmack zu bringen. Verantwortungsbewusste Haushaltlehrerinnen haben sicher schon lange ihren Schulkindern gezeigt, wie der in Rezepten vorgeschriebene Alkohol gleichwertig mit Fruchtsäften ersetzt werden kann. Dass die Alkoholindustrie mittels Alcopops den Kindern und vor allem den Mädchen Alkohol geniessbar gemacht hat, ist ein anderes trauriges Kapitel. Ebenso, dass man immer wieder Mühe hat, in Läden und Gaststätten (auch in der Migros) Pralinen, Vermicelles oder Torten ohne Alkohol zu finden.

Der Glossenschreiber findet alles (Alkohol in der Kochschule, in der Kirche) halb so schlimm, “nicht päpstlicher sein als der Papst”. Das ist auch ein Weg, sich um objektive Berichterstattung zu drücken. Von Qualitäts-Journalismus mit Recherche ganz zu schweigen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(gekürzt umgeschrieben, veröffentlicht am 16.10.10)
(siehe auch den Artikel der Basler Zeitung.)

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Kategorie: Alcopops (de), Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Kinder, Leserbriefe, Medien, Politik, Prominenz, Schweiz, Unterricht, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Grundschulprogramm Klasse2000 verringert Alkohol- und Tabak-Konsum

Donnerstag 14. Oktober 2010 von htm

Prävention wirkt: Grundschulprogramm Klasse2000 verringert Alkohol- und Tabak-Konsum auch noch in der 6. Klasse. Neue Studienergebnisse belegen: Kinder, die von der 1. bis zur 4. Klasse an dem Programm Klasse2000 teilgenommen haben, profitieren auch in der 6. Klasse noch von dessen Wirkungen. Sie konsumieren seltener Alkohol und Tabak als Kinder, die nicht bei Klasse2000 mitgemacht haben. (Quelle: Google Alkohol News, 14.10.10) presseportal.de, 13.10.10 Kommentar: Endlich kann Erfolg bei der Schulprävention nachgewiesen werden. Nur – der Erfolg ist wirklich bescheiden. Wie sieht es wohl aus mit 16 Jahren, wenn andere Peer-Gruppen entstanden sind? Eine effektive Alkoholprävention durch die Regierung kann so nicht ersetzt werden.

Kategorie: Allgemein, Internationales, Kinder, Politik, Unterricht, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

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